Mit dem Konzert von Cro ist der diesjährige HUK-Coburg-Open-Air-Sommer zu Ende gegangen. Im Gespräch mit dem Coburger Tageblatt zeigt sich Gaby Heyder vom Veranstaltungsservice Bamberg rundum zufrieden: Zu den sechs Konzerten (drei im Juni und drei im August) kamen insgesamt fast 70.000 Fans.
Sting und Roland Kaiser
„Wir sind überglücklich, dass so viele Menschen da waren“, sagt Gaby Heyder. Ebenso freue sie sich, dass ein sehr unterschiedliches Publikum angesprochen werden konnte. Klar, die Bandbreite war diesmal besonders riesig: vom Weltstar Sting über die deutsche Newcomerin Lea bis zur Schlagerlegende Roland Kaiser.
Positiv überrascht war Gaby Heyder – wie auch viele andere Zuschauer – vom Rapper Kontra K: „Er war auf der Bühne sehr authentisch, und das Konzert war gigantisch!“ Ihr persönliches Highlight in diesem Jahr sei allerdings Peter Maffay gewesen – „auch, weil es mein persönlicher Musikgeschmack ist.“ Grundsätzlich sagt Gaby Heyder: „Jedes der sechs Konzerte hatte seinen eigenen Charme.“
Die Sache mit den Handys
Beim Open Air von Cro waren aber nicht nur 15.000 Menschen auf dem Schlossplatz, sondern schätzungsweise auch 15.000 Handys. Besonders deutlich wurde das unmittelbar vor Beginn des Konzerts: Fast alle wollten den Moment festhalten, wenn Cro die Bühne betritt. So entstand der Schnappschuss unseres Fotografen Hagen Lehmann: ein Meer aus nach oben gestreckten Mobilfunktelefonen.
Gaby Heyder rät dazu, die richtige Mischung zu finden: aus dem Genießen des Live-Moments und dem Filmen und Fotografieren mit dem Handy. Grundsätzlich findet sie es schön, dass es heutzutage die Möglichkeit gibt, Konzerterlebnisse festzuhalten. „Ich bedaure es oft, dass wir von unseren Konzerten in den 1980er und 1990er Jahren kaum Bilder haben – und wenn, dann vergilben sie langsam…“
Probleme mit dem Kreislauf
Dass es bei Cro so viele Handys gab, lag wohl auch daran, dass das Publikum deutlich jünger war als etwa bei Roland Kaiser. Der niedrige Altersdurchschnitt hatte noch weitere Folgen: „Es gab 69 Sanitätseinsätze – so viele, wie bei keinem anderen Konzert.“ Meistens sei es um Kreislaufprobleme gegangen. Gaby Heyder kann sich das erklären: „Junge Menschen sind vor einem solchen Konzert sehr aufgeregt. Dann stehen sie oft mehrere Stunden in der Warteschlange und trinken zu wenig Wasser – oder sie trinken gleich Alkohol…“
Der erste Termin für den nächsten Open-Air-Sommer steht bereits fest: Am Sonntag, 25. August 2024, kommt Pur mit Frontmann Hartmut Engler auf den Coburger Schlossplatz. Welche weiteren Konzerte es drumherum geben wird, steht laut Gaby Heyder vom Veranstaltungsservice Bamberg noch nicht fest. Ebenso sei unklar, ob es – wie in diesem Jahr zum ersten Mal – wieder zwei Terminblöcke geben wird. Denn: „Der damit verbundene Aufwand ist schon enorm!“ Diesmal habe er sich zum Glück gelohnt, weil alle Konzerte sehr gut besucht waren. Aber ob sich das so ohne Weiteres wiederholen lässt?
Kommt 2024 ein Weltstar?
Das Hauptaugenmerk gilt deshalb zunächst einmal den Terminen rund um den 25. August, wie Gaby Heyder betont. Wenn sich freilich die Möglichkeit bieten würde, einen Weltstar zu holen, der aber ausschließlich im Juni auf Tournee ist, werde man darüber nachdenken.
Ein Name, über den zuletzt schon heftig als möglicher „Schlossplatz-Kandidat“ spekuliert wurde, ist Peter Fox. Der deutsche Sänger („Haus am See“; „Zukunft Pink“) absolviert in diesem Jahr eine außerordentlich erfolgreiche Tour: 15 der 19 Konzerte waren oder sind ausverkauft. Auch 2024 wird er deshalb wieder auf Tour gehen.
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