Durch das Ampel-Aus muss es in diesem zu Ende gehenden und zu Beginn des neuen Jahres schnell gehen. Die Bundestagswahl 2025 wird bereits am 23. Februar stattfinden. Auf die kleinen wie großen Parteien wartet über Weihnachten und im neuen Jahr viel Arbeit: Der Wahlkampf muss organisiert, die Kandidaten parteiintern gewählt werden. Die Direktkandidaten im Wahlkreis Bad Kissingen stehen schon weitestgehend fest.
Seit Wahlkreis-Gründung stets CSU-Kandidaten als Sieger
Der Wahlkreis Bad Kissingen mit der bisherigen Nummer 248 umfasst die Landkreise Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Haßberge. Allerdings erhält der Bundestagswahlkreis Bad Kissingen ab der Wahl 2025 die Nummer 247. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wurde ein Wahlkreis aus Sachsen-Anhalt an Bayern umverteilt, wie es auf der Website der Bundeswahlleiterin zu lesen ist. Dadurch ändert sich die Nummer des Wahlkreises.
Seit der Gründung des Wahlkreises im Jahre 1949 stellte bei jeder Bundestagswahl die CSU den Wahlkreissieger. Erstaunlich ist die Kontinuität der wenigen Wahlkreissieger in den vergangenen 75 Jahren. Lediglich vier Abgeordnete der CSU finden sich an der Spitze des Wahlkreises Bad Kissingen: Ab 1949 Gustav Fuchs und ab 1961 Alex Hösl. Von 1980 bis 2009 prägte Eduard Lintner den Wahlkreis und seitdem Dorothee Bär.
CSU-Kandidatin: Dorothee Bär
Auch bei der kommenden Bundestagswahl geht Dorothee Bär aus Ebelsbach als Direktkandidatin in ihrem Wahlkreis an den Start. Die 46-Jährige gehört seit 2002 dem Deutschen Bundestag an und ist seit Dezember 2021 eine der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Alles andere als ein weiterer Sieg der CSU durch Dorothee Bär wäre eine große Überraschung im nördlichsten bayerischen Wahlkreis. Bereits Ende Juli haben die drei Kreisverbände Dorothee Bär erneut das Direktmandat zugedacht. Mit 100 Prozent der abgegebenen Stimmen, wie der CSU-Kreisvorsitzende Christof Herbert mitteilte.
SPD-Kandidatin: Sabine Dittmar
Für die SPD wurde erneut Sabine Dittmar aus Maßbach als Direktkandidatin gewählt. Seit 2013 ist Sabine Dittmar Mitglied des Deutschen Bundestages. Die 60-jährige Ärztin aus Maßbach ist aktuell parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Vor wenigen Tagen nominierten die Delegierten beim Landesparteitag in Bamberg Sabine Dittmar für den Listenplatz sechs der Landesliste. Damit hat sie gute Chancen, wieder in den Bundestag gewählt zu werden.
Freie-Wähler-Kandidat: Frank Helmerich
Bei der Bundestagswahl 2021 stand Frank Helmerich aus Bad Königshofen an der Spitze der Liste der Freien Wähler im Wahlkreis Bad Kissingen. Und auch im kommenden Jahr ist der 47-jährige Gymnasiallehrer der Direktkandidat der Freien Wähler für die Bundestagswahl. Bei der letzten Landtagswahl hatte der Bad Königshöfer Stadtrat und Kreisrat nur knapp den Einzug ins Maximilianeum verpasst.
Grünen-Kandidat: Christian Ruser
Nach dem Rückzug von Manuela Rottmann bei Bündnis90/Die Grünen, die zur Bundesschatzmeisterin von Bündnis 90/Die Grünen gewählt wurde und deshalb ihr Bundestagsmandat niederlegte, musste ein Nachfolger als Direktkandidat für den Wahlkreis Bad Kissingen gewählt werden. Es ist Christian Ruser aus Knetzgau im Landkreis Haßberge. Dort ist er Mitglied im Gemeinderat. Ruser ist 43 Jahre alt und arbeitet für die Volkshochschule Haßberge.
