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Gastro & Szene
Fünf spannende Neuigkeiten aus der Coburger Innenstadt
Coburg
Etliche Veränderungen gibt es in der Coburger Geschäftswelt. // Foto: Michael v Aichberger, adobe stock
Coburg – Im „Prince“ wird nicht mehr getanzt, dafür gibt’s jetzt Yoga in einem ehemaligen Optikergeschäfte. Turbulent war es zuletzt im „Maccaroni“, und auch in der „Heimatliebe“ steht eine Veränderung bevor.

Die Coburger Innenstadt ist und bleibt ein dynamischer Ort. Zwar gibt es noch immer den einen oder anderen Leerstand, doch zugleich machen zahlreiche Neueröffnungen auch Hoffnung auf eine gute Zukunft. Hier haben wir einige besonders spannende Veränderungen zusammengefasst.

In diesem Text lesen Sie:

1. Die Heimatliebe wird ein indisches Restaurant
2. Ehemaliges Prince: Jetzt Policen statt Police
3.  Neues Leben in der ehemaligen „Augenweide“
4. Neuer Wirt fürs Maccaroni
5. Die Regenbogenwolke gibt’s bald nur noch online

1. Die Heimatliebe wird ein indisches Restaurant

Heimatliebe Coburg
Lange Jahre ein beliebter Treffpunkt in Coburg: die „Heimatliebe“ in der Theatergasse. Jetzt ist sie geschlossen, doch der Umbau für eine neue Nutzung soll bereits laufen. // Foto: Oliver Schmidt

Was genau die „Heimatliebe“ war, lässt sich gar nicht so leicht sagen: Restaurant, Bar, Club – auf jeden Fall war sie viele Jahre lang ein sehr beliebter Treffpunkt in Coburg, vor allem auch im Nachtleben. Doch seit einiger Wochen sind die Fenster in Richtung Theatergasse zugehängt. Die „Heimatliebe“ hat geschlossen, und zwar für immer.

Erst „Rio“, dann „Heimatliebe“

Doch hinter den zugehängten Schaufenstern soll bereits kräftig umgebaut werden. Denn für die schicken, hohen Räumlichkeiten, in denen sich Ende der 1990er zunächst das „Rio“ befand, ist bereits eine neue Nutzung in Sicht.

Heimatliebe Coburg
Die „Heimatliebe“ in der Theatergasse in Coburg hat geschlossen. // Foto: Oliver Schmidt

Plakate verkünden es seit diesen Tagen: Aus der  „Heimatliebe“  wird ein indisches Restaurant mit Bar. Der Name: Andaaz. Das Wort ist Hindu und bedeutet „Stil“. Und stilvoll soll es in dem neuen Restaurant wohl auch zugehen. So ist auf dem Plakat von „Indian Cuisine“ die Rede.

Restaurant Coburg
Aus der Heimatliebe in der Coburger Theatergasse wird schon bald ein indisches Restaurant. // Foto: Oliver Schmidt

Die Eröffnung ist bereits „in Kürze“ geplant. Beim Betreiber soll es sich nach Informationen des Coburger Tageblatts um einen erfolgreichen Gastronomen aus Mittelfranken handeln. 

2. Ehemaliges Prince: Jetzt Policen statt Police

Selina Griebel hat Anfang Januar die Bar „Prince“ in Coburg übernommen.
In der Großen Johannisgasse in Coburg befand sich bis Oktober 2024 der Club „Prince“. // Julia Scholl

Vor wenigen Monaten wurde in der Großen Johannisgasse 6 noch fleißig gefeiert und getanzt. Gerne auch zur Musik der 80er. Police etwa, „Every breath you take“. Doch Mitte Oktober war Schluss im kleinen, feinen Club „Prince“ (früher „Petite Cerise“). Eine weitere gastronomische Nutzung war in den Räumlichkeiten nicht vorgesehen.

Nachtleben Coburg
Ein Bild aus vergangenen Zeiten: In der Großen Johannisgasse in Coburg befand sich bis Oktober 2024 der Club „Prince“. // Foto: Julia Scholl

Stattdessen ist dort seit Mitte Januar das Versicherungsbüro von Allianz-Hauptvertreter von Markus Worsch zu finden, das vorher in der Heiligkreuzstraße 5 war. 

Natürlich darf darüber geschmunzelt werden, dass sich ein Versicherungsbüro jetzt ausgerechnet in den Räumen einer ehemaligen Disco ist. Motto: Policen statt Police.

Kaffee statt Cocktails

Cocktails gibt es dort allerdings trotzdem nicht. „Aber meine Mitarbeiterin und ich bieten Kunden gerne einen Kaffee an“, sagt Markus Worsch. Und: Das neue Büro sei zwar noch nicht fertig eingeräumt, aber es solle „gemütlich“ werden.

Ehemaliges Prince in Coburg
 // Foto: Oliver Schmidt

Markus Worsch hatte sich 2009 selbstständig gemacht, seit 2013 ist er für die Allianz tätig.

3. Neues Leben in der ehemaligen „Augenweide“

Augenweide Coburg
 // Foto: Oliver Schmidt

Das Optikergeschäft „Die Augenweide“ in der Steingasse 3 hat im vergangenen Jahr geschlossen. Doch zum 1. Januar 2025 ist in den Räumlichkeiten unweit des Coburger Marktplatzes neues Leben eingekehrt, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Nadine Rau-Ament hat dort jetzt ihre Hebammenpraxis. Dank einiger Umbauarbeiten konnte zudem noch „Vinyasa Yoga“ mit einziehen. Dabei handelt es sich um das Yoga-Studio, das Nadine Rau-Ament bereits 2006 gegründet hat. Eine Besonderheit in ihrem umfangreichen Kursangebot ist die Integration von Yoga in die Geburtsvorbereitung. Grundsätzlich sagt Nadine Rau-Ament: „Die Basis unserer Praxis ist die Verbindung des Körpers mit dem emotionalen und spirituellen Erleben. Wenn wir Körper, Atem, Bewegung und meditative Achtsamkeit in Einklang bringen, dann verstehen wir, wie all diese Aspekte zusammenspielen und zu körperlichem und geistigem Wohlbefinden führen.“

Weitere Informationen gibt es hier

Ganzkörpertraining und Coaching

Die Räume der Hebammenpraxis und des Yoga-Studios werden aber auch noch anderweitig genutzt.  So gibt es gleich mehrere Untermieterinnen, darunter drei weitere Hebammen, zwei weitere Yogalehrerinnen sowie eine Fachfrau für Babymassage und Babyschwimmen. Sie alle bieten klassische Geburtsvorbereitungskurse an.

Augenweide Coburg
 // Foto: Oliver Schmidt

Die Physiotherapeutin Nicole Kase nutzt die Räume in der Steingasse für Behandlungen sowie Wellness- und Wohlfühlmassagen, auch speziell für Schwangere sowie junge Mütter. Ebenso gehört kraftvolles Ganzkörpertraining zum Repertoire („Bodybalance“; weitere Informationen gibt es hier).

Eine weitere Nutzerin der Räume ist Coachin Julia Lindner. Sie ist systemischer Coach mit dem Schwerpunkt positive Psychologie und bietet zahlreiche Kurse und Workshops an (Systemisches Coaching Julia Lindner; weitere Informationen gibt es hier).

Viele starke Frauen

Dass derart viele Frauen das ehemalige Optikergeschäft nutzen, bringt viele Vorteile mit sich. So erklärt Nadine Rau-Ament: „Wir geben uns damit die Möglichkeit in den Räumen zu arbeiten, da es alleine finanziell unmöglich wäre.“ Und: Sie freue sich, von vielen „starken Frauen“ umgeben zu sein, die auf hoher fachlicher Ebene „eine großartige Arbeit“ leisten würden.

4. Neuer Wirt fürs Maccaroni

Maccaroni Coburg
Beliebter Italiener in Coburg: das „Maccaroni“ am Oberen Bürglaß. // Foto: Oliver Schmidt

Zurzeit geschlossen ist das Restaurant „Maccaroni“ im Oberen Bürglaß. Nachdem die bisherigen Pächter aufgehört hatten und ein erster Nachfolger nur ein sehr kurzes Intermezzo gab, stehen nunmehr Baris Osman und seine Frau Basak Naime bereit. Die beiden hatten erst im vergangenen Jahr das „Café Lux“ im Hinteren Floßanger eröffnet. Dort, im Sportheim des SV Bosporus, bieten sie Pizza, Burger, Nudeln sowie türkische Speisen an.

