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Alle Fragen auf einen Blick
Über die Verkehrssituation und den Gewerbepark in Westheim
Entsteht in Westheim ein viertes Gewerbegebiet?
Entsteht in Westheim ein viertes Gewerbegebiet? // Milena Meder
Westheim – Bei der Bürgerversammlung in Westheim wurde viel diskutiert – darunter Themen wie der geplante Gewerbepark, Schimmel im Kindergarten, Blitzer und Bauvorhaben. Was die Bewohner aktuell beschäftigt.

Anfang Juli lud Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) zur Bürgerversammlung in Westheim ein. Das MGV-Heim, in welchem die Veranstaltung stattfand, war gut gefüllt. Nur wenige Stühle blieben frei. Das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger machte deutlich: In dem Hammelburger Ortsteil sind einige Themen offen. Ein Überblick über die gestellten Fragen.

Fragen und Antworten zum Thema:

Fragen und Antworten zum Gewerbepark

Seit wann gehört die Fläche, auf welcher der neue Gewerbepark IV gebaut werden soll, nicht mehr zum Naturpark Rhön? Und wer ist dafür verantwortlich, dass sie nicht mehr enthalten ist?

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir aktiv betrieben haben, dieses Gebiet herauszunehmen“, sagt Stadtbaumeister Detlef Mohr. Seit der Änderung des Flächennutzungsplans Anfang der 2000er Jahre sei das Stück aus dem Gebiet des Naturparks ausgenommen. „Am Ende muss die Grundsatzentscheidung getroffen werden – Gewerbegebiet ja oder nein“, ergänzt der Bürgermeister. Um diese Entscheidung komme man nicht herum. Sollte sich dann für einen Bau entschieden werden, müsse weiter über das „Wie“ gesprochen werden.

Wurde auf dem Jordan-Gelände der Flächennutzungsplan geändert? Dort sind Bauarbeiten im Gange. 

„Es gibt keinen Antrag auf Änderung und wir haben auch keine Änderung vollzogen“, sagt der Stadtbaumeister. Auffüllen sei bis zu einer bestimmten Höhe erlaubt. „Wenn neue Nutzungen entstehen, muss das aber natürlich abgestimmt werden.“ 

Was ist auf den übrigen Flächen „Rote Ellern“ geplant?

Hier seien der Verwaltung aktuell keine Planungen bekannt. „Der Bebauungsplan ist aber rechtsverbindlich. Das ist also eine Fläche, die bebaut werden kann“, erklärt Mohr. Sollte ein Bauantrag komme, sei er verpflichtend zu behandeln. An der Fläche hinter Reifen Müller habe jemand Interesse, „eine Erweiterung von Hankook“, berichtet der Bürgermeister. 

Fragen und Antworten zum Thema Müll

Warum wurde der Abfalleimer an der Kapelle am Längberg kurzzeitig abgebaut?

„Dabei ging es darum, dass man der Meinung war, dass um die Abfalleimer herum generell zu viel Müll gelegt wird“, sagt Warmuth. Aufgrund dessen seien Behältnisse entfernt worden. „Wir haben schnell festgestellt, dass das ein Rohrkrepierer war.“ Mittlerweile sei wieder nachgerüstet worden, denn: Ohne Abfalleimer werde der Müll einfach in die Natur geschmissen.

Fragen und Antworten zum Verkehr in Westheim

Der Zustand der Straßen und Gehwege ist nicht gut: Wer hat sich die Straßen angeschaut?

Um den Zustand der Straßen zu prüfen, sei für den Bauhof ein Programm angeschafft worden. „Das wurde auch schon mehrmals eingesetzt. Es kostet allerdings Zeit und es muss jemand auswerten“, sagt Mohr. Durch den neuen Mitarbeiter in der Tiefbau-Abteilung soll dieses Thema nun angegangen werden.

Zum Thema Straßenschäden durch den Breitbandausbau weiß der Stadtbaumeister: „Es war für uns auch ein Kampf, soweit zu kommen, dass hier noch nachgebessert wird. Seitdem die Stelle des Tiefbauers markant war, fiel es uns aber schwer, da nachzufassen“, sagt er. Die Verwaltung werde dieses Problem nun allerdings noch einmal angehen.

