Es wird seine achte Fahrt in das kriegsgeplagte Land sein, die Matthias Hahn unternimmt. Sieben Mal war er schon in der Ukraine, um den Menschen dort zu helfen, ihnen dringend benötigte Dinge zu bringen.
Zum letzten Mal im Oktober vergangenen Jahres. Durch seine Hilfstransporte hat er mittlerweile gute Kontakte in das osteuropäische Land, zu Privatpersonen und Hilfsorganisationen. Er weiß daher genau, was sich dort abspielt.
Klirrende Kälte bis minus 20 Grad
In der Ukraine herrscht derzeit klirrende Kälte. Bis minus 20 Grad sind in den nächsten Nächten vorhergesagt. „Die Menschen dort haben teilweise keine Heizung mehr, die Leitungen platzen“, schildert Hahn die Lage. Die Leute würden sich in ihren Wohnungen in dicke Decken einwickeln, um so der Kälte zu trotzen.
Strom gebe es manchmal nur stundenweise, manchmal gar nicht. „Das kommt immer drauf an, welches Kraftwerk angegriffen wird.“
Dazu der Luftalarm, der die Leute mitten in der Nacht aus dem Schlaf reiße. „Es gibt sogar eine Warn-App, die einen benachrichtigt, wo Angriffe stattfinden, ob Drohnen oder Raketen im Anflug sind. Die auch wieder Entwarnung gibt“, berichtet er weiter.
Die Menschen halten durch
Dass die Menschen unter diesen Bedingungen durchhalten, zur Arbeit gehen und alles am Laufen halten, hat den Kulmbacher beeindruckt. „Da bleibt niemand nach einer schlaflosen Nacht daheim.“
Was will er diesmal in die Ukraine bringen, was wird am dringendsten benötigt? Hahn nennt Generatoren und sogenannte Ecoflow-Ladestationen die drängendsten Güter. Ecoflow-Ladestationen sind mobile Powerstationen, mit denen einen Notstromversorgung zu Hause möglich ist.
Hier sind Spenden möglich
Um diese Geräte kaufen zu können, bittet er um Geldspenden auf das Spendenkonto der Stadt Kulmbach bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach, Stichwort Ukrainehilfe, DE 84 7715 0000 0000 1000 73.
„Sachspenden brauchen wir diesmal weniger – außer Heizdecken, die nehmen wir gerne“, sagt Hahn.
Was noch gut wäre: „Wenn jemand einen Sprinter für den Transport gratis zur Verfügung stellen könnte, würde uns das sehr helfen.“ Wann der nächste Hilfstransport startet, das kann er noch nicht genau sagen: „Es gibt noch kein festes Datum. Sobald genug Spenden eingegangen sind, kann es losgehen. Theoretisch kann ich mich morgen ins Auto setzen.“
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