Pizza, Pasta und Burger

Das  „Maccaroni“ möchten sie gerne so führen, wie es die vielen Stammgäste aus der Vergangenheit gewohnt waren. Das klassische Speisenangebot rund um Pizza und Pasta soll künftig noch um Burger erweitert werden.

Die Neueröffnung ist für Ende Februar/Anfang März geplant, wie Baris Osman im Gespräch mit dem Coburger Tageblatt sagt.

Interessant: Baris Osman wurde in Nürnberg geboren und hat türkische Wurzeln. Seine Frau Basak Naime Osman ist gebürtige Coburgerin und hat griechische Wurzeln. 

5. Die Regenbogenwolke gibt’s bald nur noch online

Regenbogenwolke
Die Regenbogenwolke, derzeit noch als Ladengeschäft am Coburger Marktplatz, wird es künftig nur noch online geben. // Foto: Oliver Schmidt

Seit mittlerweile neun Jahren verkaufen Carina und Philipp Niedziela unter dem Namen „Regenbogenwolke“ allerhand Produkte für Babys und Kleinkinder. Zunächst taten sie dies ausschließlich online, doch vor drei Jahren eröffneten sie zusätzliche einen Concept-Store am Marktplatz in Coburg, gleich neben dem Eiscafé „Panciera“.

„Es war eine schöne Zeit!“

Dass dieser Laden jetzt bald geschlossen wird und es die Regenbogenwolke künftig wieder nur noch online gibt, hat aber nicht etwa mit schlecht laufenden Geschäften zu tun, wie Carina Niedziela im Gespräch mit dem Coburger Tageblatt beteuert. Im Gegenteil: „Es war eine voll schöne Zeit, und wir werden den Laden sehr vermissen!“ Stattdessen hätten ausschließlich familiäre Gründe zu der Entscheidung geführt. Denn Carina und Philipp Niedziela möchten sich mehr Zeit für ihre kleine Tochter nehmen; und mit einem reinen Online-Handel lässt sich die Kinderbetreuung nun einmal deutlich leichter kombinieren als mit einem Ladengeschäft, das an sechs Tagen in der Woche geöffnet hat.

Regenbogenwolke
Ein Blick in die Regenbogenwolke am Markt in Coburg: Noch bis Mitte März läuft der Räumungsverkauf. // Foto: Oliver Schmidt

Noch bis Mitte März läuft jetzt der Räumungsverkauf am Coburger Marktplatz. Anschließend rückt wieder regenbogenwolke.com in den Mittelpunkt. Allerdings wird das Sortiment etwas verkleinert, wie Carina Niedziela erklärt. Schuhe und auch viele Anziehsachen werde man künftig nicht mehr anbieten. „Das sind Dinge, die man vor dem Kauf anprobieren muss“, findet Carina Niedziela. Entsprechend groß war in der Vergangenheit die Anzahl der Rücksendungen, die es nach einer Online-Bestellung gab. Den damit verbundenen Aufwand wolle man sich künftig schlichtweg ersparen.

Little Dutch und Jollein

Was es weiterhin bei der Regenwolke geben wird, sind zum Beispiel, Kuscheltiere sowie jede Menge Accessoires für die Grundausstattung junger Eltern. Sehr stolz ist Carina Niedziela, dass sie Produkte der renommierten Marken Little Dutch und Jollein anbieten kann. Ebenso finden sich Produkte der Rödentaler Firma Fehn im Sortiment.

Comeback als Pop-up-Store?

Der Abschied aus der Coburger Innenstadt fällt Carina Niedziela sogar derart schwer, dass sie sagt: „Vielleicht kommen wir wieder!“ Zum Beispiel, wenn die Tochter etwas älter ist. Oder in der Vorweihnachtszeit. So gebe es bereits Gespräche mit dem Citymanagement, ob die Regenbogenwolke eines Tages vielleicht als zeitlich befristeter „Pop-up-Store“ sein Comeback als Ladengeschäft feiern kann.

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