Die Bänke vor den Arkaden sind schön. Doch viele Menschen, die etwas am Schlossplatz verweilen wollen, setzen sich auch gerne auf die Treppen des Landestheaters.
Doch damit ist jetzt Schluss!
Seit dieser Woche versperrt eine Kette den Zugang zu den Treppen.
Kette am Landestheater Coburg
Die gleiche Maßnahme wurde an den insgesamt drei weiteren Außentreppen getroffen, die sich seitlich am Gebäude befinden.
Wie auf Nachfrage bei der Stadt Coburg zu erfahren ist, wurde das Anbringen der Ketten vom städtischen Hochbauamt veranlasst. Denn: „Einige Treppen haben sich leicht gesenkt“, erklärt Louay Yassin, der Pressesprecher der Stadt. Durch das Absenken der Treppen bestehe ein „potenzielles Unfallrisiko“.
Warten auf Komplettsanierung des Landestheaters
Um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, hätte die Stadt mehrere Möglichkeiten, wie Louay Yassin sagt. Zum Beispiel: die kaputten Treppen sanieren. Doch ob die damit verbundenen Kosten vertretbar wären? Schließlich soll in nicht allzu ferner Zukunft das gesamte Gebäude ohnehin komplett saniert werden.
Ein weiträumiges Einzäunen der Treppen könnte vor allem optisch etwas schwierig sein. - So lief es auf die dünnen Ketten als Lösung hinaus.
Louay Yassin betont, dass die Maßnahme getroffen worden sei, um die Öffentlichkeit „vor möglichen Gefahren“ zu schützen.
Was der Pressesprecher nicht sagt, aber vielleicht denkt: Mit einer solchen Sicherheitsvorkehrung, die dem neutralen Betrachter vielleicht als etwas übertrieben erscheint, schützt sich die Stadt auch selbst. Denn sollte eines Tages auf der Treppe ein Unfall passieren, könnte die Stadt auf Schadensersatz verklagt werden.
Interessant in diesem Zusammenhang: Das historische Gebäude des Landestheaters am Coburger Schlossplatz befindet sich im Eigentum des Freistaats Bayern. Für die geplante Sanierung zeichnet deshalb auch federführend das Staatliche Bauamt Bamberg verantwortlich. Für den allgemeinen Bauunterhalt sowie den weiteren Betrieb bis zur Sanierung ist wiederum die Stadt Coburg zuständig, und zwar als „die Grundbesitz bewirtschaftende Dienststelle“.























