Wolfgangsee Coburg
Vermisste Frau: Suche am Donnerstag beendet
Suche am Wolfgangsee
Die Polizei sucht rund um den Wolfgangsee sowie in angrenzenden Waldstücken nach der vermissten Natalia Smolinska.
Foto: Oliver Schmidt
Coburg – Seit einer Woche wird eine 28-Jährige aus Bad Rodach vermisst. Zuletzt könnte sie in Coburg gewesen sein. Daher war eine Hundertschaft im Einsatz.

Eine  28-Jährige wird seit dem Mittwoch vergangener Woche (11. Mai) vermisst. Die junge Frau kommt aus Bad Rodach. Eine letzte Spur von ihr führt in den Coburger Stadtteil Wüstenahorn. Genau dort hat die Polizei jetzt am Donnerstag noch einmal eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Zur Unterstützung der Coburger Kollegen sind auch Kräfte der Bereitschaftspolizei und eine Tauchergruppe vor Ort.

 

Updates zur Suche rund um den Wolfgangsee

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilt, ist eine Hundertschaft im Einsatz. Gesucht wird vor allem im und rund um den Wolfgangsee.

11.12 Uhr: Der Wolfgangsee wird derzeit mit einem Boot abgefahren und der Boden mit Sonargeräten abgetastet. Eine Tauchergruppe steht bereit. Obwohl der Wolfgangsee gar kein riesiges Gewässer ist: Müsste er ausschließlich von einem Taucher abgesucht werden müssen, könnte das bis zu einer Woche dauern. Das Sonargerät stellt somit eine große Erleichterung dar. Mit seiner Hilfe wird das Gewässer sozusagen voruntersucht auf mögliche Unregelmäßigkeiten am Grund. Nur dort, wo solche Auffälligkeiten festgestellt werden, suchen dann Taucher noch einmal ganz gezielt.

11.21 Uhr: Zwei Boote sind auf dem See unterwegs. 

11.30 Uhr: Zwei Taucher suchen das Wasser ab, außerdem ist ein Spürhund vor Ort.

11.40 Uhr: Inzwischen herrscht hier ein großes Medienaufgebot. Mehrere Kamerateams verfolgen die Suchaktion 

Große Suchaktion in Coburg
Eine Hundertschaft der Polizei durchkämmte das Gelände am Wolfgangsee in Coburg.
Foto: Oliver Schmidt
Hundertschaft durchkämmt Gelände
Eine Hundertschaft der Polizei durchkämmte das Gelände am Wolfgangsee in Coburg.
Foto: Oliver Schmidt
Das Schilf wird abgesucht.
Das Schilf im Wolfgangsee wird nach der Vermissten abgesucht.
Foto: Oliver Schmidt
Die Hundertschaft hat mit der Suche nach der Vermissten begonnen.
Die Hundertschaft hat mit der Suche nach der Vermissten begonnen.
Foto: Oliver Schmidt
Eine Hundertschaft der Polizei ist beim Wolfgangsee eingetroffen.
Eine Hundertschaft der Polizei ist beim Wolfgangsee eingetroffen.
Foto: Oliver Schmidt
Taucher suchen im Wolfgangsee nach der vermissten 28-Jährigen.
Taucher suchen im Wolfgangsee nach der vermissten 28-Jährigen.
Foto: Oliver Schmidt
Taucher suchen den Wolfgangsee nach der vermissten 28-Jährigen ab.
Taucher suchen den Wolfgangsee nach der vermissten 28-Jährigen ab.
Foto: Oliver Schmidt
Taucher suchen den Wolfgangsee nach der vermissten 28-Jährigen ab.
Taucher suchen den Wolfgangsee nach der vermissten 28-Jährigen ab.
Foto: Oliver Schmidt
Taucher sind vor Ort
Weil das Wasser sehr trüb ist, wird die Suche für eine Tauchergruppe aus Nürnberg nicht einfach.
Foto: Oliver Schmidt
Suche am Wolfgangsee
Die Polizei sucht im und rund um den Wolfgangsee sowie in angrenzenden Waldstücken nach der Vermissten.
Foto: Oliver Schmidt

11.45 Uhr: Der See hat übrigens eine Wassertemperatur von 20 Grad. Das klingt kalt, ist aber für die Taucher eher zu warm und deshalb besonders herausfordernd. Denn dadurch wird das Tauchen noch schneller als sowieso zu einer echten Kraftanstrengung.

