Igitt oder clever?
Mit Kulmbachs Pipi die Welt retten
Phosphor ist zentral für die Landwirtschaft, doch die Ressource ist endlich. Menschlicher Urin könnte helfen, den Mangel zu bekämpfen.
Foto: M-SUR, stock.adobe.com / Franziska Schäfer
Jochen Nützel von Jochen Nützel Bayerische Rundschau
Kulmbach – Phosphor als Dünger ist wegen des Ukraine-Kriegs kaum zu bekommen. Die Lösung: Rückgewinnung aus menschlichem Urin. Die Stadtwerke haben ein Konzept.

Man stelle sich folgende Situation vor: Ein Tankwagen hält vor der Realschule, dann wird ein Schlauch verlegt. Der reicht bis zur Toilettenanlage und saugt aus einem Bottich den gesammelten Urin der Schüler ab. Die Ladung wird zu einer Streuobstwiese befördert und platscht dort in ringförmig ausgehobenen Gräben um die Gehölze. - Was nach einem schlechten Drehbuch zu einem geschmacklosen Film klingt, ist in Chinas Städten gelebte Realität und passiert genau so. Das alles dient einem einzigen großen Zweck: Dünger sparen.

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