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Landestheater
Neil Barry Moss startet als Coburgs Intendant
In Rekordzeit hatte es Neil Barry Moss bis an die Spitze des Landestheaters Coburg geschafft. Doch bereits zwei Jahre nach seiner Ernennung zum Intendanten ist er diesen Posten jetzt auch schon wieder los.
In Rekordzeit hatte es Neil Barry Moss bis an die Spitze des Landestheaters Coburg geschafft. Doch bereits zwei Jahre nach seiner Ernennung zum Intendanten ist er diesen Posten jetzt auch schon wieder los. // Archiv/Jochen Berger
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Coburg – Warum der Probenauftakt des Landestheaters unter besonderen Vorzeichen steht.

Unter ganz besonderen Vorzeichen startet das Landestheater Coburg in wenigen Tagen in seine zweite Spielzeit in seiner Ausweichspielstätte namens Globe.

Denn am Mittwoch, 4. September, ist dort Ensemble-Begrüßung und anschließend Probenauftakt zur neuen Saison. Mit zahlreichen Premieren in allen Sparten will das Landestheater im Globe und in der Reithalle, aber auch an ungewöhnlichen Spielorten wie dem Landgericht anknüpfen an den großen Erfolg der Debütsaison im Interimsquartier.

Erst kurz vor Spielzeitende war der gedruckte Spielplan mit seinem außergewöhnlichen Design erschienen – einem roten Herzen und dem Versprechen „Wir lieben Coburg“.

Dreijahresvertrag für Intendant Neil Barry Moss

Doch in einem wichtigen Detail ist dieser Spielplan bereits jetzt Makulatur. Erdacht und Ende April präsentiert wurde der Spielplan noch vom fünfköpfigen Direktorengremium, das in der Nachfolge von Intendant Bernhard F. Loges im Herbst 2023 die Verantwortung für das Landestheater übernommen hatte.

Das Globe dient zurzeit als Interimsspielstätte des Coburger Landestheaters.
Das Globe dient zurzeit als Interimsspielstätte des Coburger Landestheaters. // Archiv/Jochen Berger

 

Mitte Juli aber überraschte die Stadt Coburg das Publikum mit der Ankündigung, der junge Operndirektor Neil Barry Moss werde ab Herbst in neuer Funktion als Intendant für zunächst drei Jahre die künstlerische Verantwortung übernehmen. Wie aber wird das Quintett mit Kaufmännischem Direktor Bernd Vorjans, Schauspieldirektor Matthias Straub, Ballettdirektor Mark McClain und Generalmusikdirektor Daniel Carter in der neuen Konstellation mit dem frisch ernannten Intendanten funktionieren?

Der Wechsel vom Direktorengremium nach nur einer Spielzeit zurück zum klassischen Intendantenmodell ist freilich nicht die einzige Veränderung zur Vorsaison. Ganz praktisch muss sich das Publikum auch darauf einstellen, dass die vertraute Theaterkasse im seit Mai letzten Jahres geschlossenen, weil dringend sanierungsbedürftigen Haus am Schlossplatz endgültig verlegt wurde.

Theaterkasse endgültig ins Globe umgezogen

Nach dem Ende der Theaterferien wird die Theaterkasse nicht nur an Vorstellungsabenden, sondern generell schon für den Erwerb von Tickets im Vorverkauf im Globe zu finden sein. Die Theaterkasse öffnet am Dienstag, 10. September, im Globe. Dort ist sie Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 12 Uhr zu erreichen, telefonisch unter 09561/898989 und per Mail unter theaterkasse@landestheater.coburg.de.

Schiller zum Auftakt, Musiktheater mit Puccini

Soll man es hellsichtig nennen? Schließlich hat das Schauspiel seine Programmauswahl dem Motto Macht und Machtstrukturen gewidmet und passend dazu zum Spielzeitauftakt Friedrich Schillers Drama „Don Karlos“ als Eröffnungspremiere ausgewählt. Das „dramatische Gedicht“ über das Schicksal des Infanten von Spanien wird in der Inszenierung von Gastregisseur Thorsten Köhler auf die von Justus Saretz gestaltete Bühne kommen und am Samstag, 21. September, Premiere feiern. Das Musiktheater feiert seine erste Premiere am Samstag, 5. Oktober, mit Puccinis Opern-Triptychon namens „Il trittico“. Regie führt der zum Intendanten aufgestiegene Operndirektor Neil Barry Moss.

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