Die wichtigsten Fakten sind ja hinlänglich bekannt: Am kommenden Freitag, 1. Dezember, wird um 17 Uhr der Coburger Weihnachtsmarkt eröffnet. Er hat dann bis einschließlich Samstag, 23. Dezember, täglich ab 11 Uhr geöffnet. Es gibt aber auch ein paar Dinge, die vielleicht noch nicht so bekannt sind.
1. Was kostet der Glühwein?
Eine Tasse klassischer Glühwein (0,2 Liter) kostet in diesem Jahr wohl an allen Ständen 4 Euro. An einigen Buden war diese Marke bereits im vergangenen Jahr erreicht worden; einige Händlerinnen und Händler haben sich erst jetzt für eine Preissteigerung um 50 Cent entschieden. „Wir können nicht anders“, sagt zum Beispiel Budenbetreiber Ralf Pazdera und bittet um Verständnis. Schließlich seien auch sämtliche Nebenkosten weiter gestiegen: vom Strom über den Sprit bis zum Mindestlohn.
2. Gibt es Alternativen zum klassischen Glühwein?
Selbstverständlich! Die Auswahl an Heißgetränken (egal, ob mit oder ohne Alkohol) ist wieder riesig. Alleine am Verkaufsstand von Terry Fertsch wird es 25 verschiedene Beerenweine geben.
3. Gibt es wieder „Alpenpower“ in Coburg?
Da muss Terry Fertsch schmunzeln: „Ja...“ Vergangenes Jahr passierte nämlich ein Malheur, auf das hier nicht näher eingegangen werden soll. Deshalb konnte die Kirschwein-Kreation „Alpenpower“ nicht ausgeschenkt werden. Jetzt aber ist sie „ganz frisch“ wieder eingetroffen und wartet auf Abnehmer.
4. Coburger Weihnachtsmarkt: Gibt es wieder Glühbier?
Anfangs verzogen viele das Gesicht, doch inzwischen hat „Glühbier“ treue Fans. Ralf Pazdera lässt es extra in Coburgs belgischer Partnerstadt Oudenaarde brauen und verkauft es auf dem Weihnachtsmarkt für 4,50 Euro – „die Tasse ist aber größer als die für den Glühwein!“
5. Gibt es wieder besondere Tassen in Coburg?
Ja! Allen voran Ralf Pazdera, der seit sage und schreibe 50 Jahren auf dem Coburger Weihnachtsmarkt vertreten ist, hat sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Nachdem 2022 das Konterfei der verstorbenen Queen Elizabeth II. auf Pazderas Tassen zu sehen war, hat er sich für die 2023er Edition für King Charles als Motiv entschieden.
6. Kommen wieder „die Belgier“?
Das hat inzwischen Kult-Charakter: Gleich am ersten Adventswochenende kommt auch in diesem Jahr wieder eine Delegation aus Coburgs Partnerstadt Oudenaarde zum Weihnachtsmarkt und verkauft belgische Bierspezialitäten. Erfahrungsgemäß ist dieses Bier sehr schnell ausverkauft.
7. Weihnachtsmarkt so kurz wie nie – ist das gut?
Weil in diesem Jahr der 24. Dezember auf den 4. Advent fällt, ist die Vorweihnachtszeit besonders kurz. Der Coburger Weihnachtsmarkt findet an nur 23 Tagen statt. Zum Vergleich: Wenn der Heiligabend auf einen Samstag fällt, ist der 4. Advent am 18. Dezember, der 1. Advent somit bereits am 27. November, weshalb der Coburger Weihnachtsmarkt am 25. November beginnen kann und an immerhin 29 Tagen stattfindet. Die Händler nehmen das locker, weil sie es ohnehin nicht beeinflussen können.
8. Es wird vielleicht kalt wie nie – ist das gut?
Wenn's kalt wird, wird's für viele Händler ungemütlich. Jolanta Hollert hingegen kann sich freuen: Sie verkauft nämlich wärmende Sachen aus Lammfell – von der Mütze bis zum Hausschuh. Und erfahrungsgemäß steigt die Nachfrage, sobald die Temperatur sinkt.
9. Weihnachtsmarkt: Lohnt sich das Geschäft?
Jolanta Hollert ist seit über 20 Jahren mit ihrem Lammfell-Stand auf dem Coburger Weihnachtsmarkt vertreten. Sie gibt zu, dass in dieser Zeit ihr Online-Shop sehr viel an Bedeutung gewonnen hat. Aber: „Der Weihnachtsmarkt gehört trotzdem noch jedes Jahr ganz fest dazu!“ Zum einen sehe sie es als gute Werbung für die gesamte Firma. Zum anderen möge sie das Flair: „Ich liebe den Coburger Weihnachtsmarkt!“ Und wenn es dann auch noch schön kalt wird…
10. Ist der Coburger Weihnachtsmarkt größer als 2022?
Ja. Das liegt aber vor allem daran, dass im vergangenen Jahr einige Beschicker kurzfristig abgesagt hatten, so dass auf dem Marktplatz ein paar Lücken blieben. Diese Lücken konnten jetzt wieder geschlossen werden, so dass der Weihnachtsmarkt wieder das Niveau von vor Corona erreicht. Zur Erinnerung: 2020 und 2021 durfte pandemiebedingt kein Weihnachtsmarkt stattfinden.
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