0
200.000 Euro aus München
Solidaritätswelle für Kissinger Hütte hält an
Kissinger Hütte in der Rhön
Der Wiederaufbau der Kissinger Hütte auf dem Feuerberg in der Rhön läuft. // Anand Anders
Signet des Fränkischen Tags von Simon Snaschel
Sandberg – Ein Jahr nach dem verheerenden Brand freut sich Rhönklub-Vorsitzender Manfred Egert über eine Spendenzusage aus München. Welche Arbeiten derzeit laufen und wann die Gastronomie geöffnet haben soll.

Ein Jahr ist es her, dass der Brand der Kissinger Hütte die Region erschütterte. Am frühen Morgen des 18. März 2025 stand das beliebte Ausflugsziel bei Sandberg (Landkreis Rhön-Grabfeld) in der Rhön in Flammen, das Hauptgebäude brannte nieder. Das Unglück löste eine Welle der Solidarität aus, die bis heute anhält.

„Es heißt immer, die Leute halten nicht zusammen. Das stimmt einfach nicht“, so Manfred Egert. Der 68-jährige Pensionär ist Vorsitzender des Rhönklubs Bad Kissingen, der sich um den Wiederaufbau der Hütte bemüht. In Summe sind dafür bis heute rund 450.000 Euro an Spenden und Fördergeldern zusammengekommen, so Egert.

Kissinger Hütte in der Rhön
Die Kellerräume für die neue Kissinger Hütte sind im Rohbau bereits fertig. // Anand Anders

Jüngst erhielt der Rhönklub die Zusage über 202.500 Euro aus den Fraktionsinitiativen der Regierungsparteien im Bayerischen Landtag, der CSU und Freien Wähler. „Das ist toll und verschafft uns einen deutlich größeren Spielraum“, so Egert. „Die Unterstützung insgesamt ist der Wahnsinn, das ist schon verrückt.“

Neubau der Kissinger Hütte geht gut voran

Für Sandro Kirchner (CSU), Staatssekretär im Innenministerium und selbst in der Rhön zu Hause, bedeutet die Kissinger Hütte „eine besondere Identifikation“. „Sie steht für die Geschichte der Rhöner, die raue Landschaft der Rhön und für das Land der offenen Ferne“, so der Premicher. „Natürlich ist die Kissinger Hütte ein Treffpunkt und in Bezug auf den Wandertourismus ebenfalls von Bedeutung.“ Er sei froh, dass die Fraktionen den Wiederaufbau der Einrichtung unterstützen können.

Derzeit passiere viel auf der Baustelle, erklärt Manfred Egert. „Die Kellerwände wurden gestellt, die Deckenfertigteile sind drauf, jetzt wird alles verfestigt. Die Elektriker kümmern sich um die Vorbereitungen für die Stromleitungen, der nächste Schritt ist dann die Bodenplatte“, beschreibt der 68-Jährige die gegenwärtigen Arbeiten. „Es geht gut voran.“

Kissinger Hütte soll ab August 2026 geöffnet sein

Durch den erneuten Wintereinbruch vor einigen Wochen sei man allerdings in leichten Verzug geraten. „Den 1. Juli als geplanten Eröffnungstag werden wir nicht ganz halten können. Aber wir wollen die Gastronomie ab 1. August wieder öffnen und Mitte September die offizielle Eröffnung feiern“, so Egert.

Geplant ist, den Neubau an das historische Gebäude anzulehnen. Im neuen Gastraum soll Platz für 70 Personen sein. Das Bettenhaus bleibt bestehen. Notwendig ist dagegen der Bau einer neuen Außenterrasse.

Inhalt teilen
  • kopiert!