Manuela Rottmann ist neue Schatzmeisterin von Bündnis90/Die Grünen. Die 52-jährige Bundestagsabgeordnete aus Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen) kam beim Bundesparteitag der Partei am Wochenende in Wiesbaden auf 78,4 Prozent der Delegiertenstimmen.
Sie sei dankbar, „dass die Partei mir das Vertrauen ausgesprochen hat, den Neustart mit voranzubringen“, sagte Rottmann in einer Stellungnahme gegenüber dieser Redaktion. Die Grünen hätten am Wochenende gezeigt, dass sie aus der Regierungszeit gelernt hätten. Trotz Gegenwinds werde man weiterhin „Verantwortung für Klimaschutz und Freiheit“ übernehmen.
Neben Rottmann gehören dem sechsköpfigen Bundesvorstand die beiden Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak, die stellvertretenden Vorsitzenden Heiko Knopf und Sven Giegold sowie die politische Geschäftsführerin Pegah Edalatian an. Zu Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl wurden Robert Habeck und Annalena Baerbock gewählt.
Kein Bundestagsmandat mehr
Weil laut Grünen-Satzung nur zwei der sechs Vorstandsmitglieder auch ein Abgeordnetenmandat haben dürfen und dieses Privileg Brantner und Banaszak nutzen, wird Manuela Rottmann ihr Bundestagsmandat zum 1. Dezember zurückgeben. Das bestätigte sie gegenüber dieser Redaktion. Die Juristin war seit 2017 als Vertreterin des Wahlkreises Bad Kissingen Mitglied des Bundestags.
Die unterfränkischen Grünen sind damit künftig nur noch durch Niklas Wagener aus Aschaffenburg im Bundestag vertreten. Rottmanns Nachfolger auf der bayerischen Grünen-Liste wird bis zur Auflösung des Bundestags im Zuge der Vertrauensfrage Uwe Kekeritz aus Mittelfranken.












