Neben Pumuckl und Pippi Langstrumpf ist auch Wickie für viele Menschen ein großer Held ihrer Kindheit. Für alle anderen sei Wickie kurz erklärt: Der Sohn einer Wikingerfamilie darf mit seinem Vater und weiteren starken Männern regelmäßig auf große (Schiff-)Fahrt gehen. Ebenso regelmäßig gerät die Crew in Schwierigkeiten. Die rettende Idee hat daraufhin immer Wickie. Unvergessen das dazugehörige Ritual: Der kleine Junge reibt sich die Nase, bis ihm plötzlich die Lösung für das aktuelle Problem einfällt.
Kaufhof, Aquaria, Brose
In Coburg könnten wir einen zuverlässigen Problemlöser wie Wickie zurzeit gleich an mehreren Stellen gut gebrauchen. Zum Beispiel beim ehemaligen Kaufhof: Wie lässt sich die leerstehende Immobilie möglichst zeitnah wieder beleben? Oder beim Aquaria: Wie könnte Coburgs Schwimmbad der Zukunft aussehen? Auch bei der Firma Brose würde man sich dieser Tage bestimmt über zündende Ideen freuen, wie sich die Krise in den Griff bekommen lässt.
Jonas Hämmerle war Wickie
Tja, der Zufall will es so, dass Wickie in wenigen Monaten tatsächlich nach Coburg kommt. Genauer gesagt: der Schauspieler Jonas Hämmerle. Er spielte 2009 und 2011 jeweils die Hauptrollen in den Kinofilmen „Wickie und die starken Männer“ sowie „Wickie auf großer Fahrt“. Von der Spielzeit 2025/2026 an gehört der ehemalige Kinderstar zum Ensemble des Coburger Landestheaters.
Was Coburgs wichtigste Kulturstätte betrifft, musste man sich zuletzt nicht die Nase, sondern die Augen reiben. Die Freude über sehr gute Besucherzahlen wurde getrübt von ungeklärten Personalfragen: Wird der Vertrag von Intendant Moss nach nur einem Jahr gleich schon wieder vorzeitig verlängert? Und zwar erneut ohne Ausschreibung der Stelle? Außerdem: Ist für Schauspieldirektor Straub tatsächlich nach der Spielzeit 2025/2026 Schluss?
OB spricht von „tragfähiger Lösung“
Oberbürgermeister Dominik Sauerteig als oberster Chef der „Theater-Crew“ hat in dieser Woche verkündet, dass eine „tragfähige Lösung“ gefunden worden sei. Wie die konkret aussieht, soll aber erst in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Wir sind gespannt – und können nur hoffen, dass sich der OB und die übrigen Mitglieder des Theater-Ausschusses wirklich lange genug an ihren Nasen gerieben haben.
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