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Event im Rosengarten
Coburgs Klassik-Open-Air ist zurück!
Bunt gemischt präsentiert sich das Publikum beim Open-Air-Konzert im Coburger Rosengarten.
Bunt gemischt präsentiert sich das Publikum beim Open-Air-Konzert im Coburger Rosengarten. // Tanja Wippenbeck
Signet des Fränkischen Tags von Tanja Wippenbeck
Coburg – Weil drei SPD-Stadträtinnen dem Streichkonzert des Stadtrats nicht tatenlos zustimmten und stattdessen viele Sponsoren und Unterstützer fanden, wird Coburgs wichtigstes Freiluftkonzert wiederbelebt.

Der Zauber schöner Melodien wirkt. Die Wiedergeburt des im Vorjahr auf dem Altar des sogenannten Sparzwangs geopferten Klassik Open-Air-Konzerts im Coburger Rosengarten lockt am Samstag Tausende von Besuchern an.

Blick von der Bühne Richtung Rosengarten: Daniel Carter dirigiert das Philharmonische Orchester beim Klassik-Open-Air im Coburger Rosengarten.
Blick von der Bühne Richtung Rosengarten: Daniel Carter dirigiert das Philharmonische Orchester beim Klassik-Open-Air im Coburger Rosengarten. // Tanja Wippenbeck

Schon lange vor dem eigentlichen Konzertbeginn pilgern die Picknick- und Klassik-Fans Richtung Coburger Süden vor dem Ketschentor– viele davon ausgerüstet mit mobilen Sitzgelegenheiten und reichlich Proviant.

Seit 18 Uhr hatten sich diese Freunde ihren Platz beim Klassik Open Air gesichert- mit Lachs, Sekt, Sonnenschirm und guter Laune wie immer bestens vorbereitet.
Impressionen von 2025: Seit 18 Uhr hatten sich diese Freunde ihren Platz beim Klassik Open Air gesichert- mit Lachs, Sekt, Sonnenschirm und guter Laune wie immer bestens vorbereitet. // Tanja Wippenbeck

Diese zweite Wiedergeburt des Coburger Kultur-Konzerts nach der Corona-Krise ist der Initiative dreier SPD-Stadträtinnen zu verdanken, wie auch Oberbürgermeister Dominik Sauerteig in seiner Begrüßung eingesteht: Petra Schneider, Bettina Lesch-Lasaridis und Sabine Kastner. Das Trio wollte sich mit der lapidaren Streichung des dank freiem Eintritt wahrlich demokratisch konzipierten Freiluft-Events nicht einfach abfinden.

Dicht an dicht sitzt das Publikum in den bestuhlten vorderen Reihen beim Auftritt des Philharmonischen Orchesters.
Dicht an dicht sitzt das Publikum in den bestuhlten vorderen Reihen beim Auftritt des Philharmonischen Orchesters. // Tanja Wippenbeck

Viele Unterstützer gefunden

Nach der Absage für 2024 machten sich die drei Sozialdemokratinnen auf die Suche nach Sponsoren – ausführlich genannten Groß-Sponsoren und zahlreichen anonymen Spendern. Gemeinsam ermöglichten diese zahlreichen Unterstützer die Ausrichtung des Freiluft-Konzertes, das im vorletzten Sommer des scheidenden Coburger Generalmusikdirektors Daniel Carter unter dem schlichten Titel „Intermezzo sinfonico“ steht.

Von Schostakowitsch bis „Fluch der Karibik“

Die „Festliche Ouvertüre“ von Dmitri Schostakowitsch eröffnet eine Programmfolge mit einer Fülle populärer Melodien und bekannten symphonischen Werken. Dazu zählten zwei Sätze aus Edvard Griegs unverwüstlichen „Peer Gynt“-Suite ebenso wie der 5. Ungarische Tanz von Johannes Brahms und Bedrich Smetana atmosphärisch faszinierend anschauliches Tongedicht namens „Moldau“.

Homogener Klang: Blick auf die Blech- und Holzbläser des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg.
Homogener Klang: Blick auf die Blech- und Holzbläser des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg. // Tanja Wippenbeck

Peter Tschaikowsky ist doppelt vertreten – mit dem Dornröschen-Walzer aus seiner gleichnamigen Ballett-Musik und mit der Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“.

Werbung für das Coburger Mitmach-Konzert im November

Pietro Mascagni liefert mit dem bekanntesten Stück aus seiner „Cavalleria rusticana“ den Titel des Programms, während Ausschnitte aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“ zur klingenden Werbung gerät für das im November geplante Mitmach-Konzert. Bei diesem Konzert werden wieder talentierte und begeisterte Laien gemeinsam mit den Profis des Philharmonischen Orchesters musizieren.

Fortsetzung 2026?

Vor Tausenden von Zuhörern dürfen Mitmachermusizierende am Samstag schon mal einen Eindruck davon gewinnen, wie sich ein Auftritt vor großer Kulisse anfühlt.

In unruhigen Zeiten leider notwendig: unmissverständlicher Hinweis kurz nach dem Eingang zum Coburger Rosengarten.
In unruhigen Zeiten leider notwendig: unmissverständlicher Hinweis kurz nach dem Eingang zum Coburger Rosengarten. // Jochen Berger

In der Pause mit der Spendenbüchse im Publikum unterwegs

Übrigens: Die Hoffnung wächst, dass das wiederbelebte Klassik-Open-Air auch in Sparzwang-Zeiten keine einmalige Angelegenheit bleibt. Die drei SPD-Stadträtinnen nutzen jedenfalls die Kulisse, um in der Pause schon mal mit der Spendenbüchse durch die Reihen zu gehen – mit großem Erfolg.

Intendant Neil Barry Moss versucht sich auf großer Bühne im Auftrag der Marketing-Abteilung als Selfie-Kameramann.
Intendant Neil Barry Moss versucht sich auf großer Bühne im Auftrag der Marketing-Abteilung als Selfie-Kameramann. // Tanja Wippenbeck

Auch wenn sich bei Freiluft-Konzerten ohne Einlasskontrolle Besucherzahlen bekanntlich nicht leicht beziffern lassen – Intendant Neil Barry Moss postet via Social-Media-Kanal noch in der Nacht stolz die Zahl 6800…

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