0
Open-Air-Sommer
Wenn Coburg zu Croburg wird
Cro auf dem Schlossplatz in Coburg
Cro auf dem Schlossplatz in Coburg // Hagen Lehmann
Coburg – 15.000 Menschen – ausverkauft! Der Rapper Cro liefert auf dem Schlossplatz in Coburg eine tolle Bühnenshow. Die Zahl 11 spielte dabei eine ganz besondere Rolle.

Mag sein, dass in Fußball-Deutschland am Wochenende vor allem über die neue Nummer 9 des FC Bayern diskutiert wurde. Doch zumindest in Coburg gab es etwas noch Spannenderes als Harry Kane: die Nummer 11!

Einen Großteil seiner Show auf dem Coburger Schlossplatz lieferte der Rapper Cro nämlich in einem Trikot mit der Nummer 11 ab. Klar, sowohl sein aktuelles Album heißt „11:11“ als auch die dazugehörige Tour, die ihn nun bereits zum zweiten Mal nach Coburg geführt hat. 2016, bei seiner Coburg-Premiere, hatte er 14.000 Menschen angelockt. Jetzt, sieben Jahre später, waren es 15.000. Ausverkauft!

Was bedeutet 11.11 Uhr?

Los ging’s am Sonntagabend um 20.20 Uhr. Auch eine schöne Uhrzeit. Doch dem Rapper und seiner Crew ist die Uhrzeit 11.11 Uhr eben noch wichtiger. Um nicht zusagen: Diese Uhrzeit ist dem gesamten Team heilig. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau hat Cro erklärt: „Immer, wenn es 11:11 Uhr ist, egal ob morgens oder abends, halten wir die Minute kurz an.“ Und zwar gehe es darum „wertzuschätzen, was man bereits hat“. Das können auch kleine Dinge sein. Oder Dinge, denen man sich oft gar nicht bewusst ist. Zum Beispiel, dass man „einfach nur“ gesund sei.

Cro auf dem Schlossplatz in Coburg
Cro auf dem Schlossplatz in Coburg // Hagen Lehmann

An diesem Sonntagabend durfte man aber auch ruhig mal „große Dinge“ wertschätzen: Das Konzert, das Cro in Coburg ablieferte, bot alles, was ein gutes Konzert eben so braucht. Feuer, Rauch, Spezialeffekte – und natürlich viel Musik.

Cro sang natürlich so ziemlich alles, was auf dem Album „11:11“ zu finden ist. Aber alle Klassiker waren ebenfalls dabei. Zum Beispiel das Lied „Einmal um die Welt“, das viele aber vor allem an der Refrainzeile erkennen dürften: „Baby mach Dir nie mehr sorgen um Geld, weil ich kauf Dir die Welt!“

Badchieff mit auf der Bühne

Weitere Hits: „Easy“, „Glücklich“ oder auch „Facetime Luv“. Weitere Höhepunkte: Der Auftritt seines Rapper-Kollegen Badchieff. Der präsentierte den Song „Von 9 bis 9“ und brachte dabei das Publikum ordentlich in Bewegung. So forderte er zunächst alle auf, sich hinzusetzen – um dann an einer bestimmten Stelle während des Liedes aufzuspringen. Klingt cool, hatte aber einen kleinen Haken: „Es war so eng, dass überhaupt kein Platz war, damit sich alle hätten hinsetzen können“, erzählte eine junge Konzertbesucherin später dem Tageblatt. Egal. Der Wille zählt.

Cro auf dem Schlossplatz in Coburg
Cro auf dem Schlossplatz in Coburg // Hagen Lehmann

Mehr als nur bloßer Wille war beim Publikum übrigens in Sachen Mitsingen zu erkennen. Da muss sogar Cro staunen: „Coburg, man kann euch vorwerfen , was man will:“, sagte er, „aber ihr kennt echt jeden Song!“

Cro hängt plötzlich an Seilen

Bereits um 21.40 Uhr verkündete Cro dann aber das Ende des Konzerts. Zugaben? Doch, die gab’s natürlich. Mehr noch: Während der allerletzten Lieder wurde Cro plötzlich an Seilen nach oben gezogen. Große Show! Außerdem gab’s ein kleines Feuerwerk.

Um 21.55 Uhr war dann aber wirklich Schluss. Das Publikum, das deutlich jünger war als am Vortag beim Rapper Kontra K, jubelte zum Abschied, und auch Cro sagte artig: „Dankeschön Coburg!“

Cro auf dem Schlossplatz in Coburg
Cro auf dem Schlossplatz in Coburg // Hagen Lehmann

Ob es noch eine Aftershow-Party gab, ist nicht bekannt. Zu vermuten ist aber, dass die Cro-Crew exakt 76 Minuten nach Ende des Konzerts noch einmal kurz inne gehalten hat.

Übrigens: Den Kalauer, dass Coburg an diesem Abend ja eigentlich „Croburg“ heißen müsste, hatte die coole Vorband „01099“ aufgebracht.

Oberbürgermeister schwärmt von den Open Airs

Mit dem Konzert von Cro ist der diesjährige HUK-Coburg-Open-Air-Sommer zu Ende gegangen. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig zog auf Facebook und Instagram ein sehr positives Fazit. Er schrieb: „Wow! Was für ein Wochenende bei uns in Coburg: Roland Kaiser, Kontra K und Cro zeigen einmal mehr, dass unser Schlossplatz eine sensationelle Kulisse für musikalische Unterhaltung jedweder Genres ist. Als Coburger Oberbürgermeister sage ich herzlichen Dank an die Veranstaltungsservice Bamberg GmbH, die uns in diesem Jahr in zwei Etappen gemeinsam mit dem Hauptsponsor HUK-Coburg wieder großartige Künstler nach Coburg gebracht hat.“

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen
  • kopiert!