Elektrifizierung
Kulmbachs Landrat fordert sofortiges Handeln
Oberfränkische Kommunalpolitiker fordern ein sofortiges politisches Handeln bei der Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg – Hof – Dresden.
Oberfränkische Kommunalpolitiker fordern ein sofortiges politisches Handeln bei der Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg – Hof – Dresden.
Werner Reißaus
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kulmbach – Oberfränkische Kommunalpolitiker verlieren in der Diskussion um die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Nürnberg – Hof die Geduld.

Das bayerische Ziel der Klimaneutralität bis 2040 ist nach Ansicht von Klaus Peter Söllner, Landrat und Sprecher der Interessengemeinschaft „IGE Oberfranken-Achse“, nur mit weitreichenden und rechtzeitigen Weichenstellungen für den Schienenverkehr zu erreichen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Söllner war eigenen Angaben zufolge als Sprecher der „IGE Oberfranken-Achse“ mit zahlreichen politischen Vertretern in München bei der Unterzeichnung der Resolution zur Franken-Sachsen-Magistrale, sondern mehrfach mit Staatsminister Christian Bernreiter in München und Kulmbach zusammen und hat in Döllnitz die gemeinsame Initiative der IGE von Landrat Oliver Bär, Landrat Peter Berek und Oberbürgermeisterin Eva Döhla übergeben.

Zentrale Kernpunkte für die Zukunft der Schiene in Nordbayern sind dabei nach Ansicht Söllners und der Interessengemeinschaft:

Elektrifizierung ohne Alternative

- Der Raum zwischen Hof, Nürnberg und Regensburg sei die „größte Dieselinsel“ in Mitteleuropa, die Franken-Sachsen-Magistrale gelte als die meist frequentierte Bahn-Dieselstrecke in Deutschland. Die Schließung der Elektrifizierungslücke sei verkehrlich, strukturpolitisch und aktuell, sowohl geopolitisch als auch ökologisch, ohne Alternative!

- Die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale stehe seit 30 Jahren im vordringlichen Bedarf der Bundesverkehrswegeplanung (BVWP), sei Bestandteil der Koalitionsvereinbarung von SPD, FDP und den Grünen sowie des Staatsvertrags zwischen Deutschland und Tschechien. Sie sei die zentrale Infrastrukturmaßnahme der Bahn-Elektrifizierung für das Zusammenwachsen der ehemaligen Zonengrenzregionen und von internationaler Bedeutung für den Personen- und Güterverkehr.

Baldige Entscheidung gefordert

- Gefordert wird eine sofortige Revision der Nutzen-Kosten-Untersuchung als auch eine baldige politische Entscheidung zur Beauftragung der Weiterplanung der Strecke auf dem Gesetzesweg des Bundes.

- Die Elektrifizierung sei die zentrale Voraussetzung für weitere Maßnahmen des Freistaats für den Nah- und Regionalverkehr, so die Elektrifizierung der Oberfranken-Achse Bamberg/Coburg – Bayreuth/Hof.

Auf Neigetechnik setzen

-   Nur die Neigetechnik ermögliche höhere Bogengeschwindigkeiten bis 160 km/h und kürzere Fahrzeiten. Die Fortführung des Neigetechniknetzes, mit jährlich 8,6 Millionen gefahrenen Zugkilometern in Nordbayern, ab 2032 mit einem neuen, CO2-neutralen, barrierefreien Neigetechnik-Fahrzeug mit Hybrid-Neigetechnik-Triebwagen, der sowohl mit Brennstoffzelle als auch mit Oberleitungsbetrieb fahren könne, sei ein Kernpunkt der Zukunft der Schiene für die Region, so der Forderungskatalog abschließend.

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