12.05 Uhr: „Könnt ihr noch?“, fragen die am Ufer stehenden Kollegen ihre tauchenden Kollegen. Ja, sie können noch, gönnen sich keine Verschnaufpause.

12.18 Uhr: Jetzt gibt es doch mal eine Pause. Boote und Taucher kommen an Land. Bislang blieb die Suche ohne Ergebnis.

12.25 Uhr: Obwohl sich rund um den Wolfgangsee sehr viele Wohnhäuser befinden, gibt es bislang kaum Schaulustige. Hin und wieder kommt ein Spaziergänger vorbei und wundert sich, warum hier mehrere Polizeifahrzeuge und auch ein Rettungswagen stehen.

12.40 Uhr: Die Sauerstoffflaschen werden aufgefüllt, und auch die Taucher bekommen eine kleine Stärkung. 

12.50 Uhr: Eine besorgte Wüstenahornerin, die das Geschehen aus der Ferne beobachtet, äußert einen Wunsch: „Wenn diese junge Frau tatsächlich irgendwo tot im Wolfgangsee liegt, dann ist das schon schlimm genug. Hoffentlich wird sie dann aber gleich schon heute gefunden. Denn hier am See spielen immer viele Kinder. Und ich möchte mir nicht vorstellen, wie grausam es wäre, wenn sie in ein paar Tagen plötzlich eine Wasserleiche zu sehen bekommen, die am Ufer angetrieben wird.“

13:00 Uhr: Gleich wird hier die Hundertschaft der Polizei erwartet, die bislang das sogenannte Hutholz abgesucht hat. Dabei handelt es sich um das kleine Waldstück zwischen dem Lauersgraben und Scheuerfeld.

13.15 Uhr: Die Hundertschaft ist am Wolfgangsee eingetroffen. Ein Polizeisprecher sagt, dass es bislang keine neuen Erkenntnisse gibt. Gesucht wird jetzt in mehreren Feldstücken beim See.

13.39 UhrDie Suche in dem Feldstück beginnt. Auch ein angrenzendes Privatgelände wird durchkämmt.

13.45 Uhr: Auch die Suchboote sind jetzt wieder im Einsatz

14 Uhr: Der schilfige Uferbereich wird unter die Lupe genommen. Hier kommt aber weder Bott noch Taucher hin. Also watet ein Polizist durchs hüfthohe Wasser. Er hat einen Metalldetektor dabei.

15 Uhr: Noch immer gibt es keine neuen Erkenntnisse. Wie lange heute noch weitergesucht werden soll, ist noch nicht bekannt.

16.20 Uhr: Die Suche ist nach Angaben der Polizei für heute beendet. Insgesamt seien 80 Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Ob neue Suchgebiete ausgemacht werden, werde sich in den kommenden Tagen entscheiden. Am Freitag werde es aller Voraussicht nach aber keinen weiteren Sucheinsatz geben. 

 


Was bisher geschah

Am Sonntag, 15. Mai, meldeten Angehörige das Verschwinden der Frau. Doch selbst intensive Suchmaßnahmen, bei denen auch Spürhunde eingesetzt wurden, blieben ohne Erfolg.

Am Donnerstag, 12. Mai, wurde das Auto der Vermissten jedoch in Coburg in der Straße „Hausleite“ direkt Wolfgangsee gesehen. Das Fahrzeug wurde somit nach dem Verschwinden der Frau nochmals bewegt.