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Tourismus
Bad Kissingen will Zuschüsse für Bahnhofsareal
Das Rathaus macht sich Gedanken, wie das Bahnhofsumfeld künftig ausschauen soll. Dafür soll es ein Konzept geben.
Das Rathaus macht sich Gedanken, wie das Bahnhofsumfeld künftig ausschauen soll. Dafür soll es ein Konzept geben. // Borst
Bad Kissingen – Die Station ist seit Ernennung Kissingens zum Welterbe bedeutsamer geworden. Eine Aufwertung geht nur mit Fördergeldern. Da muss das Rathaus vorarbeiten.

Seitdem der Verkauf des Bahnhofs vom Tisch ist, ist es ruhiger um das Thema geworden. Dabei ist nach wie vor unklar, wie es künftig mit dem historischen Gebäude weitergehen soll. Ein großer Teil des Bahnhofs steht leer und ist nicht genutzt. Im Hintergrund machen sich die Stadt Bad Kissingen und die Deutsche Bahn AG allerdings Gedanken, wie wieder mehr Leben in ihn einziehen kann. Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) berichtete im Stadtrat zuletzt von positiven Gesprächen mit Vertretern der Bahn.

Beim Bahnhof allein bleibt es nicht, Stadt und Bahn AG wollen das gesamte Bahnhofsumfeld in den Blick nehmen. Zum Bahnhofsumfeld gehören etwa der Bahnhofsvorplatz, die Bahnhofstraße sowie die Parkanlage zwischen Bahnhof- und Kurhausstraße.

Bauamtsleiterin Christine Schwind betonte in der Stadtratssitzung, dass der Bahnhof mit der Ernennung Bad Kissingens zum Unesco Welterbe an Bedeutung gewonnen haben: Als Ort zum Ankommen von Gästen sowie als wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt hat so beispielsweise bereits beschlossen, in Bahnhofsnähe Bushaltestellen einzurichten, die die Busse mit Welterbe-Tagestouristen anfahren sollen. Insgesamt ergeben sich neue Anforderungen, an die das Areal angepasst werden muss, erläutert Schwind.

Erst Konzept, dann Fördergelder

Um das Bahnhofsumfeld umgestalten zu können, will das Bauamt sich um Fördergelder bemühen. Die Verwaltung hofft, dafür Gelder aus der Städtebauförderung zu bekommen. Mögliche Baumaßnahmen würden so mit 60 Prozent bezuschusst. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, ist das Bauamt nun gehalten, ein freiplanerisches und verkehrsplanerisches Konzept zu erarbeiten. „Dabei sollen verschiedene Nutzungsperspektiven in Varianten mit verschiedenen Lösungsansätzen im Bereich der Verkehrsanlagen und Freianlagen“ erarbeitet werden, so Schwind.

Handlungsbedarf sieht sie zum Beispiel an der Fußgängeranbindung des Areals in Richtung Ballinghain und Schlachthofkreuzung sowie an den Bushaltestellen. „Da ist Gestaltungsnotwendigkeit da“, betonte sie. 50.000 Euro sind angedacht, um das Konzept zu erstellen, hier winken ebenfalls 30.000 Euro Förderung.

Kritik kam von der Grünen-Fraktion. Klaus Werner bemängelte, dass die Umgestaltung auch mit kleineren Mitteln möglich sei, ein Konzept würde eine große Lösung bedeuten, die für die Stadt aus finanzieller Sicht schwierig zu stemmen ist. Oberbürgermeister Vogel widersprach: „Wenn wir hier substanziell vorankommen wollen, müssen wir mit dem Konzept in Vorleistung gehen“, sagte er. Ohne Fördergelder könne die Stadt nicht die notwendigen Arbeiten leisten. Das sah der Großteil des Gremiums ähnlich, die übrigen Fraktionen stimmen dafür, dass ein Konzept für das Bahnhofsumfeld erstellt wird.

Straße für Prinzregentenpark gewidmet

Zudem hat der Stadtrat beschlossen, die Erschließungsstraße für das Luxuswohnprojekt „Prinzregentenpark“, das am Bahnhof entstehen soll, öffentlich zu widmen. Straßenbaulastträger sind die Investoren. Dass die Straße öffentlich gewidmet wird, war eine Forderung der Deutschen Bahn, damit sie im Wartungs- oder Rettungsfall über den nunmehr privaten Grund Zugang zu den Gleisen hat.

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