Im Stadtgebiet von Coburg gibt es derzeit zwei Hundewiesen. Die eine wurde im September 2023 eröffnet und befindet sich etwas außerhalb, in der Esbacher Straße bei Bertelsdorf. Dort steht eine (eingezäunte!) Fläche von 1600 Quadratmetern zur Verfügung.
Eine weitere, allerdings nicht eingezäunte Hundewiese ist bereits seit längerer Zeit im Hofgarten ausgewiesen, und zwar unterhalb des Naturkunde-Museums.
Im August 2022 hatten die Stadtratsmitglieder Birgit Weber, Christina Vatke und René Boldt (alle CSU/JC) beantragt, dass auch die Hundewiese im Hofgarten eingezäunt wird. In der Begründung des Antrags wurde damals auf die Tierschutz-Hundeverordnung verwiesen. Diese besage, dass Hundehalter darauf zu achten haben, dass ihre Vierbeiner neben dem obligatorischen Gassi-Gehen auch ausreichend nicht-angeleinten Auslauf erhalten. Deshalb sollte die Stadt Coburg „mit gutem Beispiel vorangehen“ und die Hundehalter entsprechend unterstützen.
Eine Einzäunung wäre deshalb wichtig, so die Antragsteller, um Konflikte mit Joggern, Passanten oder Radfahrern zu vermeiden, die direkt an der Hundewiese vorbeikommen.
Hundewiese im Coburger Hofgarten
Doch zumindest dieser Teil des Antrags hatte keinen Erfolg. So hieß es damals von Seiten des Grünflächenamts, dass eine Einzäunung der bestehenden Hundewiese nicht vereinbar sei mit dem Charakter des Hofgartens als denkmalgeschützter Englischer Landschaftsgarten.
Hundewiese auf der Brandensteinsebene?
Der besagte Antrag vom August 2022 enthielt aber zudem die Bitte, auch nach anderen, möglichen Standorten für eine Hundewiese zu suchen. Die Suche ist auch erfolgt. Als besonders geeignet erscheint nach Informationen des Coburger Tageblatts eine Fläche auf der Brandensteinsebene, direkt am großen Parkplatz für Besucher der Veste.
Thema im Bausenat
In der nächsten Sitzung des Bausenats am Mittwoch, 12. Februar, steht der mehr als zwei Jahre alte Antrag von Birgit Weber, Christina Vatke und René Boldt wieder auf der Tagesordnung. Offenbar deshalb, weil über den neuen Standort einer Hundewiese beraten werden soll.
„Ja, es ist etwas geplant“, bestätigt Louay Yassin, Pressesprecher der Stadt Coburg. Details, etwa zum konkreten Standort, dürfe er aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Möglicherweise werden aber bereits in den nächsten Tagen Informationen im Ratsinformationssystem veröffentlicht.
Konflikte mit Anwohnern
Der Standort auf der Brandensteinsebene wäre zwar nicht mehr sehr zentral und deshalb auch für viele Hundebesitzer gar nicht fußläufig erreichbar. Andererseits können an einem solchen Standort mögliche Konflikte mit Anwohnern vermieden werden. So war ja genau daran Ende 2023 eine Hundewiese im Probstgrund gescheitert.
René Boldt kann sich zu einer möglichen, neuen Hundewiese auf der Brandensteinsebene noch nicht äußern, weil auch er die Pläne noch nicht kennt.
Grundsätzlich freut sich aber der CSU-Politiker, der auch Hundebesitzer ist, „dass sich etwas bewegt“. Die Umzäunung der Hundewiese im Hofgarten wäre zwar immer noch seine erste Wahl. „Aber bevor gar nichts geht, dann eben an einem anderen Standort“.
Tipps für die Hundewiese
- Angekommen beim Freigelände, gönnen Sie Ihrem Vierbeiner eine Eingewöhnungszeit auf dem Gelände.
- Leinen los! Aber: Behalten Sie Ihr Tier ständig im Blick und darauf achten, dass Ihr Vierbeiner keine anderen Hunde belästigt oder anpöbelt.
- Gerade für Neulinge auf der Hundewiese empfiehlt sich daher zunächst der Besuch beaufsichtigter Spielgruppen. Hier profitieren Hund und Halter vom Wissen des Hundetrainers, lernen die Kommunikation der Vierbeiner untereinander zu deuten und bekommen Anleitung zum richtigen Verhalten.
- Streithähne müssen sofort getrennt und ein weiteres Aufeinandertreffen gut überwacht werden. Falls es zu Verletzungen gekommen ist, sollten die Adressen ausgetauscht werden, damit eventuell anfallende Tierarztkosten später der Versicherung gemeldet werden können. Quelle: Futterhaus
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