Eine kleine Spitze gegen die Stadt Bad Kissingen nahm sich der Leiter der Bildungsstätte Heiligenhof, Steffen Hörtler, während der Einweihungsfeier für den Erweiterungsbau heraus: „Wir durften uns alle heute ein Bild vom Zustand der Zufahrtsstraße zum Heiligenhof machen“, so Hörtler, der selbst auch für die CSU Mitglied im Stadtrat ist, vor den rund 400 geladenen Gästen. „Eine Sanierung wäre doch die perfekte Ergänzung zu unserem Neubau, Herr Oberbürgermeister.“
Tatsächlich ist die Alte Euerdorfer Straße, die vom Westring aus hinauf zum Heiligenhof führt, in die Jahre gekommen. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Der angesprochene Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) ging in seinem Grußwort nicht auf Hörtlers Hinweis ein.
Das sagt die Verwaltung
Auf Nachfrage dieser Redaktion heißt es aus dem Rathaus: „Die Straße zum Heiligenhof ist seit Jahrzehnten sehr schlecht. Wir stopfen nicht nur dort seit vielen Jahren nur Löcher. Aber eigentlich müssten wir sie, wie an vielen anderen Stellen, sie neu bauen.“ Die Verwaltung weist darauf hin, dass seit 2020 mehr als sieben Kilometer innerstädtische Straßen erneuert wurden. Dennoch: „Wir können die vielen Jahrzehnte zuvor, in denen zu wenig passiert ist, nicht aufholen.“
Das Geld reicht nicht
Das heißt: Das Geld reicht nicht, um alle Wünsche zu erfüllen. „Wir werden uns im Herbst grundsätzlich zum Thema kommunale Straßen äußern, wie es weitergeht“, heißt es weiter aus dem Rathaus. Bis dahin hofft die Verwaltung auf Klarheit, wann und in welcher Höhe das Sondervermögen Infrastruktur des Bundes in Bad Kissingen ankommt. Aus Sicht von Oberbürgermeister Vogel sollte dieses vollständig in den Straßenbau fließen.













