Der Oberleichtersbacher Gemeinderat beschäftigt sich mit einer möglichen Umgehungsstraße für Breitenbach und Mitgenfeld. Das Thema wird für das Gremium mutmaßlich noch für mehrere Jahre ein Diskussionspunkt sein.
Bei einem ausgiebigen Ortstermin haben sich die Oberleichtersbacher Gemeinderäte verschiedene Gegebenheiten rund um den Ortsteil Mitgenfeld angesehen.
Los ging es beim Baugebiet „Am Oberdorf“, in dem zwar schon ein paar Bauplätze verkauft sind, aber eben noch nicht alle. Bürgermeister Dieter Muth (Aktive WG) erläuterte den Räten die Entwicklung des Baugebietes und die Bepflanzung entlang der gepflasterten Zufahrtsstraße.
Weil noch nicht alle Grundstücke verkauft sind, steht die Gemeinde in Mitgenfeld im Moment nicht unter Zugzwang, weiteres Bauland auszuweisen.
Kein nennenswertes Konfliktpotenzial
Weiter ging es zu einer eingezäunten Grünfläche, auf der neuerdings zwei Kamerunschafe gehalten werden. Die Räte sahen dort kein nennenswertes Konfliktpotenzial, wollten aber nichtöffentlich noch einmal im Detail über das Thema beraten.
Trasse im Süden möglich
Seit vielen Jahren wird über eine Umgehungsstraße für Breitenbach und Mitgenfeld diskutiert. Diese Thematik beschäftigte bereits die Vorgänger von Dieter Muth.
Der Gemeinderat schaute sich eine mögliche Trasse im Süden von Mitgenfeld an. Oliver Fell (CSU) fragte nach, ob es bei der Trasse zu Konflikten in Sachen Wasserschutzgebiet kommen könnte.
Bürgermeister Muth erläuterte den Verlauf einer denkbaren Trasse sehr detailliert und machte deutlich, dass die Umgehungsstraße weit genug von sämtlichen Gewässern entfernt liegen würde. Insofern seien keine Probleme mit Wasserschutzgebieten zu erwarten.
Das Thema Umgehungsstraße werde das Gremium allerdings noch eine ganze Weile in den kommenden Jahren beschäftigen.
Zurückhaltende Haushaltspolitik
Zum Haushaltsplan 2023 hat die staatliche Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamtes Bad Kissingen ihre Stellungnahme abgegeben. Die Prüfer mahnen eine zurückhaltende Haushaltspolitik an, auch im Hinblick auf die Auswirkungen der Inflation und den Ukraine-Krieg.
Keine Eile mit dem Klärschlamm
Die gemeinsame Klärschlammentsorgung in der Brückenauer Rhönallianz ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Noch ist unklar, wie die künftige Zusammenarbeit der Gemeinden konkret aussehen wird. Für die Gemeinde Oberleichtersbach geht es in dieser Angelegenheit vor allem um die Kläranlage in Modlos.
Denn in Unterleichtersbach gibt es bereits eine eigene Presse für den Klärschlamm. Und das Abwasser von Buchrasen beziehungsweise Dreistelz läuft bereits in Richtung Bad Brückenau.
Bürgermeister Muth sieht in dieser Angelegenheit keine Eile geboten. Wenn sich in Zukunft Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zum Beispiel mit den Bad Brückenauer Stadtwerken ergeben, dann werde das Gremium darüber zu gegebener Zeit erneut beraten.
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