Die Premiere vor mehr als einem Jahr war ein voller Erfolg. Anschließend präsentierte Andreas Pietsch seine „Hitgeschichten“ noch viele weitere Male im (immer ausverkauften!) „Münchner Hofbräu“ in Coburg. Was dann folgte, verdient aber erst recht ein kräftiges: Hossa!
Auftritte in Münster, Wetzlar und Castrop-Rauxel
Denn: Der etwas andere Schlagerabend von und mit Andreas Pietsch hat sich zu einem regelrechten Export-Schlager entwickelt! Zuletzt gastierte er damit sogar in Münster, Wetzlar, Bayreuth, Coesfeld und Castrop-Rauxel.
Kurz bevor Andreas Pietsch nun wieder mal in seinem „Wohnzimmer“, also im „Münchner Hofbräu“, auftritt, haben wir mit ihm gesprochen: über Menschen und Musik, natürlich aber auch über Howard und Alice.
Hallo Andreas, euer Schlager-Programm hat sich ja zu einem regelrechten „Export-Schlager“ entwickelt!
Andreas Pietsch: Export-Schlager ist gut! Wenn man das Gebiet jenseits der bayerischen Grenzen als Ausland betrachtet, dann exportieren wir tatsächlich. Inzwischen waren wir unter anderem in Suhl, Münster, Wetzlar, Coesfeld und Castrop-Rauxel. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Oberfranken unsere Lieblingsregion ist und das Coburger Hofbräu unser Wohnzimmer bleibt.
Kommen Schlager überall gleich gut an?
Ja. Unser Publikum ist größtenteils über 50 und deshalb mit Schlagern wie „Tür an Tür mit Alice“ oder „Tränen lügen nicht“ vertraut. Da stellt sich nicht die Frage, ob man die Songs mag. Man kennt sie halt und kann sie auch mitsingen.
Auch wenn es um Schlager geht. Den Kern des Programmes bilden deine Texte, die du nicht singst, sondern sprichst.
Ich hinterfrage die Songs und spiele mit den Texten. Wenn etwa Howard Carpendale oder Jürgen Drews über ihre Beziehung zu einer Frau singen, nehme ich die Perspektive der Frau ein. Dabei will ich die Schlager auf keinen Fall niedermachen. Bestenfalls nehme ich sie ein bisschen auf die Schippe. Wir gehen respektvoll mit den Hits um, weil sie das verdient haben.
Zum Beispiel?
Im Schlager „Und es war Sommer“ von Peter Maffay gibt es die berühmte Zeile „Ich war 16 und sie 31“. Da berichtet ein Junge von seinem amourösen Erlebnis mit einer erwachsenen Frau. Ich drehe diesen Satz um und mache daraus „Er war 16 und ich 31“. Und dann erfährt das Publikum, wie das für die Frau war – mit diesem Bubi.
“Alice wohnt inzwischen nicht mehr Tür an Tür mit Howard.
”
Und wenn die Leute rufen „Who the fuck is Alice“, dann weißt du die Antwort?
Klar, weil ich mit Alice geredet habe und sie mir erlaubt hat, etwas aus ihrem Tagebuch vorzutragen. Nämlich ihren Eintrag zu dem Tag, als sie ausgezogen ist und seitdem nicht mehr Tür an Tür mit Howard lebt.
Wie oft habt ihr das Programm inzwischen gespielt?
Rund 20 Mal. Anfangs bin ich ausschließlich mit den Coburgern Matthias und Steffi Kornherr von der Stef White Band aufgetreten. Jetzt habe ich mit dem Profi-Musiker Marco Pfennig aus Dresden eine zusätzliche Option. Aktuell bilden meistens Marco und ich das Team, weil sich Matthias und Steffi hauptsächlich ihrem Programm zu Bruce Springsteen widmen. Das ist übrigens klasse!
Anfang Mai seid ihr wieder in eurem „Wohnzimmer“, also im Hofbräu zu erleben. Ist das wie Heimkommen?
Absolut. Wenn wir am 2. und 3. Mai auf der Bühne des großen Saales stehen, ist das wie zu Hause. So müssen sich die Spieler vom HSC bei einem Heimspiel in der HUK-Arena fühlen.
Hintergrund: Hitgeschichten in und aus Coburg
- „Er war 16 und ich 31 - oder: Was heißt eigentlich ,Hossa!'?“; skurrile Geschichten rund um den deutschen Schlager“; am Lesepult: Andreas Pietsch; am Instrument: Marco Pfennig
- Kommende Termine: Freitag, 2. Mai, sowie Samstag, 3. Mai, im „Münchner Hofbräu“ in Coburg; Beginn jeweils um 20 Uhr (Einlass ab 18 Uhr); Eintritt: 15 Euro (freie Platzwahl); Kartenvorverkauf direkt im „Münchner Hofbräu“oder bei pietsch@hitgeschichten.de (Telefon 09565/6151441)
- Weitere Informationen unter hitgeschichten.de