Ist es möglich, eine Blitzanlage anzuschaffen und aufzustellen? Und: Lässt sich an der stellenweise schwierigen Parksituation etwas ändern?

„Ich glaube, die Stadt braucht dringend ein Parkkonzept für Westheim“, gibt Ortsbeauftragter Norbert Schaub den Hinweis in Richtung Verwaltung. Der Bürgermeister nehme diese beiden Themen aus der Bürgerversammlung mit und werde sie zur Prüfung in die Verwaltung geben.

Fragen und Antworten zu Bauvorhaben

Das Brückengeländer an der Saale soll saniert werden. Warum erneuert man das nicht gleich?

Beim Thema „ausbaggern“ stehe der Bürgermeister bereits mit dem Wasserwirtschaftsamt in Kontakt. Das angeschwemmte Holz besitze die Stadt, weshalb sie auch für das Entfernen zuständig ist. „Der Bauhof ist darüber bereits informiert“, sagt Mohr.

Zum neuen Geländer: Ein neues zu bauen, ist laut Stadtbaumeister überlegt worden. „Das Geländer muss umlegbar seien, sonst haben wir beim nächsten Hochwasser wieder einen Schaden“, sagt er. Und: Selbst wenn die Verwaltung es schaffe, das Geländer bei Gefahr rechtzeitig umzulegen, entstehen Schäden. „Wir bessern das demnächst aus“, meint Mohr, zeigt aber Verständnis: Schön sei das Geländer nicht, es erfülle allerdings seinen Zweck. „Wenn wir jetzt ein neues bauen, sieht es bis zum ersten Hochwasser gut aus.“ Danach sei es wieder ähnlich beschädigt wie das Aktuelle. Solange die Konstruktion also noch sicher ist und die Stadt an der Brückensituation nichts ändert, bleibt das Geländer vorerst bestehen. 

Wann wird das Projekt Straßenbeleuchtung angegangen? 

„Wir haben die Straßenbeleuchtung versprochen. Wir wissen, dass wir da etwas tun müssen und gehen das zeitnah an“, berichtet der Bürgermeister. 

Im Keller des Kindergartens ist Schimmel. Wird da etwas gemacht?

„Wir haben immer mal wieder Probleme mit Feuchtigkeit. Es kann also sein, dass das zeitweise auftritt“, berichtet Mohr. Deshalb sei für die Zukunft geplant, den Keller etwas zu verbessern. „Aufgrund der Situation wird das aber nie ein Keller werden, den man dauerhaft trocken bringt“, ergänzt der Bürgermeister. 

Es heißt immer, der Bauhof kommt nicht nach: Ist geplant, noch weitere Mitarbeitende einzustellen?

„Wir haben ein Bauhof-Gutachten auf den Weg gebracht“, erzählt Warmuth. Die Analysen hierfür sei nun abgeschlossen. „Wir haben vor, im Bereich Elektro noch etwas zu tun.“ Außerdem soll immer wieder „nachjustiert“ werden. „Wir haben aber auch das Thema, dass uns immer mehr die Ehrenamtlichen wegbrechen, die zum Beispiel mal einen Rasen gemäht haben.“ Gerade habe der Bauhofleiter deshalb den Auftrag, alle neu hinzugekommenen Aufgaben zusammenzuschreiben. „Wenn es dann am Ende das Volumen hergibt, wollen wir versuchen, nochmal aufstocken“, sagt der Bürgermeister. Aufgrund der Haushaltslage sei das aber schwierig. „Wenn wir einen Bedarf sehen, würden wir aber nochmal nachjustieren.“

Fragen und Antworten zur Informationspolitik

Wie läuft der Informationsfluss in der Stadt? Warum werden die Bürgerinnen und Bürger nicht rechtzeitig informiert?

Bürgermeister Armin Warmuth nimmt diese Frage gerne in die Verwaltung mit. Die Frage sei vollkommen berechtigt und auch an anderer Stelle schon kommuniziert worden. Teilweise bekäme allerdings auch die Stadt wichtige Informationen sehr kurzfristig.  „Holt euch den Zugang für die Westheim-Community. Ich versuche dort, die mit bekannten Informationen so schnell es geht reinzustellen“, ergänzt Ortssprecher Norbert Schaub.

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