Teurer als geplant wird die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr Oehrberg. Der Marktgemeinderat Burkardroth hatte im Juni dafür ein Budget von 35.000 Euro festgesetzt: 25.000 Euro für das Fahrzeug, 10.000 Euro für den feuerwehrtechnischen Ausbau in Eigenleistung. Doch das Budget reicht nicht.
Wichtig sei, dass das Fahrzeug bis Ende des Jahres beschafft werde, betonte Bürgermeister Daniel Wehner (CSU), um den Zuschuss für den zweiten Stellplatz im Feuerwehrhaus Oehrberg nicht zu gefährden. „Wir hätten für 35.000 Euro nichts bekommen, der Markt ist leergefegt."
Beim Umrüsten eines normalen Busses oder Transporters stoße die Feuerwehr inzwischen auf erhebliche Hürden: Bei der Neuabnahme als Sonderfahrzeug seien umfangreiche Nachweise und Bestätigungen erforderlich, zudem bestünden Gewährleistungsprobleme. Ein einfacher Eigenausbau wie früher sei damit kaum noch möglich.
Die Feuerwehr hat deshalb ein bereits fertig ausgebautes Gebrauchtfahrzeug gefunden, einen Ford Transit bei einem Aufbauhersteller, zehn Jahre alt und mit 100.000 Kilometern auf dem Tacho. Zehn bis zwölf Wochen nach Auftragseingang soll er einsatzbereit geliefert werden. Die Kosten belaufen sich auf knapp 40.000 Euro, zuzüglich Fahrzeugfunkgerät und optional einem montierten Trenngitter für rund 1760 Euro. Markierung und Beladung übernimmt die Feuerwehr selbst.
Daneben steht der Markt an erster Stelle einer Warteliste für einen Neuwagen, ebenfalls ein Ford Transit, der noch vor Jahresende geliefert werden könnte. Nach Abzug eines Zuschusses von 18.850 Euro bliebe ein gemeindlicher Eigenanteil von rund 45.150 Euro, etwa 3400 Euro mehr als beim Gebrauchtfahrzeug.
Die Gemeinderäte entschieden sich mit einer Gegenstimme für den Neuwagen und erhöhten das Budget entsprechend. 100.000 Kilometer weniger für 3400 Euro mehr, das erschien den Räten plausibel.
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Allianz Kissinger Bogen läuft weiter
Der aktuelle Förderzeitraum für die Umsetzungsbegleitung der Allianz Kissinger Bogen läuft aus. Wie Bürgermeister Wehner informierte, könne die Allianz trotz geringerer Förderung weitermachen: Für die Personalstelle sind künftig 20.000 Euro pro Jahr vorgesehen, für die Öffentlichkeitsarbeit 5.000 Euro. Zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen von 60.500 Euro lasse sich damit der laufende Betrieb finanzieren.
Allerdings bleiben keine Mittel für Projekte übrig. Der bisherige Überschuss von 21.000 Euro fällt weg, sämtliche Einzelprojekte müssen die Gemeinden künftig gesondert finanzieren. Der Gemeinderat stimmte für das weitere gemeinsame Vorgehen in der Allianz und für die Erstellung eines neuen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes, für das eine Förderung von bis zu 20.000 Euro in Aussicht steht
Pestpfad in Wollbach: Gemeinde gibt auf
Ein alter Pestpfad in Wollbach führt über ein Privatgrundstück. Da die Gemeinde nicht nachweisen konnte, dass der Weg öffentlich gewidmet wurde, erhob der Grundstückseigentümer Klage vor dem Verwaltungsgericht Würzburg. Bei einer Ortseinsicht Anfang Juli legten Vertreter des Gerichts der Gemeinde nahe, das Verfahren einzustellen. Vor Gericht würde die Gemeinde verlieren. Der Gemeinderat beschloss daraufhin, das Verfahren mangels Erfolgsaussichten „notgedrungen" als abgeschlossen zu betrachten und gegen die Auflassung des Weges nichts weiter zu unternehmen.
Bauanträge
Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat für den Abbruch einer Scheune und Garage sowie den Neubau einer Lagerhalle mit Photovoltaikanlage, Stellplatzanlage und Stützmauern in Burkardroth. Hinsichtlich Wasserversorgung und Entwässerung ist ein Erschließungsvertrag mit der Gemeinde erforderlich.
In Stangenroth gab es grünes Licht für den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage. Eine Befreiung hinsichtlich der Dacheindeckung wurde erteilt: Statt Titanzink ist Aluminium geplant. Ebenfalls in Stangenroth stimmte der Rat mit einer Gegenstimme dem Neubau eines Zweifamilienwohnhauses mit Carport und Garage zu. Befreiungen wurden gewährt für Dachform, Dachneigung, die überschrittene Baugrenze sowie die Länge des Garagengebäudes.
Positiv beschieden wurde zudem die Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Gebäudes in Wollbach zu Wohnraum, mit Teilabbruch der Dachkonstruktion und Kniestockaufstockung bis zur Mittelpfette. Die Firsthöhe bleibt unverändert.
Mobilfunkmast in Poppenroth
Die Stadt Bad Kissingen informierte den Markt Burkardroth, dass in Poppenroth ein Mobilfunkmast errichtet wird. Er dient der Versorgung der Bundesstraße 286 und entlastet den Funkmast in Stralsbach. Der Gemeinderat erhob keine Einwände.













