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FDP Kulmbach wird 80
Seehofer-Tochter erklärt in Kulmbach ihren Plan für die FPD
Für 25-jährige Parteizugehörigkeit zur FDP ehrten Susanne Seehofer und Thomas Nagel (Mitte) den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Lothar Huber aus Marktleugast.
Für 25-jährige Parteizugehörigkeit zur FDP ehrten Susanne Seehofer und Thomas Nagel (Mitte) den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Lothar Huber aus Marktleugast. // Stephan Herbert Fuchs
Kulmbach – Die FDP Kulmbach ist Tiefen und Höhen gewöhnt. Zum 80-jährigen Bestehen hat jetzt Susanne Seehofer als prominenter Gast erklärt, wie die Partei wieder über die Fünf-Prozent-Hürde kommen soll.

 Am 10. Dezember 1945 wurde der FDP-Kreisverband Kulmbach als einer der ersten bayerischen FDP-Kreisverbände in Bayern gegründet. Leicht hatten es die Liberalen seitdem nie.

Stetes Auf und Ab

Bei der Wahl zum ersten Bayerischen Landtag kam die Partei auf 5,7 Prozent. Bei den ersten Bundestagswahlen waren es schon 11,7 Prozent. 1954 ging es dann schon wieder abwärts, da waren es nur noch 7,2 Prozent. „Ein Auf und Ab gab es immer“, waren sich die Mitglieder bei der Feier zum 80. Geburtstag des Kreisverbandes Kulmbach in der Kommunbräu einig.

Susanne Seehofer will Partei nach vorne bringen

Bei den Bundestagswahlen im Februar dieses Jahres stürzte die Partei auf 4,3Prozent ab und schied zum zweiten Mal in ihrer Geschichte nach der Wahl 2013 aus dem Parlament aus. Jetzt aber soll es wieder aufwärts gehen. Eine, die dafür sorgen will, ist Susanne Seehofer, Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Sie war auch die prominenteste Gratulantin bei der Geburtstagsfeier in Kulmbach.

Blick zur Kulmbacher Plassenburg

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Dort rührte sie kräftig die Werbetrommel für die bayerischen Kommunalwahlen am 8. März 2026. „Der Wiederaufbau unserer Partei kann nur gelingen, wenn wir in den Kommunalparlamenten verankert sind“, sagte sie. Der Liberalismus habe dieses Land groß und stark gemacht. Das Nein zum Aufweichen der Schuldenbremse, zu weiteren Steuererhöhungen und zum Tempolimit sei zwar richtig gewesen, doch nur um das Schlimmste zu verhindern, würde niemand die FDP wählen.

So soll der Aufstieg wieder gelingen

Deshalb arbeite man bereits am neuen Grundsatzprogramm. Einige Eckpunkte konnte Susanne Seehofer schon verraten: Die FDP wende sich gegen jede ideologiegetriebene Verkehrspolitik und damit gegen das beabsichtigte Verbrenner-Aus im Jahr 2035.

Die FDP trete für eine geordnete Migration ein und stehe für Aufstieg und Bildung. Und schließlich lehne die FDP auch die Mütterrente ab, die dem Staat 20 Milliarden koste, aber jeder Rentnerin nur 20 Euro mehr pro Monat bringen soll. „Das Geld in Kitas, Schulen und in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stecken wäre allemal besser als Wahlgeschenke zu machen, so Susanne Seehofer.

Eine weitere Gratulantin war die stellvertretende Kulmbacher Landrätin Christina Flauder, bis vor kurzem noch SPD, jetzt WGK. Die FDP sei mit der Kulmbacher Stadt- und Kreispolitik eng verbunden, sagte sie. Ihr Orts- und Kreisvorsitzender Thomas Nagel, der auch Stadt- und Kreisrat ist, sei in Kulmbach als Gesicht der FDP und aus der Stadt- und Kreispolitik nicht mehr wegzudenken. „Die Demokratie braucht die FDP, ich wünsche mir, dass ihr aus dem Tief wieder herauskommt“, so Christina Flauder.

Hoffnung: Sprung über Fünf-Prozent-Hürde

Thomas Nagel bezeichnete die FDP als in Kulmbach fest verankert. „Wir sind eine starke Stimme, wenn es um Bürgerrechte geht“, sagte er. Auch wenn Thomas Nagel seit 17 Jahren Stadt- und Kreisrat ist, so sei die FDP in Kulmbach längst keine „One-Man-Show“. Thomas Nagel: „Wir sind eine wunderbare Partei, die für ein offenes und freundliches Kulmbach steht.“ Große Hoffnungen setzte auch er auf „Powerfrau“ Susanne Seehofer. „Wenn uns jemand über die Fünf-Prozent-Hürde bringt, dann sie.“

Eine Ehrung gibt es auch noch

Bei der Geburtstagsfeier wurde Lothar Huber aus Marktleugast für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der Partei mit der Theodor-Heuss-Medaille in Bronze geehrt. Er ging in seinen Dankesworten davon aus, dass die jetzige Koalition auf Bundesebene ohnehin nicht mehr lange halte, und dass die FDP dann wieder mit von der Partie ist.

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