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Eröffnung steht bevor
So viel kostet der Eintritt ins neue Terrassenschwimmbad
Die Sanierungsarbeiten im Terrassenschwimmbad sind noch im vollen Gange.
Die Sanierungsarbeiten im Terrassenschwimmbad sind noch im vollen Gange. // Philipp Tappe
Bad Kissingen – Am 15. Mai macht das frisch sanierte Freibad in Bad Kissingen auf. Nun stehen die Eintrittspreise fest. Außerdem gibt es ein neues Angebot für Vielschwimmer.

Seit rund zwei Jahren saniert die Stadt Bad Kissingen das Terrassenschwimmbad. Am 15. Mai 2026 soll das Freibad öffnen. Nun hat der Stadtrat die Eintrittspreise für die diesjährige Saison festgelegt. Besucherinnen und Besucher sollen die Tickets an der Kasse, am Automaten und im Internet kaufen können.

Die Einzelkarten

Für Erwachsene erhöht sich der Preis für ein Einzelticket um 1,50 Euro auf künftig sechs Euro. Wer ab 17 Uhr ins Freibad geht, zahlt noch vier Euro. 

Schülerinnen und Schüler müssen 2,50 Euro statt zwei Euro aufbringen. Neu ist: Sie können schon ab 15 Uhr für zwei Euro ins Schwimmbad. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.

Die Sanierungsarbeiten im Terrassenschwimmbad sind noch im vollen Gange.
Das Wasser wird schon ins Schwimmerbecken gelassen. // Philipp Tappe

Die Einzelkarte für Studierende und Bundesfreiwilligendienstleistende kostet 4,50 Euro statt bisher 3,50 Euro.

Erwachsene, die einen Schwerbehindertengrad von mindestens 50 Prozent haben, zahlen denselben Preis wie Studenten. Dasselbe gilt für erforderliche Begleitpersonen. Minderjährige mit mindestens 50 Prozent Schwerbehinderung können kostenlos ins Freibad.

Die Saisonkarten

Die Stadt bietet auch Tickets an, die eine ganze Saison gelten. Sie kosten für Erwachsene 180, für Schüler 55 und für Studierende sowie Bundesfreiwilligendienstleistende 110 Euro.

Für Familien gibt es verschiedene Modelle. Zwei Erziehungsberechtigte mit einem Kind zahlen 260, mit mehreren Kindern 300 Euro. Für Alleinerziehende mit einem Kind beträgt der Preis 150, für Alleinerziehende mit mehr Kindern 185 Euro.

Rabattierte Guthabenkarten

Die Stadt führt außerdem Guthabenkarten ein. Ein Beispiel: Für 18 Euro bekommt der Besucher eine Guthabenkarte im Wert von 20 Euro. Die Wertkarten gibt es in diesen Preisstufen: 20 Euro (zehn Prozent Rabatt; 18 Euro), 50 Euro (16 Prozent Rabatt, 42 Euro), 100 Euro (20 Prozent Rabatt, 80 Euro), 200 Euro (25 Prozent Rabatt, 150 Euro) und 300 Euro (33 Prozent Rabatt, 200 Euro). Das Ticket gilt drei Jahre und ist übertragbar.

Die Diskussion im Stadtrat

„Mit den neuen Preisen decken wir die gestiegenen Kosten und halten das Terrassenschwimmbad attraktiv“, sagte Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) im Stadtrat. Die Stadt will laut Vogel mit den moderaten Preisen wieder mehr Besucher anziehen. Der Grund: Während vor der Sanierung rund 78.000 Badegäste pro Jahr ins Terrassenschwimmbad gingen, waren es vor wenigen Jahrzehnten noch bis zu 150.000. Der OB sieht als Ursache veränderte Freizeitinteressen der Menschen. 

„Ich finde die Wertkarte richtig und zeitgemäß“, lobte Larissa Renninger (Grüne/BfU/ÖDP). Sie schlug vor, vergünstigte Karten für Kurgäste, Touristen mit Gästekarte sowie Ehrenamtliche anzubieten. Ein Nachweis über eine gemeinnützige Tätigkeit sei über den Ehrenamtsausweis des Landkreises möglich. „Wir müssen schon etwas einnehmen“, stellte Vogel klar, „aber wenn wir dafür einen fixen Betrag vom Landkreis bekommen würden, wäre das denkbar.“

Die Sanierungsarbeiten im Terrassenschwimmbad sind noch im vollen Gange.
Auch das Sprungbecken wird bald befüllt. // Philipp Tappe

Ihr Fraktionskollege Richard Fix forderte, die Saisonkarten für Familien und Alleinerziehende abzuschaffen, weil diese in den vergangenen Jahren kaum nachgefragt worden seien. Familien könnten stattdessen eine Wertkarte kaufen. Den Antrag lehnte der Rat mit knapper Mehrheit ab, auch weil die Grüne/BfU/ÖDP-Fraktion nicht geschlossen abstimmte.

Klaus Werner, ebenfalls Grüne/BfU/ÖDP, sprach sich dafür aus, weniger Optionen bei den Wertkarten anzubieten. „Meiner Ansicht nach ist das Tarifsystem zu komplex.“ Zudem empfindet er die Saisonkarte für Erwachsene als sehr günstig. Der Stadtrat zeigt sich überzeugt, dass besonders Dauerschwimmer einen Preis von 200 bis 210 Euro zahlen würden.

Sein Vorschlag stieß im Gremium auf wenig Gegenliebe. „Wir sehen selten, dass Leute mehr bezahlen wollen“, sagte Steffen Hörtler (CSU). Christina Scheit (SPD) befürwortete die verschiedenen Tarife bei den Guthabenkarten: „Die Wertkarte für 20 Euro hat einen hervorragenden Preis, wenn man sie verschenken will.“

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurden nicht aktuelle Preise für die Wertkarten genannt. Die nun korrekt dargestellten Preise waren vor Beginn der Sitzung nochmals angepasst worden. Sie liegen jetzt unter den zunächst genannten Preisen. Beispiel: Die Wertkarte für 50 Euro wird künftig 42 Euro kosten (16 Prozent Rabatt). Ursprünglich sollte es lediglich einen Rabatt von zehn Prozent (auf 45 Euro) geben. 

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