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OB-Wahl Bad Kissingen 2026
Dirk Vogel siegt mit deutlichem Vorsprung
OB Dirk Vogel hat die Wahl in Bad Kissingen gewonnen.
OB Dirk Vogel hat die Wahl in Bad Kissingen gewonnen. // Julia Milberger
André Kiesel hat die OB-Wahl in Bad Kissingen deutlich verloren.
André Kiesel hat die OB-Wahl in Bad Kissingen deutlich verloren. // Julia Milberger
Signet des Fränkischen Tags von Benedikt Borst
Bad Kissingen – Dirk Vogel (SPD) bleibt Rathauschef und erreicht mit 73,3 Prozent der Stimmen eines der besten Ergebnisse bei einer OB-Wahl. Herausforderer André Kiesel (CSU) bleibt deutlich zurück.

Lange Gesichter bei der CSU, Freude bei der SPD. An der Spitze des Bad Kissinger Rathauses wird weiterhin Dirk Vogel als Oberbürgermeister stehen. Der 48 Jahre alte Sozialdemokrat setzte sich mit 73,3 Prozent der Stimmen souverän gegen seinen Herausforderer André Kiesel (26,7 Prozent) von der CSU durch. Vogels Politik der vergangenen sechs Jahre wurde damit bestätigt und er wurde zu seiner zweiten Amtszeit bis 2032 wiedergewählt.

Vogels Sieg zeichnete sich früh am Abend ab, als die Ergebnisse der ersten ausgezählten Wahlbezirke kurz nach 18 Uhr vorlagen. Der Amtsinhaber lag jenseits von 70 Prozent Stimmenanteil, der Herausforderer bewegte sich zwischen 25 und 30 Prozent. Mehr als 40 Prozentpunkte Vorsprung sind das umgerechnet auf den ebenfalls 48-jährigen Kiesel, Rechtsanwalt aus Nüdlingen. An diesem Vorsprung sollte sich im Laufe der Auszählung nur noch geringfügig etwas ändern.

Letztlich kam Vogel laut vorläufigem Ergebnis auf 73,3 Prozent der Stimmen. Kiesel erhielt 26,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit 57,9 Prozent höher aus als bei den Wahlen 2020 und 2014. Damals lag sie bei 52,8 sowie 53,3 Prozent.

Im Rathaus verfolgten Vertreter der Stadtratsfraktionen und der politischen Parteien, Mitarbeiter der Verwaltung, Angehörige und interessierte Bürgerinnen und Bürger die Auszählung. Die Menschen nahmen das Wahlergebnis – auch in der Höhe – als erwartbar zur Kenntnis.

Sein bestes Stimmergebnis verbuchte Vogel in Hausen, dem Stadtteil, in dem er wohnhaft ist. 81,8 Prozent der Stimmen und damit vier von fünf Wählerinnen und Wählern machten im katholischen Pfarrsaal bei dem SPD-Politiker ihr Kreuz. Kiesel wiederum fuhr den höchsten Stimmenanteil in Albertshausen ein. 41,6 Prozent der Menschen in Albertshausen stimmten für ihn, Vogel kam auf 58,4 Prozent.

Am Wahlabend fiel vom Amtsinhaber die Anspannung der vergangenen Wochen ab. „Ich bin sehr stolz und freue mich, dass die Wählerinnen und Wähler den Weg, den wir mit dem Stadtrat gegangen sind, goutiert haben. Das wäre nicht gegangen, wenn nicht alle zusammengearbeitet hätten“, sagte er.

Die Bad Kissinger SPD stellt damit im ansonsten schwarz eingefärbten Landkreis Bad Kissingen durchgängig seit 2008 den Oberbürgermeister in der Großen Kreisstadt. Zwölf Jahre davon unter Kay Blankenburg und bisher sechs Jahre unter Dirk Vogel.

Bei der CSU wiederum überwog die Enttäuschung über das Abschneiden des OB-Kandidaten. Kiesel zeigte sich in der Niederlage als fair. Er gratulierte Vogel zum Wahlerfolg und wünschte ihm sowie dem neuen Stadtrat ein glückliches Händchen für die kommende Amtszeit. Er sprach von einer klaren Niederlage.

„Wir hätten uns ein besseres Ergebnis erhofft“, sagte Steffen Hörtler, Fraktionssprecher der CSU im Stadtrat und Vorsitzender des Bad Kissinger Ortsverbandes. Vogel habe in der laufenden Amtszeit auch viele Positionen der CSU berücksichtigt. „Dass der Wahlkampf eine solche Herausforderung wird, haben wir erwartet. Unser Kandidat hat einen tollen Wahlkampf gemacht, aber mit unseren Vorstellungen haben wir nicht die Mehrheit der Bevölkerung erreicht“, meinte Hörtler. Die Fraktion werde sich im Stadtrat weiter sachgerecht einbringen.

„Es hat sich das erwartbare Ergebnis eingestellt. Es trägt der Entwicklung, die die Stadt genommen hat, Rechnung“, kommentierte zweiter Bürgermeister Anton Schick (DBK). Dritter Bürgermeister Thomas Leiner (CSU) führte den Ausgang der Wahl ebenfalls auf die geleistete Arbeit im Stadtrat zurück. Für die CSU handle es sich um eines der schlechtesten Ergebnisse eines OB-Kandidaten bei einer Wahl in der Großen Kreisstadt.

SPD-Fraktionssprecher Bernd Czelustek sprach am Wahlabend angesichts der 73,3 Prozent der Stimmen von einem der besten Resultate, die ein Oberbürgermeister bisher bei einer Wahl mit einem Gegenkandidaten in Bad Kissingen eingefahren hat. „Es ist das Ergebnis der guten Arbeit. Ich freue mich, dass sich das in Wählerstimmen auszahlt“, sagte er.

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