Im ersten Teil berichtete Bürgermeister Michael Kastl (CSU) über Projekte, Zahlen und Fakten des vergangenen Jahres im Stadtgebiet. Im zweiten Teil ging es um die Fragen der Einwohnerinnen und Einwohner. Es gab nach Auskunft des gastgebenden Münnerstädter Bürgermeisters Michael Kastl (CSU) auch schriftliche Eingaben zur Bürgerversammlung, die sich vor allem mit den Behausungen der Biber am Haderbach befassten.
Der baut immer wieder neue Dämme, was auch den Bautrupp auf Trapp hält. Vor allem, wenn das Regenrückhaltebecken droht überzulaufen, werden nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde ein oder mehrere Dämme beseitigt - mal ganz, mal teilweise.
Devise: Schaden durch Biber so gering halten wie möglich
Eine generelle Beseitigung der tierischen Wassersperre ist verboten, denn der Biber ist eine geschützte Art, so der Bürgermeister. Nur kam es bereits vor, dass im bebauten Teil des Ortes, etwa in der Kurze Gasse, Keller wegen der Biberdämme vollgelaufen sind, wie Kastl sagte. Hier hat dann die Stadt ein sofortiges Eingriffsrecht. „Es wird Naturschutzpolitik zugunsten der Allgemeinheit gemacht, jedoch auf Kosten der Grundstückbesitzer“, so der Tenor in der Versammlung. Die Stadt Münnerstadt will den gesetzlichen Rahmen so weit wie möglich ausnutzen, um den Schaden gering zu halten.
Heftige Kritik an Grundsteuerreform
Die Grundsteuerreform war ein weiteres Thema in der Versammlung. Die staatliche Regelung von Bund und Land wurde heftig kritisiert. Als einen Lichtblick verstanden die Bürgerinnen und Bürger, dass der Stadtrat über die Hebesetze die Spitzen etwas mildern oder auszugleichen versucht. Hier sind derzeit zwei Strömungen in der Hebesatz-Diskussion: diejenigen, die zehn Prozent weniger einkalkulieren, und andere, denen die bisherige Gesamteinnahme reicht. Die Entscheidung fällt in den nächsten Wochen. Das schließt nicht aus, dass ab 2025 Grundstückseigentümer, insbesondere Nebenerwerbslandwirte das Zwei- oder Dreifache zahlen müssen, so Michael Kastl, Für andere kann es dagegen günstiger werden.
Einwohnerzahl hat sich stabilisiert
Die geplante Glasfaserverlegung, die auch in Seubrigshausen vorgenommen wird, interessierte mehr die Jungbürgerinnen und-bürger.
Es sind auch diejenigen, die in den vergangenen Jahren wieder oder neu nach Seubrigshausen gezogen sind, und damit die Einwohnerzahl, die jahrelang rückläufig war, stabilisiert haben. Ein kleines Plus von fünf im Vergleich zum Jahr 2023 mit aktuell 444 Einwohnern hat den Trend aufgehalten.
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