AfD-Kandidat: Christopher Klunker
Die Alternative für Deutschland (AfD) schickt Christopher Klunker aus Frammersbach, Vorsitzender des Kreisverbandes Main-Spessart, ins Rennen um das Direktmandat. Der 34 Jahre alte gelernte Konstruktionsmechaniker arbeitet als persönlicher Referent für den AfD-Landtagsabgeordneten Jörg Baumann. Klunker unterlag bei der Nominierungsversammlung für den Wahlkreis Main-Spessart seinem Miltenberger Kontrahenten Kerim Erdem.
FDP-Kandidat: Karl Graf Stauffenberg
Um das Direktmandat für die FDP kämpft wie schon 2021 Karl Graf Stauffenberg aus Irmelshausen. Der 54-jährige Unternehmer und Politiker ist Kreisrat im Landkreis Rhön-Grabfeld und kämpft insbesondere bei der Jugend um politisches Engagement und gegen die extremistischen Strömungen dieser Zeit. Der Enkel des Hitler-Attentäters Stauffenberg ist auch Kreisrat für seine Partei in Rhön-Grabfeld.
ÖDP-Kandidatin: Michaela Reinhard
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) schickt, wie schon 2021, Michaela Reinhard aus Bad Kissingen in die Wahl um das Direktmandat im Wahlkreis. Die 50-jährige Gymnasiallehrerin ist auch die Kreisvorsitzende der ÖDP.
Linken-Kandidat: Florian Beck
Altenpfleger Florian Beck ist der Direktkandidat, den "Die Linke" ins Rennen schickt. Beck ist 40 Jahre alt und lebt in Münnerstadt. Seit 2017 ist er politisch für "Die Linke" engagiert. 2018 war Beck für Partei zur Landtagswahl angetreten, 2023 zur Bezirkswahl.
Kandidat der Bayernpartei: Oliver Heß
Bereits im Juli dieses Jahres wurde Oliver Heß aus Querbachshof mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen, die Bayernpartei in den Wahlkampf zur Bundestagswahl zu leiten für den Wahlkreis Bad Kissingen. Seinen Erstwohnsitz hat der 31-Jährige Heß in Markt Einersheim bei Kitzingen, wo er auch seinen Arbeitsplatz hat. Heß trat im letzten Jahr auch für den Bayerischen Landtag an. Er ist der jüngste Kandidat der Bayernpartei in Unterfranken.
Mittlerweile hat Oliver Heß seine Kandidatur zurückgezogen.
Bündnis Deutschland: Michael Kaiser
Für die rechtskonservative und wirtschaftsliberale Kleinpartei Bündnis Deutschland geht Michael Kaiser ins Rennen. Er hatte bereits 2021 als Einzelbewerber im Wahlkreis Bad Kissingen kandidiert.
Wo Namen fehlen oder keine Kandidaten aufgestellt wurden: BSW, die Piraten und Volt
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat erst Mitte November einen Landesverband in Bayern gegründet. Einen Direktkandidaten oder eine Direktkandidatin gibt es im Wahlkreis Bad Kissingen aber nicht.
Auch nicht bei der Partei Volt, die bei der Europawahl in Bayern ein beachtenswertes Ergebnis erzielte. Direktkandidaten der Partei gibt es zwar in Unterfranken, nicht aber im Wahlkreis Bad Kissingen.
Keinen Direktkandidaten und keine Direktkandidatin hat "Die Partei" im Wahlkreis Bad Kissingen für die Bundestagswahl 2025 gewählt. Bei der letzten Wahl 2021 war "Die Partei" noch mit Sonja Johannes angetreten.
Bis Redaktionsschluss lag kein Antworten auf unsere Anfrage von der Partei "Die Basis" vor. 2021 war Marco Garnache zur Bundestagswahl angetreten.
Die Auflistung dieser Zeitung der Direktkandidaten und -kandidatinnen im Wahlkreis 247 für die Bundestagswahl 2025 erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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