Urteil
Täter lassen Mann lebensgefährlich verletzt zurück
Das Landgericht Bayreuth verurteilte drei Jugendliche zu mehrjährigen Haftstrafen.
Das Landgericht Bayreuth verurteilte drei Jugendliche zu mehrjährigen Haftstrafen.
Foto: Symbolfoto: Andrey Burmakin / Adobe Stock
Kulmbach – Das Landgericht Bayreuth hat am Mittwoch drei Jugendliche zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Am Mittwoch hat die 1. Große Jugendkammer des Landgerichts Bayreuth am achten Tag der nicht öffentlich durchgeführten Hauptverhandlung drei zur Tatzeit 15 Jahre alten Angeklagten zu mehrjährigen Jugendstrafen verurteilt. Das teilt die Pressestelle des Landgerichts mit.

Nach Überzeugung der Jugendkammer steht fest, dass die Angeklagten in einer Nacht im September 2021 im Stadtgebiet Kulmbach einen auf einer Bank im Freien schlafenden Mann gemeinsam angegriffen und ausgeraubt haben. Im Zuge der Tat erlitt der Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen. Anschließend verließen die Angeklagten mit ihrer Beute den Tatort, ohne dem Opfer zu helfen.

Der Haupttäter wurde u.a. wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Raubes zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Jugendkammer sah die Mordmerkmale Heimtücke,Habgier und Ermöglichungsabsicht als gegeben an.

Gegen die beiden weiteren Angeklagten verhängte die Jugendkammer Jugendstrafen von drei Jahren und acht Monaten sowie von drei Jahren und sechs Monaten wegen versuchten Verdeckungsmordes durch Unterlassen, Raubes, gefährlicher Körperverletzung u.a. Beide Angeklagte ließen das lebensgefährlich verletzte Opfer am Tatort zurück, obwohl sie wegen des vorangegangenen Raubes Hilfe hätten leisten müssen.

Weitere Einzelheiten teilt das Landgericht eigenen Angaben zufolge im Hinblick auf die schutzwürdigen Interessen der jugendlichen Angeklagten nicht mit. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

 

 

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: