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Eröffnung im Sommer 2026
Kissinger Hütte 2.0: Wiederauferstehung in der Rhön
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Vorfreude auf die Kissinger Hütte 2.0: Schon im nächsten Jahr soll eine neu Kissinger Hütte auf dem Rhöner Feuerberg Wanderer und andere Gäste anlocken. Daran arbeiten (von links) Horst Karl (Kassier Rhönklub-Zweigverein Bad Kissingen), Rhönklub-Präsident Klaus Neisser und Manfred Egert (Vorsitzender Rhönklub Bad Kissingen). // Gerhard Fischer
Signet des Fränkischen Tags von Gerhard-Jirko Fischer
Langenleiten/Wildflecken
Langenleiten/Wildflecken – Die Spendenbereitschaft für den Wiederaufbau der Wanderhütte ist groß. Neue Vorschriften erzwingen neue Lösungen. Bald singt sogar Elvis für den Neustart.

„Der Entschluss, die Kissinger Hütte wiederaufzubauen, stand am Tag eins nach dem Brand fest“, sagt Manfred Egert, Vorsitzender des Rhönklub-Zweigvereins Bad Kissingen, am Mittwochnachmittag vor den Resten der Brandruine. An Entschlusskraft mangelt es ihm auch nicht Anfang Juli, rund vier Monate nach dem verheerenden Brand der Rhöner Institution. Immer wieder klingelt das Handy, immer wieder geht es um Termine rund um die Kissinger Hütte und ihre Wiederauferstehung.

Das THW bringt täglich Wasser auf das Feuerberg-Plateau, denn der Staub der Abriss-Arbeiten soll gebunden werden. Absprachen mit Behörden sind zu treffen, alle möglichen Firmen und andere Unterstützer tragen ihren Mosaikstein zum Neuanfang bei. Ein kurzer Anruf auf dem Smartphone, und wieder ist ein Problem gelöst.

„Unser Zeitplan sieht vor, dass die neue Kissinger Hütte im ersten Halbjahr 2026 eröffnet“, gibt Manfred Egert ein ehrgeiziges Ziel vor. Der Bauplan für die neue Hütte ist schon weit fortgeschritten, bis August soll er genehmigungsfähig sein. Bis dahin gebe es noch die eine oder andere Absprache zum Design der neuen Hütte, dieses müsse mit der Versicherung abgestimmt werden. Vereinfacht ausgedrückt steht die Versicherung für den baulichen Umfang der alten Kissinger Hütte gerade. Ein Neubau werde aber die neuen gesetzlichen Vorgaben nach Barrierefreiheit oder nach Raumhöhen einhalten müssen. Der neue Gastraum wird mit 3,50 Metern Höhe gebaut, der alte hatte eine Deckenhöhe von 2,50 Metern, nennt Egert ein Beispiel.

Weniger Keller, mehr Platz in der Hütte

Das Bettenhaus wird einen direkten Zugang zur Hütte bekommen, so die aktuellen Planungen. Dadurch wird das Dach des Bettenhauses in das Dach der neuen Kissinger Hütte ragen, beide Gebäudeteile verschmelzen so etwas mehr miteinander. Manfred Egert weiß noch einige andere Details. So soll das Kellergeschoss etwas verkleinert werden im Gegensatz zum Vorgänger, dafür erhält der Hüttenbetrieb mehr Raum. „Der Basaltsockel wird nicht komplett erhalten, aber sichtbar bleiben“, so Egert weiter. Basalt ist das typische Gestein des Feuerbergs wie auch der Rhön.

Der ursprüngliche Charakter soll auf jeden Fall erhalten bleiben. „Wir wollen keine Kantine, keine Bahnhofshalle“, sagt der Zweigvereinsvorsitzende und Kopf der Aufbauarbeiten, bei dem viele Fäden zusammenlaufen. Das Gebäude, so der aktuelle Plan, soll eine Holzverschalung bekommen, wie sie schon der Bettenbau besitzt. Der war vom Feuer weitgehend verschont geblieben.

Wichtiges Thema Barrierefreiheit

Ein wichtiges Element wird die Barrierefreiheit sein. Darüber freut sich auch Rhönklub-Präsident Klaus Neisser, der sich am Mittwoch bei einem Pressetermin ein Bild von den Abbrucharbeiten machte. „Es wird noch drei Wochen dauern, bis alles clean ist“, so Egert. Die Abbrucharbeiten seien erschwert worden, weil die gesamte Kellerdecke geschädigt ist und entfernt werden musste.

Der Neubau soll eine PV-Anlage erhalten, die den Energiehunger der Hütte stillen hilft. Auch an E-Bike-Ladestationen soll gedacht werden. Und natürlich ist auch der Brandschutz ein ganz wichtiges Thema. So ist eine Zisterne geplant, die 50 Kubikmeter Löschwasser bereithalten soll. Fehlende Hydranten oder eben eine Zisterne hatten beim Brand die Löscharbeiten erschwert. Außerdem hat Egert Pläne für eine CO₂-Löschanlage. Die soll im Raum des PV-Speichers angesiedelt werden und könnte Brände im Zusammenhang mit der Elektrik schnell eindämmen.

Rhönklub-Zweigverein Wildflecken übergibt Scheck

„Die geldliche Unterstützung ist weiterhin nötig“, so der Rentner, der neben dem Rhönklub-Zweigverein auch den Verein „Freunde der Kissinger Hütte“ führt. Der hatte in den vergangenen Jahren die Sanierung des Wanderer-Ziels unterstützt. Zu den Unterstützern gehört neben anderen auch der Rhönklub-Zweigverein Wildflecken. Dessen Vorsitzende Steffi Eiter konnte zum Pressetermin am Mittwoch zum Stand der Arbeiten einen 1000-Euro-Scheck überreichen. Das ist der Erlös aus einem Weißwurstfrühstück des Vereins zugunsten des Wiederaufbaus. Den Betrag rund gemacht hatten noch die Vorstandsmitglieder mit Spendenbeiträgen. Dazu gab es noch das Rhönklub-Wappen als Laubsägearbeit von Arnim Waldau.

Die Wildfleckener haben noch eine zweite Idee: Am Sonntag, 13. Juli, wird das Presley-Double „Duke Elvis“ in der „Gobriels-Scheuer“ in der Bahnhofstraße 2-4 in Wildflecken gastieren und Elvis-Klassiker zum Besten geben. Ab 17 Uhr ist Einlass, gegen 19 Uhr wird das Double dann auftreten. Bereits im Januar hatte er zum 90. Geburtstag des King of Rock ’n’ Roll dort gastiert.

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