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Energiegewinnung
Jetzt sind die Auraer am Zug
Photovoltaik-Freiflächenanlage (Symbolbild)
Eine oder gar zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen könnten bei Aura entstehen, wenn die Einwohner einverstanden sind. Symbolbild: Sky-A380/adobestock.com // Sky-A380/adobestock.com
Die beiden für die Photovoltaik-Anlagen vorgesehenen Flächen im „Frankenfeld“ am Weg nach Trimberg betragen jeweils gut 30 Hektar.
Die beiden für die Photovoltaik-Anlagen vorgesehenen Flächen im „Frankenfeld“ am Weg nach Trimberg betragen jeweils gut 30 Hektar. // Skizze: Gemeinde Aura/Repro: Ehling
Aura an der Saale – Bürgerinnen und Bürger können jetzt mitentscheiden, ob es eine oder gar zwei Photovoltaik-Anlagen geben soll oder auch gar keine.

Die zweite Veranstaltung zur geplanten Photovoltaik-Anlage - diesmal vom Investor 1A-Solar-Projekt GmbH - lockte gut 50 Bürgerinnen und Bürger in die Festhalle, die sich zur Energie-Freiflächen-Maßnahme informieren ließen.

Zu diesem Groß-Projekt will Aura die Einwohnerschaft in die Entscheidung einbinden und deren Meinung hören. Bis zum 17. Mai können die Ortseinwohner ihre Stimme abgeben. Das Ergebnis wird in der darauffolgenden Ratssitzung veröffentlicht.

Planer Mathias Mönkeberg aus Schweinfurt steht hinter 1A-Solar. Er stellte mit Sohn Johannes seine Firma und die bisherigen Projekte vor. Dies sind der Solarpark Maßbach mit einer Leistung von 28 Megawattpeak (MWp) und der Solarpark Theinfeld mit 12 MWp. Mönkeberg verfügt seit 2005 über Erfahrung im PV-Anlagenbau.

Technik und Tiere

Nach Darstellung Mönkebergs ist eine PV-Anlage keine „Industriebrache“ - eher das Gegenteil. Ökologische Verwendung sei trotz der Module durchaus möglich beispielsweise durch Schafe aber durch Kleintiere und Insekten. So entstehe eine Doppelnutzung.

Für den Schweinfurter ist Photovoltaik die beste Alternative, ein schnelleres, günstiges und das verträglichste Mittel gegen die Energiekrise. Denn die Wasserkraft sei erschöpft, Biogas zu flächenintensiv und Windkraft zu aufwendig und unbeliebt.

Von mehreren möglichen Einspeise-Punkten sei Fuchsstadt mit einem eigenen Umspannwerk dem Vernehmen nach der geeignetste Ort. Die Anlage, 3,5 Prozent des Gemeindegebiets, bringe jährlich eine Leistung von circa 44 MWp, die ausreicht 10.500 Drei- und Vier-Personen-Haushalt e zu versorgen. Die CO2-Einsparung betrage rund 25.000 Tonnen im Jahr.

Einnahmen für die Gemeinde

Dem Gemeindesäckel kann die PV-Anlage nur gut tun. Er erhält 75.000 Euro pro Anlage plus die Gewerbesteuer. Insgesamt addiert sich der jährliche Ertrag auf rund 100.000 Euro, die auf 20 Jahre festgeschrieben sind. Für Bürgermeister Thomas Hack wäre dies „ein wichtiger Eckpfeiler für die Finanzierung gemeindlicher Aufgaben“.

Selbstredend ist neben der Beteiligung der Gemeinde auch eine Bürgerbeteiligung möglich, so der Investor. Einige Fragen zum Beispiel über Beteiligungsformen oder den Flächenausgleich für Grundstückspächter wären im Detail zu klären. Doch dazu muss erst die Zustimmung der Bürger vorliegen, die den Gemeinderat ermächtigt einen Bebauungs-plan zu erstellen. Bei positiver Entscheidung wäre der Baubeginn in ungefähr zwei Jahren möglich.

Stimme abgeben

Die Bürger können ab sofort bis zum 17. Mai ihre Stimme im Bürgerbüro der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf (Zimmer 002) zu den allgemeinen Öffnungszeiten abgeben.

Auch im Auraer Rathaus ist dies am Donnerstag. 11. Mai, in der Zeit von 18 bis 20.30 Uhr sowie am Sonntag, 14. , und am Donnerstag, 18. Mai, jeweils von 9.30 bis 12 Uhr möglich. Alle Bewohner Auras, die am 8. Mai das 16. Lebensjahr vollendet haben, können abstimmen.

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