Herbstliche Leere prägt das Areal zwischen August-Kömpel-Musikschule und Sinn in Bad Brückenau. Eigentlich sollte es dort viel bewegter zugehen. Baumaschinen sollten das Gelände formen, Arbeiter Spielgeräte aufbauen.
Bis Jahresende sollte der langersehnte Mehrgenerationenspielplatz fertig sein. Muss er eigentlich, denn sonst droht der Verlust der üppigen stattlichen Förderung.
Üppige Zuschüsse möglich
238.400 Euro soll der Spielplatz laut bisher letzter Berechnung kosten; bis zu 200.000 Euro könnte der Staat zugeben.
Doch gebaut wird mit großer Wahrscheinlichkeit bis Jahresende nichts. Wie der amtierende Bürgermeister Heribert Übelacker (CSU) auf Anfrage mitteilt, ist in der zentralen Vergabestelle beim Landratsamt kein verwertbares Angebot einer Baufirma eingegangen. „Die Vergabestelle hat die Angebote geprüft und erhebliche Mängel festgestellt. Das Gebotsverfahren wurde gestoppt.“
Fördergelder ins neue Jahr retten
Aber was bedeutet das für die nur für dieses Jahr in Aussicht gestellten stattlichen Zuschüsse? Laut Übelacker wurde bei der zuständigen Regierung von Unterfranken ein Antrag gestellt, „dass die Fördergelder ins neue Jahr übertragen werden“. Begründung: Das Vergabeverfahren habe nicht abgeschlossen werden können. Etwas, was die Stadt nicht zu verschulden habe. Wie der Antrag beschieden wird, wisse man noch nicht.
Übelacker hofft, dass die Bauaufträge im Februar oder März vergeben sind – mit oder ohne staatliche Förderung. Im April oder Mai könnte Baubeginn sein, so dass der Mehrgenerationenspielplatz in den Sommerferien genutzt werden kann.
Verspäteter Haushalt und hinderliche Auflagen
Dass so spät ausgeschrieben wurde, hat einerseits mit dem erst im Juni beschlossenen Bad Brückenauer Haushalt zu tun. Andererseits hätten aber auch „gewisse Auflagen im Zusammenhang mit den Fördermitteln“ zurückgeworfen.
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