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Erfolgreiche Bilanz
Landestheater Coburg: Auslastung bei fast 90 Prozent
Das Globe dient zurzeit als Interimsspielstätte des Coburger Landestheaters.
Das Globe dient zurzeit als Interimsspielstätte des Coburger Landestheaters. // Archiv/Jochen Berger
Coburg – Die erste Spielzeit im Globe als Interimsspielstätte war außerordentlich erfolgreich. Als Kassenschlager erwies sich allen voran die „Rocky Horror Show“.

Erfolgreiche Zahlen konnte jetzt Bernd Vorjans, kaufmännischer Direktor des Landestheaters Coburg, für die zurückliegende Spielzeit 2023/2024 präsentieren. Es war zugleich die erste Spielzeit im Globe als Interimsspielstätte.

Landestheater Coburg: 455 Vorstellungen

Wie Vorjans in der jüngsten Stadtratssitzung aufschlüsselte, fanden insgesamt 445 Vorstellungen im Globe, der Reithalle und an weiteren Spielorten statt. Die meisten Aufführungen gab es in der Schauspielsparte, und zwar 99 (verteilt auf zehn verschiedene Inszenierungen). Opern wurden 36-mal aufgeführt (vier Inszenierungen). Operetten und Musicals gab es 28-mal (zwei Inszenierungen), fürs Ballett standen 52 Einsätze auf dem Programm. Hinzu kamen elf Sinfoniekonzerte.

Insgesamt knapp 90.000 Besucher

Abos wurden in unterschiedlichen Kategorien verkauft; insgesamt waren es 1412 Abos.

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Das meiste ist super gelaufen.

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Bernd Vorjans Kaufmännischer Direktor Landestheater Coburg

Die Gesamtbesucherzahl belief sich laut Vorjans auf 88.895, davon 69.845 im Globe und 10.274 in der Reithalle. 

„Wir haben uns gefreut, dass das Globe so gut angenommen wurde“, sagte Bernd Vorjans. Als „gut“ könne normalerweise bereits eine Auslastung von 75 Prozent bezeichnet werden. Die Gesamtauslastung des Coburger Landestheaters betrug in der Spielzeit 2023/2024 aber sogar stolze 87 Prozent. 

Rocky Horror Show als Kassenschlager

Als Highlight erinnerte der kaufmännische Direktor an das Open-Air-Gastspiel der „Rocky Horror Show“. Dieses lockte fast 3000 Besucher in die Kulturfabrik Cortendorf. Auf diese Weise hätte man auch Zuschauer ansprechen können, die für einen Theaterbesuch bislang eher nicht zu gewinnen waren.

Lesen Sie hier noch einmal einen Bericht zum Rocky-Open-Air:

Apropos Rocky: Das Kult-Musical in der Inszenierung von Schauspieldirektor Matthias Straub war in der vergangenen Spielzeit der Kassenschlager schlechthin. Die große Publikumsresonanz hält auch bei der Neuaufnahme in der jetzt laufenden Spielzeit 2024/2025 an. „Die Auslastung liegt über die gesamte Spielzeit bei fast 100 Prozent“, sagte Bernd Vorjans. Sprich: Rocky ist eigentlich immer ausverkauft! Auch für die zwei Sondervorstellungen an Silvester gibt es seit längerem keine einzige Karte mehr.

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Die Wiederaufnahme der ,Rocky Horror Show' funktioniert hervorragend.

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Bernd Vorjans Kaufmännischer Direktor Landestheater Coburg

Ohnehin ist der gesamte Trend der neuen Spielzeit 2024/2025 sehr erfreulich.

Mehr Abos verkauft

Obwohl die Abo-Preise im Durchschnitt um etwa zehn Prozent angehoben werden mussten, konnten mehr Abos als in der vergangenen Spielzeit verlauft werden. Und zwar exakt 1524 Abos – das sind 112 Abos mehr als 2023/2024. Die durch Abos generierten Einnahmen betragen damit 299.839 Euro, was einer Steigerung um fast 60.000 Euro entspricht (Stand: 19. September 2024). 

„Rocky Horror Show“ im Globe CoburgRocky Horror Show im Globe Coburg
Umjubelte Premiere im Globe Coburg: Die „Rocky Horror Show“ in einer Inszenierung von Mattias Straub, dem Schauspieldirektor des Landestheaters Coburg. // Annemone Taake

Bis zum Stichtag 16. Dezember 2024 betrug die Gesamtbesucherzahl 36.686. Das entspricht einer Auslastung von 82 Prozent. Bernd Vorjans wagte aber die Prognose, dass die Auslastung dank der „stark verkauften Vorstellungen zum Jahresende“ weiter ansteigen und sich dem hohen Vorjahreswert annähern wird.

Probleme bei Don Carlos

Nicht verschweigen wollte Bernd Vorjans die massiven Akustikprobleme bei der Produktion „Don Carlos“. Infolgedessen kam es zur Absage von Vorstellungen. Der Ticketverkauf für die Produktion sei daraufhin eingebrochen und habe sich leider auch nicht mehr erholt.

Landestheater: Stadt zahlt neun Millionen Euro

Ebenfalls in der jüngsten Stadtratssitzung ging es um eine sogenannte aus der Betriebsmittelreserve. Hintergrund: Nach Abstimmungen mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hatte das Landestheater Coburg mit Stadtratsbeschluss vom 24. März 2022 eine Betriebsmittelreserve eingerichtet. Diese setzt sich aus den Mitteln der Zuwendungen seitens des Freistaates Bayern und der Stadt Coburg zusammen, welche für das Haushaltsjahr 2020 aufgelaufen waren. Künftig wird diese Reserve nach Beschlüssen im Verwaltungsausschuss des Landestheaters ausschließlich für Theaterzwecke verwendet und im Haushaltsvollzug der kommenden Jahre abgebaut. Über die Verwendung ist Einvernehmen mit dem Stadtrat herzustellen.

Freistaat gibt 6,2 Millionen Euro

Im Jahr 2023 leistete der Freistaat zum Betrieb des Landestheaters einen Zuschuss in Höhe von 6,2 Millionen Euro, der Anteil der Stadt Coburg betrug 9,0 Millionen Euro. In der Ergebnisrechnung 2023 wird eine negative Differenz aus Erträgen und Aufwendungen – also ein Jahresfehlbetrag – in Höhe von 370.104,98 Euro ausgewiesen. Dieses Defizit wird nun der besagten Betriebsmittelreserve entnommen.

In seinem Ausblick kündigte Bernd Vorjans noch an, dass sich der städtische Finanzierungsbeitrag im Haushaltsjahr 2024 auf 9,8 Millionen Euro erhöhen wird.

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