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Aufführung
Berndorfer Kirchenmäuse entführen den Papst
Taxifahrer Samuel Leibowitz (Martin Geiger) hat den Papst (Dietmar Hofmann) entführt. Fotomontage: Susan Müller
Taxifahrer Samuel Leibowitz (Martin Geiger) hat den Papst (Dietmar Hofmann) entführt. // Fotomontage: Susan Müller
Thurnau – Es ist alles eine Frage des Lösegeldes: Das ist im Grunde fast schon das Fazit des Stücks "Der Tag, an dem der Papst entführt wurde". Hier gibt es Karten.

Ein ganz besonderes Stück, das perfekt in die heutige, von Krisen und Kriegen geschüttelte Zeit passt, haben die Berndorfer Kirchenmäuse für die neue Spielzeit herausgesucht: „Der Tag, an dem der Papst entführt wurde“. In der Komödie von João Bethencourt geht es um nicht weniger als die Suche nach dem Frieden auf Erden.

Darum geht es in dem Stück

Premiere ist am Freitag, 13. November, um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum „Lichtblick“ in Thurnau, neun Vorführungen stehen auf dem Programm. Der Vorverkauf hat soeben begonnen (siehe Kasten „Die Theatersaison“).

Zum Inhalt: Papst Albert IV. (Dietmar Hofmann) möchte bei einem Staatsempfang in Bamberg dem offiziellen Zeremoniell entfliehen und verlässt das Hotel unerkannt durch einen Hinterausgang. Er nimmt sich ein Taxi und gerät ausgerechnet an Samuel Leibowitz (Martin Geiger), einen jüdischen Taxifahrer, der seiner Familie immer wieder mit seinen skurrilen Einfällen auf den Wecker geht.

Anstatt den Papst nach Vierzehnheiligen zu fahren, packt Samuel die Gelegenheit beim Schopf und entführt ihn – aber nicht etwa um Geld zu erpressen. Nein, er will einen Tag Frieden auf der Welt erzwingen.

Dieser Gedanke begeistert den unkonventionellen Papst mehr und mehr. Er fühlt sich im Haus von Samuel und Sarah Leibowitz (Jasmin Graß) und deren Schwester Mirjam (Franziska Pichl) sichtlich wohl. Während draußen die Welt gebannt Nachrichten schaut (Ingrid Erhardt als Ansagerin Dagmar Burghoff), genießt der heilige Mann die Stunden seiner Entführung.

Lange bleibt der hohe Gast im Hause Leibowitz allerdings nicht verborgen: Der neugierige Hausfreund Rabbi Abraham Rosenthal (Björn Müller) verrät der Polizei den Aufenthaltsort des Papstes – und wenig später stehen Polizei (Alexander Herold), Armee (Sabrina Dörnhöfer) und ein verzweifelter Kardinal (Harald Kretter) vor dem Haus, um Albert IV. zu befreien. Doch sie alle haben nicht damit gerechnet, dass Samuel und sein Sohn David (Fabian Geiger) mutig und unkonventionell zum Gegenangriff blasen ...

Vor fast 20 Jahren haben die Berndorfer Kirchenmäuse dieses ebenso lustige wie nachdenklich stimmende Stück schon einmal gespielt. Mit Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland und der Welt haben sie sich zu einer Neuauflage entschlossen. Die Besonderheit: Keiner der Darsteller spielt die gleiche Rolle wie damals.

 

Regie führt Christa „Bibi“ Bialas-Müller, ihr zur Seite steht erstmals – auch als Souffleuse – Tanja Erhardt. Den technisch sehr anspruchsvollen Part übernimmt Luca Barcatta.

Der Erlös der Aufführungen kommt wie in den Vorjahren sozialen Zwecken zugute.  dh

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