Im Frühjahr 2024 hatte sich erstmal ein Stochernpaar auf einem Gebäude in Meeder niedergelassen. Ihr Nest überdeckte zwei Kaminöffnungen, was im Winter zu Problemen führte. Die Eigentümerin ließ das Nest entfernen, um das Gebäude beheizen zu können.
Der Vorschlag von Hans Schönecker (Storchen-Experte), einen Storchenhorst auf einem Metallgestell über den Kaminen zu installieren, wurde nicht umgesetzt. Viele Ortsbewohner freuen sich jedoch trotzdem, wenn die Störche wieder da sind.
Storchenpaar bleibt hartnäckig
Im März kehrte das Storchenpaar zurück. Doch diesmal fanden sie Spieße zur Abwehr von Vögeln auf dem Schornstein vor. Dennoch begannen die Störche, trotz der Spieße, mit dem Nestbau. Innerhalb von fünf Tagen suchten sie Baumaterialien zusammen. Die Störche bogen einige der Metallstifte um und integrierten sie sogar mit in ihr Nest. Demnächst werden sie wohl mit der Eiablage und dem Brüten beginnen.
Storchenprobleme in der Region
Nicht nur in Meeder sind diese Spieße zur Abwehr zu finden. Auch in anderen Orten der Regionen werden immer wieder Maßnahmen zur Storchenabwehr getroffen. Während einige Gemeinden die Vögel willkommen heißen, versuchen andere, ihre Ansiedlung zu verhindern. In Scherneck wurde zudem ein toter Storch gefunden, vermutlich durch eine Kollision mit einem Fahrzeug.
Hans Schönecker berichtet aktuell, dass in den Horsten im Süd-Westen des Coburger Landes von den Storchenpaaren in Lahm, Kaltenbrunn, Scherneck , Seßlach und Meschenbach schon nachweislich gebrütet wird. Aktuell ziehen Weißstörche durch das Coburger Land. Diese greifen nieder gelassene Storchenpaare auf der Suche nach einem ersten Brutplatz an. Das führt zu viel Unruhe.
Störche kämpfen um Nester
In verschiedenen Teilen des Coburger Landes streiten sich die Störche um Nester. Dabei kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, in denen sich mehrere Storchenpaare um bereits besetze Horste oder potenzielle Brutplätze prügeln. So berichten Anwohner aus Scherneck von einem „Terrorstorch“, der seine Brutstätte gegen neue Störche verteidigte. Das führt zu viel Unruhe und gelegentlich auch zu Verletzungen.














