Hans-Peter Langsch war am Donnerstag sehr gut gelaunt. Das lag aber nicht nur daran, dass das ehemalige Griesbachgelände als neue Location für den HUK-Coburg-Open-Air-Sommer vorgestellt wurde. Langsch, dem das Gelände gehört, durfte sich auch über eine Unterschrift freuen, mit der ein weiterer Mietvertrag abgeschlossen wurde. „Damit sind wir jetzt so gut wie voll belegt!“
Zur Erinnerung: Das Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik Griesbach, das später zu Goebel gehörte, lag viele Jahre brach. Mitten in der schwierigen Corona-Zeit trat plötzlich Hans-Peter Langsch auf den Plan und formulierte ehrgeizige Ziele. Er hatte die Idee einer „Kulturfabrik“. Kaum zwei Jahre stellte er nun stolz fest: „Unsere Vision ist Realität geworden.“
Proberäume für 25 Bands
Dazu ein paar beeindruckende Zahlen: Das Gelände, das idyllisch von der Itz umflossen wird, hat eine Nutzfläche von rund 15.000 Quadratmetern, wovon es sich aber bei etwa 3.000 Quadratmetern um Dachgeschossflächen handelt, die nur als „bedingt nutzbar“ gelten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits 11.770 Quadratmeter belegt, und zwar zu 37 Prozent mit einer gewerblichen Nutzung, zu 42 Prozent für kulturelle Zwecke und zu 10 Prozent mit Ateliers von Künstlern. Insgesamt haben 25 Bands, die bislang auf dem ehemaligen BGS-Gelände ihre Proberäume hatten, jetzt in der „Kulturfabrik“ eine neue Heimat gefunden.
Ideen für Coburger Designtage 2024
Der vielleicht prominenteste Mieter wird schon bald das Coburger Designforum Oberfranken (CDO) sein, das vom Schillerplatz nach Cortendorf umzieht. Apropos: Das CDO veranstaltet ja auch die Coburger Designtage, und genau bahnt sich auch schon die nächste Idee an. Denn die besagten Dachgeschossflächen könnten bei den Designtagen 2024 in den Mittelpunkt gerückt werden.
Neue Location für Hochzeiten?
Außerdem laufen nach Auskunft von Hans-Peter Langsch derzeit Gespräche, den Bereich des überdachten Biergartens an der Itz künftig als Location für Hochzeiten zu nutzen. Kurzum: „Das Gelände erfreut sich zunehmender Beliebtheit!“ Um so mehr ist Langsch aber auch immer wieder verwundert, wie er sagt, dass selbst viele Coburger das Gelände noch gar nicht kennen. Aber vielleicht können daran ja schon bald Nena und Jan Delay etwas ändern.
Beim Pressegespräch zum HUK-Coburg-Open-Air-Sommer zeigte sich auch Coburgs Zweiter Bürgermeister Hans-Herbert Hartan (CSU) schwer beeindruckt: „Es ist schon enorm, was sich hier in sehr kurzer Zeit entwickelt hat!“
HUK Coburg: Attraktive Region ist wichtig
Stefan Gronbach, Vorstand der HUK Coburg, sprach ebenfalls von einem „tollen Areal“. Zugleich müsse man sich aber fragen, warum eigentlich niemand schon viel früher auf die Idee gekommen sei, das Gelände zu nutzen. Die HUK unterstütze den Open-Air-Sommer auch an dieser weiteren Location, weil es dem Unternehmen wichtig sei, zur Attraktivität der Region beizutragen.
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