Geschichte
Neustadt-Vorträge beleuchten Städtegründer
CHW veranstaltet Reihe von Vorträgen in Neustadt und Sonneberg
Familie der Andechs-Meranier aus dem Schlackenwerther Codex (1353).
Repro: Thomas Schwämmlein, CHW-Bezirksgruppe
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Neustadt – Zum 775. Jubiläum Neustadts gibt es eine Vortragsreihe des Colloquiums Historicum Wirsbergense in Neustadt selbst und in Sonneberg.

Die Bezirksgruppe Sonneberg/Neustadt des Geschichtsvereins Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) beginnt am Montag, 30. Januar, mit ihrem Vortragsprogramm, dessen Schwerpunkt bis Mai das Jubiläum „775 Jahre Neustadt bei Coburg“ sein wird.

Deswegen ist das Thema des nächsten Vortragsabends „Die Städtegründungen der Andechs-Meranier“ am 30. Januar ab 19.30 Uhr in der Kultur.werk.stadt (Bahnhofstraße 22). Prof. Günter Dippold eröffnet damit auch die Vortragsreihe der Bezirksgruppe und einer ganzen Folge von Neustadt-Vorträgen. Denn Neustadt blickt heuer auf 775 Jahre schriftlich dokumentierte Geschichte zurück.

Otto II., der letzte Meranische Herzog am Obermain

1248 verstarb mit Otto II. der letzte Meranische Herzog am Obermain. Auf seinem Sterbebett gab er damals auch einen Markt Neustadt – „Forum Nuwenstat“ – an das Kloster Banz zurück. Das ist die erste, mehr oder minder zufällige, schriftliche Erwähnung Neustadts.

Der Referent, der Historiker Günter Dippold, oberfränkischer Bezirksheimatpfleger, Honorarprofessor an der Uni Bamberg und CHW-Vorsitzender, kennt die Meranischen Herzöge sehr genau. Und das Neustadt-Thema passt auch überregional, denn der erwähnte Markt war förmlich der erste Schritt hin zur späteren Stadt-Geschichte in Neustadt und andernorts in Franken.

Neustadt zeigt, wie einst städtische Zentren entstanden

Insofern eignet sich das Beispiel Neustadt um darzustellen, wie einst städtische Zentren entstanden sind, heißt es in einer Pressemitteilung des CHW.

Die Bezirksgruppe möchte gleich mit mehreren Vorträgen – die Reihe steht unter dem Titel „NEC: die ersten Jahrhunderte“ – die frühe Geschichte Neustadts beleuchten. Weitere Vorträge – jeweils in der Kultur.werk.stadt – befassen sich mit „Naturraum und Geologie“ (am 28. Februar mit Eckart Mönnig), der „Vorgeschichtlichen Besiedlung“ (am 17. März mit Philipp Schinkel), dem „Muppberg als Hausberg der Neustadter“ (am 3. April mit Isolde Kalter), den „Frühen Verkehrswegen um Neustadt“ (21. April mit Thomas Schwämmlein) und den archäologischen Untersuchungen an der Stadtkirche St. Georg (am 8. Mai mit Matthias Tschuch).

Zu dieser CHW-Veranstaltungsreihe gehören auch zwei Vorträge in Sonneberg

Zwei weitere Vorträge im Sonneberger Stadtteilzentrum „Wolke 14“ setzen derweil noch einige andere Akzente. Am 9. Februar werden sich Hannelore Schneider und Prof. Alfred Erck aus Meiningen mit dem 1782 in Sonneberg verstorbenen Herzog Carl von Sachsen-Coburg-Meiningen befassen.

Und am 30. März werden Mathias Seidel und Dominik Labitzke vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen an der Erdgasleitung im Raum Sonneberg vorstellen. Dort sind einstige „Waldgewerbe“ der Schwerpunkt.

Das gesamte Vortragsprogramm des CHW ist auf der Homepage des Vereins unter chw-franken.de zu finden.

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