Mag sein, dass die meisten Menschen bei den Namen Goethe und Schiller zuerst an Weimar denken. Schließlich wohnten die beiden berühmten Dichter zur selben Zeit im späten 18. Jahrhundert in der Stadt in Thüringen und prägten somit die „Weimarer Klassik“.
Goethe und Schiller und Coburg!
Aber die Chancen stehen gut, dass Goethe und Schiller in Zukunft auch mit Coburg in Verbindung gebracht werden. Denn in der oberfränkischen Stadt soll ein Film über die Freundschaft der beiden Männer gedreht werden. Dies geht zumindest aus dem Geschäftsbericht von „Coburg Marketing“ vor, der am Donnerstag im Stadtrat vorgestellt wird, aber bereits jetzt öffentlich einsehbar ist.
Zu den vielen Aufgaben von „Coburg Marketing“ gehört es auch, die Vestestadt als mögliche Filmlocation ins Gespräch zu bringen. Im Falle des „Goethe & Schiller"-Projekts scheint dies – nicht zum ersten Mal – gelungen zu sein.
Dreh im leeren Landestheater
Im Geschäftsbericht von „Coburg Marketing“ heißt es, dass eine Filmcrew sechs bis acht Wochen in Coburg drehen möchte, und zwar allen voran im Landestheater, das seit gut einem Jahr leer steht.
Zustande gekommen ist der Kontakt mit den Filmemachern über die sogenannte Filmlocation-Datenbank des Film-Fernsehfonds Bayern. Vergleichbar mit einer Datenbank für Schauspielerinnen und Schauspieler sind dort zahlreiche Locations im Freistaat gelistet. Es wird erklärt, was die jeweiligen Locations zu bieten haben und für welche Filme diese Rahmenbedingungen thematisch passen.
„Für die Zeit vor der Sanierung des Coburger Landestheaters ist es gelungen, das Gebäude prominent in der Filmlocation-Datenbank des Film-Fernsehfonds Bayern zu platzieren“, heißt es dazu im Geschäftsbericht von „Coburg Marketing“.
Wie im Geschäftsbericht von „Coburg Marketing“ weiter ausgeführt wird, sei ursprünglich geplant gewesen, dass bereits ab Mai oder Juni 2024 in Coburg gedreht wird. Aufgrund ungeklärter Förderfragen musste dieser Termin allerdings verschoben werden auf „frühestens Herbst 2024“, wahrscheinlicher sei aber ein Drehbeginn Anfang 2025.
Der Austausch und die Kontaktpflege mit der Produktionsfirma sei „kontinuierlich“, und grundsätzlich wird im Geschäftsbericht betont: „Das Interesse, in Coburg zu drehen, ist nach wie vor groß.“
Als Schygulla und Ferres in Coburg drehten
Bekannte Filme, die in der Vergangenheit in Coburg gedreht wurden, waren zum Beispiel „Die Ehe der Maria Braun“ (1978; unter anderem mit Hanna Schygulla und Klaus Löwitsch), „Die wunderbaren Jahre“ (1979/1980; mit Gabi Marr, Martin May und Dietrich Mattausch), „Der Flieger“ (1986; mit Ulrike Kriener und Martin May), „Luther – Der Film“ (2003) sowie die sogenannte Edelstein-Trilogie, bestehend aus den Teilen „Rubinrot“ (2012), „Saphirblau“ (2013) und „Smaragdgrün“ (2015). Unvergessen, wie bei den Dreharbeiten für „Rubinrot“ der Coburger Schlossplatz umfunktioniert wurde: Die Arkaden wurden zur U-Bahn-Station, die Ehrenburg zum Internat. Bekannteste Schauspielerin bei „Rubinrot“ war Veronica Ferres.
Zwar kein Film, aber dafür ein international ausgestrahlter Werbespot wurde kürzlich im Landestheater Coburg gedreht.
Mehr zum Dreh des Werbespots lesen Sie hier:















