0
Nachtleben in Coburg
Neue Kneipe, neuer Club - und was tut sich beim Amadeus?
Neue Kneipe in Coburg
Neu in der Rosengasse in Coburg: „Unsere Kneipe". // Oliver Schmidt
Gastronomie
Coburg – Die Kult-Kneipe „Gurgala“ musste in der Schenkgasse schließen – doch der Wirt macht jetzt an anderer Stelle weiter. Auch am Bahnhof und auf der Mauer gibt es Bewegung in der Coburger Gastro-Szene.

Die Gastronomieszene in der Coburger Innenstadt bleibt weiter in Bewegung. Nachdem zuletzt erst ein neues Café in der Badergasse eröffnet hat („Twenty Six“), tut sich jetzt auch noch an vielen anderen Stellen etwas. 

Hier gibt’s einen Überblick zu drei spannenden Veränderungen:

1.   Was ist jetzt beim ehemaligen Café Siebträger drin?
2.   Was kommt ins ehemalige „Amadeus“?
3.   Was ist jetzt beim Bahnhof drin?

1.    „Gurgala“: Neuer Standort, neuer Name

Nach insgesamt 22 Jahren in der Steinwegvorstadt (davon vier Jahre direkt im Steinweg und 18 Jahre seitlich in der Schenkgasse) war im Mai dieses Jahres Schluss. Schweren Herzens mussten die Wirtsleute Ingrid und Heinz-Günther Ruthemann ihre Kneipe „Gurgala“ schließen. Denn: Die Wohnbau Stadt Coburg (WSCO), der die Immobilie in der Schenkgasse 2a seit Anfang 2021 gehört, möchte an dieser Stelle das Projekt „Junges Leben“ verwirklichen. Deshalb sind die Tage des Gebäudes gezählt.

Zukunft im ehemaligen Café Siebträger

Derweil konnten Ingrid und Heinz-Günther Ruthemann eine neue Immobilie finden: Anfang Juni übernahmen sie in der Rosengasse 16 die Räume des ehemaligen Cafés „Siebträger“. Und obwohl sie der Name „Gurgala“ jetzt schon sehr lange begleitet hat, entschieden sie sich zu einer Umbenennung. „Es ist hier ja auch eine völlig andere Kneipe“, sagt er. Beziehungsweise: Es ist jetzt „Unsere Kneipe“ – so zumindest der neue Name.

Kneipenwirt in Coburg
Heinz Günther Ruthemann in seiner Kneipe beziehungsweise in „unserer Kneipe“ in Coburg. // Oliver Schmidt

Ingrid und Heinz-Günther Ruthemann haben die Räume renoviert. „Unsere Kneipe“ ist etwas kleiner als das alte „Gurgala“, doch dafür viel gemütlicher. Einen großen Außenbereich wie in der Schenkgasse gibt es in der Rosengasse zwar nicht; aber auf dem Gehweg ist zumindest Platz für ein paar Stühle und kleine Tische. „Für die Raucher“, wie Heinz-Günther Ruthemann sagt.

Salzgurken und Schmalzbrote

Das Getränkeangebot ist ähnlich umfangreich wie im „Gurgala“ und reicht von Fassbier über „Sturms“ und „Gampert“ aus der Flasche bis zu Wein und Schnaps. Neu ist in „Unserer Kneipe“, dass Heinz-Günther Ruthemann auch kleine Snacks anbietet: unter anderem Salzgurken und Schmalzbrote.

Unsere Kneipe: Ab 10 Uhr geöffnet

So traurig für ihn der unfreiwillige Abschied aus der Schenkgasse auch war: Inzwischen fühlt sich Heinz-Günther Rothmann wohl in der Rosengasse - und seine Gäste können dies ebenfalls, und zwar dienstags bis samstags von 10 bis 22 Uhr.

Ehemalige Kneipe in Coburg
18 Jahre lang befand sich hier in der Schenkgasse 2a die Kneipe „Gurgala". // Oliver Schmidt

Wer sich übrigens schon immer gefragt hat, was der Name „Gurgala“ bedeutet: Es ist die fränkische Bezeichnung für die Gurgel. Interessant: Bevor der gelernte Töpfer Heinz-Günter Ruthmann im Jahr 2000 nach Coburg kam, um dort zunächst bei einer Keramischen Werkstatt zu arbeiten, betrieb er bereits in Nürnberg eine Kneipe. Ihr Name: „Zum Gurgala“.

2. „Amadeus“: Was plant der neue Wirt?

Das „Amadeus“ hat geschlossen. Mehr als 20 Jahre lang war das Café mit Bistro ein beliebter Treffpunkt auf der Mauer.

Bistro und Café in Coburg
Das Bistro und Café „Amadeus“ auf der Mauer in Coburg hat geschlossen. Die Räume werden zurzeit umgebaut. // Oliver Schmidt

Wie zu hören ist, wird es aber schon in Kürze eine Neueröffnung unter einem neuen Namen geben. Beim Wirt handelt es sich um einen bekannten Coburger Gastronom, der zu seinen Plänen allerdings noch keine Details verraten will.

Alles neu im „Amadeus“

Derzeit ist ein kompletter Umbau der Räume auf der Mauer im Gange. 

Auf der Mauer in Coburg
Auf der Mauer in Coburg tut sich was: Das Bistro und Café „Amadeus“ hat geschlossen – es entsteht aber bereits etwas Neues. // Oliver Schmidt

Nicht zuletzt die große (und bereits gut gefüllte) Absetzmulde, die vor der Tür steht, lässt darauf schließen, dass sich im ehemaligen „Amadeus“ so einiges verändern wird.

3. Neu am Coburger Bahnhof: Cocoo Deluxe

Am Coburger Bahnhof tut sich was! Auf der linken Seite des historischen Bahnhofsgebäudes kann jetzt wieder die Nacht zum Tag gemacht werden.

Club am Bahnhof in Coburg
Neu am Bahnhof in Coburg: Cocoo Deluxe – ein Club mit Cocktail-Lounge. // Oliver Schmidt

„Cocooo Deluxe“ heißt der neue Club, der Anfang September eröffnet hat. In einem Aufruf auf Facebook hieß es dazu: „Es erwarten Dich pulsierende Beats, coole Drinks und ein exklusives Ambiente.“ 

Unvergessen: der „Wartesaal“

Die Räume des ehemaligen Wartesaals des Coburger Bahnhofs waren um die Jahrtausendwende in eine coole Party-Location umgewandelt worden. Der damalige Name lautete -passenderweise – „Wartesaal“.

Club am Bahnhof in Coburg
Anfang September hat am Bahnhof in Coburg „Cocoo Deluxe" eröffnet. // Oliver Schmidt

 Viele Jahre lang war der „Wartesaal“ die vielleicht angesagteste Adresse für Nachtschwärmer in Coburg.

Später eröffneten dort die Clubs „Gleis 21“ und „Paia“, ehe jetzt mit dem „Cocoo Deluxe“ ein neues Kapitel aufgeschlagen wurde.

Club am Bahnhof in Coburg
Neu in Coburg: Cocoo Deluxe // Oliver Schmidt

Laut Eigenwerbung handelt es sich beim  „Cocooo Deluxe“ um einen Nightclub mit Cocktail-Lounge. Adresse: Lossaustraße 6 in Coburg.

Lesen Sie auch:

 

Inhalt teilen
  • kopiert!