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Tag der offenen Tür
Neuer Leiter im Patientenfahrdienst
Andreas Klein, der neue Leiter des Rot-Kreuz-Patientenfahrdienstes, beim Einrichten eines Transportfahrzeugs mit Krankenliege und Krankenstuhl.
Andreas Klein, der neue Leiter des Rot-Kreuz-Patientenfahrdienstes, beim Einrichten eines Transportfahrzeugs mit Krankenliege und Krankenstuhl. // Sigismund von Dobschütz
Bad Kissingen – Der neue Leiter im Patientenfahrdienst des BRK berichtet über den Fuhrpark und seine Aufgaben. Die Geschäftsführerin verrät zudem eine positive Nachricht.

Schon seit Januar war der frühere Polizeioberkommissar Andreas Klein (58) beim Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) als Nachfolger von Michél Damm für die Disposition des Patientenfahrdienstes verantwortlich. Nach seiner Weiterbildung zum IHK-geprüften Fahrdienstleiter übernahm er am 1. April auch offiziell dessen Leitung.

Anlässlich des Tages der offenen Tür beim BRK im Rahmen der Bad Kissinger Gesundheitswochen wurden er und sein Arbeitsbereich am vergangenen Wochenende nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von der Polizei in die freie Wirtschaft

Aus gesundheitlichen Gründen musste Andreas Klein nach 33 Jahren seine Laufbahn bei der Polizei aufgeben und wechselte als Fuhrpark-Disponent in die freie Wirtschaft. Nach weiteren sechs Jahren übernahm der in Bad Neustadt lebende 58-Jährige seine neue Aufgabe beim BRK-Kreisverband.

„Mit unserem heutigen Fahrzeugbestand und der geplanten Anschaffung von zwei weiteren Fahrzeugen sind wir für alle Zwecke unseres Patientenfahrdienstes ausreichend ausgestattet“, stellt er im Gespräch mit dieser Zeitung zufrieden fest.

Für sieben Fahrzeuge verantwortlich

Momentan ist Klein für den Einsatz von sieben unterschiedlichen Fahrzeugen verantwortlich:

  • Die vier Ford Transit könnten maximal sechs Krankentragestühle aufnehmen, werden aber in der Regel stattdessen mit einer Krankenliege und nur einem Krankenstuhl ausgerüstet.
  • In den beiden VW-Caddys kann jeweils ein Patient auf einem Rollstuhl befördert werden.
  • Der große Mercedes Sprinter hat acht Sitzplätze und eine Hebebühne für einen Rollstuhl. Aufgrund seiner größeren Kapazität wird er überwiegend für die täglichen Hin- und Rückfahrten zur Tagespflegeeinrichtung eingesetzt, aber auch für gelegentliche Patienten-Ausflüge.

Krankentransporte in allen Lagen

Ansonsten nutzt das BRK alle Fahrzeuge für Krankentransporte ins Krankenhaus, zum Arzt oder zur Krankengymnastik und wieder zurück in die Wohnung des Patienten – ob sitzend, im Rollstuhl oder liegend. Klein: „Alle unsere Fahrzeuge können je nach Bedarf individuell ausgestattet werden.“

Der neue Fahrdienstleiter weist darauf hin, dass der Patientenfahrdienst des Roten Kreuzes selbstverständlich zertifiziert ist. Alle Fahrer und Betreuer werden zweimal pro Jahr in Erster Hilfe geschult. Im gleichen Abstand finden Sicherheitsunterweisungen und -kontrollen statt.

Neue Einsatzsoftware bringt Zeitersparnis

Seit Februar sind alle sieben Fahrzeuge des Patientenfahrdienstes mit mobilen Endgeräten einschließlich einer speziellen Einsatzsoftware ausgestattet. Seitdem müssen die Fahrzeuge nach abgeschlossenem Einsatz nicht erst wieder in die Zentrale am Steingraben zurück, um sich den nächsten Auftrag abzuholen, sondern erhalten diesen über Funk. Dank der Zeitersparnis können sie seitdem mehr Aufträge ausführen oder im Bedarfsfall längere Fahrten machen.

Im Herbst soll der Fuhrpark um einen dritten VW Caddy ergänzt werden. Für 2024 ist bereits die Anschaffung eines VW Crafters geplant, der mit seinem Multifunktionsaufbau ebenfalls unterschiedlich mit Liege oder Krankenstühlen bestückt werden kann.

Zweiter Tag der offenen Tür

Am vergangenen Wochenende war dies bereits der zweite Tag der offenen Tür des BRK-Kreisverbands im Rahmen der erstmals nach neuem Konzept gestalteten Bad Kissinger Gesundheitswochen. Schon am 7. Mai hatten sich Interessierte in der Hartmannstraße über den Hausnotruf, die Erste-Hilfe-Ausbildung und über Aufgaben der BRK-Bereitschaften, der Sondereinsatzgruppen und der Wasserwacht informieren können.

„Für das erste Mal sind wir mit den Besucherzahlen zufrieden“, meinte Kreisgeschäftsführerin Margit Schmaus abschließend. „Das neue Konzept der Gesundheitswochen muss sich ja erst einmal herumsprechen.“ Positiv findet sie die Möglichkeit, Interessierte in die Dienststellen in der Hartmannstraße und am Steingraben einladen und vor Ort informieren zu können, statt wie früher in der Wandelhalle einen Ausstellungsstand aufzubauen und drei Tage lang mit Personal zu besetzen.

Margit Schmaus, Geschäftsführerin des Bad Kissinger BRK-Kreisverbands.
Margit Schmaus, Geschäftsführerin des Bad Kissinger BRK-Kreisverbands. // Isolde Krapf

Allerdings sieht sie die Verteilung der Veranstaltungen auf vier Wochen kritisch, da manche so den Überblick über das Veranstaltungsangebot verlieren könnten. „Die Komprimierung auf ein Wochenende wäre wohl besser. Dann können sich Interessenten auf diese drei Tage konzentrieren und gleich mehrere Veranstaltungen wahrnehmen.“

Schwerst- und Todkranken einen Sehnsuchtswunsch erfüllen

Obwohl es erst Anfang November offiziell vorgestellt werden soll, verriet Schmaus bereits einiges über ein geplantes Projekt: Ab Jahresende setzt das BRK erstmals ein Hospizmobil ein. „Wir werden in Zusammenarbeit mit dem Bad Kissinger Hospizverein Schwerst- und Todkranken im Landkreis einen Sehnsuchtswunsch erfüllen und individuelle Ausflugsfahrten ermöglichen, die notfalls auch eine Übernachtung einschließen.“

Anfallende Kosten übernimmt der BRK-Kreisverband, die Fahrer opfern für den Ausflug ihre Freizeit, die Betreuung des Patienten übernimmt der Hospizverein. Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen BRK und Hospizverein wurde bereits abgeschlossen.

 

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