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Von Schondra nach Einraffshof
Ortsverbindung: Tempo-Beschränkung trotz Neubaus
Tempo 50 zwischen Schondra und Einraffshof
Das Tempo-50-Schild am Anwesen Wolf zwischen Schondra und Einraffshof scheint noch von der Ausbauzeit der Staatsstraße 2431 herzurühren. In die Gegenrichtung darf 100 km/h gefahren werden. // Steffen Standke
Schondra – Straßenerneuerung und dennoch Tempolimits: Unterschiedliche Geschwindigkeiten geben Autofahrern Rätsel auf. Welche Erklärungen hat die Behörde?

Die Straßenverbindung zwischen Unterleichtersbach und Schondra (Staatsstraße 2431) fährt sich wunderbar, insbesondere, nachdem im Sommer und Herbst 2025 die Buckelpiste zwischen Einraffshof und dem Abzweig der Gemeindestraße „Märzgrund“ Richtung Schildeck beseitigt wurde.

Einige Autofahrer auf diesem Abschnitt dürften sich aber wundern: über scheinbar uneinheitliche Geschwindigkeitsbeschränkungen. Von Einraffshof in Richtung Schondra darf durchgängig 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden, in die Gegenrichtung ab dem Anwesen Wolf/Kranverleih Wiemann nur 50. Und das, obwohl bei der Straßenerneuerung durch leichte Trassenänderung die Kurve entschärft und Leitplanken installiert wurden.

Erkenntnisse einer Verkehrsschau

Die Redaktion hat beim Landratsamt nachgefragt. Die Bad Kissinger Kreisbehörde antwortet nach Rücksprache mit dem für den Ausbau der St 2431 zuständigen Staatlichen Bauamt in Schweinfurt.

„Bei einer regelmäßigen Verkehrsschau am 13. November 2025 haben die Polizeiinspektion Bad Brückenau, die Untere Straßenverkehrsbehörde am Landratsamt und das Staatliche Bauamt festgestellt, dass die Beschilderungen an oben vorgenanntem Streckenabschnitt nach dem Ausbau nicht mehr rechtskonform sind“, schreibt Pressesprecherin Nathalie Bachmann.

In Fahrtrichtung Unterleichtersbach sei, durch die Rechtskurve bedingt, die Sicht auf die Ausfahrt des Kranverleihs Wiemann nach wie vor so stark eingeschränkt, dass die Sichtweiten laut Staatlichem Bauamt Tempo 70 nicht erlauben. Gerade bei langen Fahrzeugen könne es bei der Ausfahrt aus dem Betrieb zu gefährlichen Situationen kommen. „In der Gegenrichtung ist die Sicht einwandfrei, sodass hier in die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde außerorts nicht eingegriffen werden muss.“

Neue Regelung in Fahrtrichtung Unterleichtersbach

Deswegen darf laut Bachmann in Fahrtrichtung Schondra nach den Bauarbeiten durchgehend Tempo 100 km/h außerorts gefahren werden. „In Fahrtrichtung Unterleichtersbach wird die Geschwindigkeit zunächst auf 70 km/h, dann auf 50 km/h reduziert. Nach der Gefahrenstelle wird die Beschränkung auf 50 km/h wieder aufgehoben.“

Am 3. Dezember ist die beschriebene Beschilderung Richtung Einraffshof/Unterleichtersbach allerdings noch nicht umgesetzt.  Vor dem Anwesen Wolf drosselt lediglich ein Schild mit dem Zusatz „Seitenstreifen nicht befahrbar“ den Verkehr auf Tempo 50 herunter. Da die Geschwindigkeitsbegrenzung nach dem Gehöft nicht aufgehoben wird, müssen Autofahrer im selben Tempo auf der bestens ausgebauten und gesicherten Fahrbahn bis zu Ortseingang von Einraffshof in dem Tempo weiterzuckeln (und innerorts auch).

Beschränkung auf Gemeindestraße bleibt

Kurz nach der Staatsstraße 2431 wurde auch die Gemeindestraße „Märzgrund“ Richtung Schildeck erneuert. Auch hier bleibt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf letztlich 50 km/h vor der Autobahn-Unterführung bestehen – und zwar in beiden Richtungen. Sie war erst 2024 eingeführt worden, als man feststellte, dass die Straße selbst bei trockenem Wetter nicht mehr griffig und besonders die Kurven Gefahrenstellen darstellten. Deswegen auch die Beschliderung „Schleudergefahr“. Vorher existierte keine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Auskunft über die Gemeindestraße und die Geschwindigkeitsbeschränkung dort gibt Schondras Bürgermeister Bernold Martin (CSU). „Derzeit bleibt es so. Nach dem Ausbau löst sich ja auch noch feiner Split von der Straße ab“, sagt er. Wenn dieser Prozess abgeschlossen sei, könne man neu schauen.

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