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Bandenmitglieder verhaftet
Syrer aus Kulmbach soll im großen Stil geschmuggelt haben
SchmugglerKU-OB-Podium
Unser Bild zeigt Schmuggelzigaretten, die Zollfahnder am 10. Februar in einem Lager sichergestellt haben. // Foto: Zollfahndungsamt München
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Kulmbach – Zollfahnder haben einen bundesweiten Handel mit Schmuggelzigaretten und illegalem Wasserpfeifentabak aufgedeckt. Der Hauptverdächtige einer großen syrischen Täterbande kommt aus Kulmbach.
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Die Zollfahnder haben am 10. Februar bei Mitgliedern einer syrischen Tätergruppierung insgesamt 17 Wohnungen, Lagerstätten und Geschäftsräume von mutmaßlichen Lieferanten, Händlern und Abnehmern von Schmuggelzigaretten, illegalem Wasserpfeifentabak sowie unversteuerten E-Zigaretten (Vapes) durchsucht. Dabei fanden sie etwa 850 Stangen zu je 200 Stück Schmuggelzigaretten, 245 Kilogramm illegal hergestellten Wasserpfeifentabak und gut 200 Gramm Marihuana sowie zahlreiche Materialien für die Herstellung von Wasserpfeifentabak vor.

Bei Einreise aus Tschechien festgenommen

Wie das Zollfahndungsamt München mitteilt, wurden elektronische Speichermedien, aber auch schriftliche Unterlagen sichergestellt.  Der im Verdacht stehende 23-jährige Syrer, dessen Hauptwohnsitz in Kulmbach ist, haben Beamte der Bundespolizei bereits am 8. Februar aufgrund eines einschlägig bestehenden Haftbefehls bei der Einreise aus Tschechien verhaften.

Der Syrer ist verdächtig, sich über einen längeren Zeitraum hinweg in großem Ausmaß unverzollte und unversteuerte Tabakwaren beschafft und an einen bundesweit etablierten Abnehmerkreis mit Gewinnerzielungsabsicht weiterverkauft zu haben. Bei der Tatausführung wirkte er in mehreren Fällen mit zwei weiteren Beschuldigten, einem 29-Jährigen aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) sowie einem 30-Jährigen aus Happurg (Bayern) zusammen.  

Bande ist bundesweit aktiv

Seine Abnehmer hatte der 23-jährige Hauptbeschuldigte vor allem in Chemnitz, Straubing und Hersbruck, wo ebenfalls umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden konnten. Als seine potentiellen Lieferanten traten im Verlauf der Ermittlungen unter anderem zwei 29 und 43 Jahre alte Syrer aus Aschaffenburg und Essen in Erscheinung.

 Die Ermittlungen wegen Verdachts der Steuerhehlerei richten sich gegen insgesamt 16 männliche Beschuldigte im Alter von 23 bis 43 Jahren. Den seit Juli 2025 entstandenen Steuerschaden schätzt der Zoll auf mehr als 500.000 Euro.  

Über 160 Kräfte der Zollfahndungsämter München, Dresden, Essen und Hamburg sowie der Hauptzollämter Landshut, Schweinfurt, Nürnberg und Köln waren im Einsatz. Schutz-, Tabak- und Bargeldspürhunde unterstützten die Durchsetzung der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof ergangenen richterlichen Maßnahmen.  

"Der Zoll geht konsequent gegen Steuerhinterziehung und den illegalen Handel mit Tabakwaren vor. Der Schmuggel von Zigaretten schädigt nicht nur den Staatshaushalt, sondern untergräbt auch den fairen Wettbewerb und stärkt kriminelle Strukturen", so das Zollfahndungsamt München

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