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Sperrung B 289
Verkehrslawine rollt auf Kasendorf und Mainleus zu
Das Staatliche Bauamt Bamberg sperrt am Mittwoch die B 289.Symbolbild/Ardan Fuessmann/imago
Das Staatliche Bauamt Bamberg sperrt am Mittwoch die B 289. // Symbolbild: Ardan Fuessmann/imago
Mainleus/Kasendorf – Die bevorstehende Sanierung der B 289 bei Burgkunstadt dürfte massive Auswirkungen auf Teile von Mainleus und Kasendorf haben.
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Die Sanierung der Bundesstraße 289 von Theisau bis Mainklein (Stadtteile von Burgkunstadt) dürfte gravierende Auswirkungen auf den Landkreis Kulmbach haben.

Das Staatliche Bauamt Bamberg sperrt die Bundesstraße ab Mittwoch, 30. September 2026.

6830 Fahrzeuge sind nach Angabe des Staatlichen Bauamts täglich auf dieser Strecke unterwegs. Davon entfallen etwa 623 Fahrzeuge auf den Schwerverkehr. Diese Zahlen stammen aus der letzten Verkehrszählung im Jahr 2024.

Für die Arbeiten wird die Bundesstraße zwischen den beiden Orten bis voraussichtlich Ende November dicht gemacht.

Die Umleitung führt über die St 2191 über Altenkunstadt und Weismain, weiter über die Kreisstraße LIF 6 nach Buchau, die Kreisstraße KU 4 bis Krumme Fohre, über die St 2190 nach Katschenreuth und bis nach Kulmbach weiter zur B 289.

Wie viele Fahrzeuge diese Umleitung nutzen werden, das lässt sich laut der Bamberger Behörde im Voraus nicht genau sagen und wird sich erst in der nächsten Woche zeigen.

Die gewählte Streckenführung liegt wohl daran, dass die Kreisstraße bei Willmersreuth voraussichtlich noch bis 15. Oktober gesperrt ist. Dort werden am Fuße des Bergs eine Querungshilfe angelegt, die Bushaltestelle um eine Busbucht erweitert und der Einmündungsbereich der Austraße in die Kreisstraße erneuert.

Doch bis zum Ende dieser Baustelle konnte das Staatliche Bauamt nicht warten. Ein Baubeginn erst Mitte oder Ende Oktober wäre aus bautechnischen Gründen nicht möglich gewesen, heißt es aus Bamberg.

Im Rahmen der Baumaßnahme werde unter anderem die Abdichtung eines Bauwerks erneuert. Dafür seien trockene und ausreichend milde Witterungsverhältnisse erforderlich.

Auch die geplanten Asphaltarbeiten seien vom Wetter abhängig. Geeignete Bedingungen würden im November und Dezember zunehmend unwahrscheinlicher.

Kasendorfer Bürgermeisterin erfährt am Donnerstag davon

Von der bevorstehenden Umleitung durch den Markt Kasendorf ist Bürgermeisterin Tanja Friedrich (ÜWK) erst am Donnerstagabend informiert worden. Vor allem im Ortsteil Peesten sieht sie Probleme. Weil die Ortsdurchfahrt nicht für ein solches Verkehrsaufkommen ausgelegt sei und dort nicht einmal ein Gehsteig existiere. Sie verweist zudem darauf, dass es durch das Neubaugebiet viele Kinder in dem Dorf gebe. Aber ihr seien die Hände gebunden, „weil es eine Kreisstraße ist. Da habe ich keinerlei Handhabe.“

Der Mainleuser Bürgermeister Robert Bosch (CSU) weiß um die Herausforderungen, bei Sperrungen die passende Umleitungsstrecke zu finden. Man müsse einen Kompromiss zwischen einer großräumigen Umfahrung und einer Umleitung finden, die auch genutzt werde.

Die kritische Stelle auf Mainleuser Gebiet befindet sich wohl in Buchau kurz hinter der Brücke (aus Richtung Dörfles kommend). Dort ist die Fahrbahn sehr eng, es gilt jetzt schon Tempo 30. „Es ist wichtig, dass sich die Leute auch daran halten“, sagt Bosch und verweist darauf, dass man die Situation beobachten und „beweglich bleiben“ werde.

Nach seinen Worten ist es wichtig, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die Umleitung halten und sich nicht eigene Wege suchen. So wie es im vergangenen Jahr bei der Sperrung bei Krumme Fohre der Fall gewesen sei. Hier habe es Beschwerden aus dem Mainleuser Ortsteil Proß gegeben, der gar nicht Teil der Umleitungsstrecke gewesen sei.

Das wird an der B 289 gemacht

Was genau wird zwischen Theisau und Mainklein überhaupt gemacht? Wie das staatliche Bauamt Bamberg mitteilt, werden im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße die Bankette und die Asphaltdeckschicht der Fahrbahn erneuert.

Die im Streckenzug der B 289 liegende Brücke bekommt zur Verlängerung der Lebensdauer eine neue Abdichtung. Diese schütze die Konstruktion vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und beugt dadurch witterungsbedingten Schäden vor. Zur Steigerung der Verkehrssicherheit werde zudem ein neues Brückengeländer errichtet.

Weiterhin wird die in Mainklein befindliche Fußgängerampel erneuert, und die Strecke erhält auf dem knapp zwei Kilometer langen Bauabschnitt eine neue Fahrbahnmarkierung, Schutzplanken und eine neue Beschilderung.

Während der Bauzeit wird für die Anlieger in Theisau und Mainklein eine Zufahrt zu den Grundstücken und Zufahrtsstraßen je nach Möglichkeit eingerichtet, so das Bauamt.

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