Einen verwahrlosten Lost-Place-Charakter hat das frühere Hotel Rixen in der Innenstadt von Bad Kissingen bisher nicht. Andere Leerstände, etwa das Sanatorium Apolant oder das Kinderkurheim St. Josef, befinden sich in schlimmerem Zustand – dennoch haben die Jahre des Leerstands ihre Spuren an dem Bau aus den 1970er Jahren hinterlassen. 2004 wurde der Betrieb eingestellt. Zuvor war es ein Drei-Sterne-Hotel mit 94 Zimmern, acht Tagungsräumen, Bar und Saunabereich.
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Die Pläne des Eigentümers, es zu sanieren und als Aparthotel wieder an den Markt zu bringen, haben sich fürs Erste zerschlagen. Gegenwärtig wird das Rixen auf verschiedenen Immobilienplattformen wieder zum Verkauf angeboten. Gesellschafter Waldemar Michaelis verweist auf einen privaten Hintergrund. „Ich kann das Projekt aus persönlichen Gründen nicht umsetzen, obwohl ich es gern würde“, sagt er.
Eigentümer trennen sich von Hotel Rixen und Theaterrestaurant
2012 hatte der russischstämmige Unternehmer Dmitry Mikhaylov sowohl das Hotel Rixen als auch das frühere Theaterrestaurant Balaton sowie das Kurheim Ross im direkten Umgriff erworben. Michaelis ist vor Ort für die Objekte zuständig. Die Villa Ross ist inzwischen als Wohngebäude saniert und wieder bewohnt, die Pläne für Balaton und Rixen kamen nicht zum Tragen. Neben dem Rixen steht auch das Theaterrestaurant zum Verkauf.
Michaelis verweist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den zuletzt schwächelnden Bau- und Immobiliensektor. Beides habe größere Verzögerungen bei den Projekten verursacht.
Das Hotel Rixen bietet laut Michaelis eine Nutzfläche von 5200 Quadratmetern, verteilt auf sechs Geschosse. Das Grundstück ist 2200 Quadratmeter groß. 2020 war von Sanierungskosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro die Rede.
Rixen-Areal: Erweiterungsbau für Wohnen möglich
Das Rixen könne als reines Hotel oder als Hotel mit Eigentums- und Ferienwohnungen genutzt werden. „Aktuell erstellen wir eine Planung für 86 Hotel-Apartments und 21 Wohnungen im Bestandsgebäude und einen Neubau mit circa 490 Quadratmetern Wohnfläche und einer Tiefgarage. Ohne Wohnraumnutzung können im Bestandsgebäude bis zu 128 Hotelzimmer entstehen“, berichtet der Unternehmer.
Die Pläne werden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden ausgearbeitet. Der Erweiterungsneubau sei optional. Möglich sei dieser als Stadtvilla mit acht zusätzlichen Wohnungen. Das Bestandsgebäude ist bereits entkernt. Ein Käufer könne an die bestehende Planung anknüpfen. Das ermögliche eine zügige Umsetzung, so Michaelis. Er zeigt sich zuversichtlich, einen Investor zu finden. „Der Markt für Hotels ist in Bad Kissingen da“, meint er.
















