Der Coburger Norden hat sich in den vergangenen Jahren zu „Kaeser-City“ entwickelt. Das Familienunternehmen hat zwischen den Stadtteilen Neuses, Bertelsdorf und Glend bereits kräftig in zusätzliche Gebäude investiert, und viele weitere Projekte sollen auch noch folgen. Die Erschließung erfolgt über die neue Staatsstraße 2205.
Kaeser investiert im Coburger Norden
Bei einer Grundsteinlegung im Jahr 2011 war betont worden, dass der Neubau der Staatsstraße 2205 eine wichtige Voraussetzung für die weiteren Investitionen gewesen sei. Allerdings hat man bei Kaeser in der Vergangenheit auch schon den Wunsch geäußert, dass die neue Trasse der Umgehungsstraße doch direkt an die Autobahn 73 angebunden wird. Andernfalls würde ja auf den Bereich des Firmengeländes eine enorme, zusätzliche Verkehrsbelastung zukommen.
Dieser Wunsch wird jetzt anlässlich der Eröffnung der neuen Trasse noch einmal bekräftigt.
Sehen Sie hier ein Video: Unterwegs auf der neuen Umgehungsstraße bei Coburg
Fahrt auf der neuen Umgehungsstraße bei Coburg
In einer Stellungnahme der Familie Kaeser – namentlich Thomas Kaeser, Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser und Alexander-Jan Kaeser – wird zunächst die Situation beschrieben, wie sich ab dem Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe am Freitag, 15. November, wohl darstellen wird: „Durch das zu erwartende hohe Verkehrsaufkommen (12.000 Fahrzeuge pro Tag) rechnen wir mit einer deutlichen Verschlechterung für die Firma Kaeser Kompressoren.“
Kaeser befüchtet „starke Behinderung“
Das zusätzliche, exzessive Verkehrsaufkommen, das sich quasi durch unser Betriebsgelände ergießt, werde den Liefer- und Versandverkehr des Unternehmens „stark behindern“, heißt es weiter. Zusätzlich würden beim Schichtwechsel, also morgens und am späten Nachmittag, längere Staus für die Belegschaft und auch für die anderen Verkehrsteilnehmer der Staatsstraße 2205 entstehen.
Aus diesem Grund werde die Umsetzung eines Autobahnzubringers „weiter intensiv verfolgt“. Für eine solche direkte Anbindung an die A73 wäre nach Angaben der Familie Kaeser ein Straßenstück von lediglich rund 600 Metern notwendig.
In der Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass ein Autobahnzubringer auch Vorteile für alle anderen Verkehrsteilnehmer bringen würde. So heißt es wörtlich: „Eine separate Anbindung der Staatsstraße 2205 an die Autobahn A73 würde etwa zwei Drittel des Verkehrs von und nach Coburg ableiten, da diese Fahrzeuge den überregionalen Norden und Süden als Ziel haben. Dies würde nicht nur die Firma Kaeser Kompressoren, sondern auch die B4, die durch die Stadt Coburg führt, signifikant entlasten.“
Bürgermeister unterstützt den Wunsch der Firma Kaeser
Ausdrücklich unterstützt wird dieser Wunsch der Firma Kaeser vom Bad Rodacher Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD). „Perspektivisch wäre das schön", sagte er jetzt dem Coburger Tageblatt. Die Fahrtstrecke zwischen Coburg und der Thermalbadstadt würde sich dadurch noch einmal weiter verringern. Außerdem verweist Ehrlicher daraufm, dass es sich ja lediglich um ein recht kurzes Straßenstück handeln würde.












