Fränkisches Rio! Samba-City! Größtes Festival seiner Art außerhalb Brasiliens! Rund 200.000 Besucher an drei Tagen! In der Vergangenheit konnte das Spektakel, das seit 30 Jahren jeweils am zweiten Juli-Wochenende in Coburg stattfindet, mit tollen Schlagwörtern und allerhand Superlativen aufwarten. Und jetzt? Sind alle einfach nur froh, dass es wieder stattfinden kann.
„Seit der Aufbau begonnen hat, werde ich mit Adrenalin geflutet“, sagt Rolf Beyersdorf, der Geschäftsführer des Veranstalters Sambaco. Der „Bloco de Coburgo“, der am Donnerstagabend trommelnd zum Marktplatz zog, war laut. Doch Rolf Beyersdorf schlug im Gespräch mit dem Tageblatt sehr bewusst auch leise Töne an. Auf die Frage, mit vielen Besuchern er nach den zwei Jahren Corona-Zwangspause rechne, sagte er: „Es geht in diesem Jahr nicht um eine bestimmte Menge. Es geht um einen guten Neustart – und darum, dass alles sicher abläuft und alle Spaß haben.“
Spaß hatte am Donnerstagabend auch Dominik Sauerteig (SPD). Endlich, möchte man dazu sagen, endlich kann der vor mehr als zwei Jahren neu gewählte Oberbürgermeister mal bei einem Samba-Festival dabei sein. „Samba-City lebt, und das ist super“, rief er in die Menge, bevor er symbolisch den Rathaus-Schlüssel an die Sambistas übergab. Anschließend wagte er ein Tänzchen mit zwei Samba-Königinnen. Eine Tageblatt-Leserin kommentierte den Tanz später wie folgt: „Rhythmus ist da. Die Choreo ist ausbaufähig .“ (Ein Video vom Tanz ist auf der Facebook-Seite des Tageblatts zu sehen)
Was den Zustand von „Samba-City“ betrifft, hat sich Rolf Beyersdorf seine ganz eigene Formulierung zurechtgelegt: „Samba-City war nie tot. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren nur ein bisschen schlafen müssen .“
Söder kommt am Samstag zum Samba-Festival
Zur offiziellen Eröffnung des Festivals wird am Freitag die Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) in Coburg erwartet. Am Samstag, gegen 18 Uhr, schaut Ministerpräsident und Schirmherr Markus Söder (CSU) vorbei.
Impfangebote beim Festival
Sowohl am Freitag als auch am Sonntag besteht die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen: jeweils von 11 bis 17 in Sanitätszelten am Anger (Freitag) beziehungsweise an der Ehrenburg (Sonntag). Zum Einsatz kommt der Impfstoff von BionTech; am Sonntag ist zudem der Kinder-Impfstoff von BionTech verfügbar.
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