Verkehr
So rüstet sich der Bauhof für den strengen Winter
Wie streng der Winter am Ende tatsächlich ausfällt, lässt sich nicht zweifelsfrei vorhersagen. Doch der Kulmbacher Bauhof ist gerüstet.
Wie streng der Winter am Ende tatsächlich ausfällt, lässt sich nicht zweifelsfrei vorhersagen. Doch der Kulmbacher Bauhof ist gerüstet.
Thomas Warnack/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kulmbach – Bauhofleiter Michael Barnickel und sein Team haben sich vorbereitet. Die Dienspläne stehen und reichlich Material ist eingelagert. Dennoch gilt ein Appell vor allem den Bürgern.

Insgesamt sind im Bauhof sowie bei der Firma Schott 1000 Tonnen Auftausalz zum Teil eingelagert, zum Teil in einem Lagerservicevertrag geordert. „Im zurückliegenden Winter hatte die Stadt Kulmbach einen Gesamtverbrauch von 870 Tonnen Auftausalz, darum wurden über dem Sommer bereits 520 Tonnen im Frühbezug beschafft, um die Lagerbestände entsprechend aufzufüllen“, erklärt Barnickel.

Viel Material ist in Kulmbach eingelagert

Wie die Stadt Kulmbach in einer Pressemeldung mitteilt, sind derzeit 21.000 Liter Calciumchlorid zur Ausbringung von Feuchtsalz im Bauhof eingelagert und bereits 17.000 Liter Calciumlauge (Calciumchlorid mit Wasser) zur direkten Ausbringung vorgemischt. Weiterhin sind rund 380 Tonnen Streusplitt für das Streuen der Gehwege, Plätze und Treppenanlagen eingelagert. Es stehen 200 befüllte Streukästen im Stadtgebiet und auch die Schneeleitpfähle an den Nebenstrecken sind bereits eingebracht.

14 Fahrzeuge sind im Kulmbacher Stadtgebiet unterwegs

Im Winterdienst der Stadt Kulmbach sind elf Fahrzeuge zum Räumen und Streuen der Straßen, Wege und Plätze sowie drei Fahrzeuge für die Gehsteige eingesetzt. Es sind insgesamt etwa 234 Straßenkilometer im Winterdienst zu betreuen. Dazu sind 17 Fahrer eingeteilt. Es sind 3 Fahrzeuge doppelt besetzt, um die wichtigen Bereiche wie z. B. den Krankenhausberg, den Weiherer Berg, den Rehberg sowie Schul- und Kindergartenwege und die Buslinien intensiv betreuen zu können. Im Handstreudienst sind in 27 Bezirken 40 Mitarbeiter eingesetzt, um Gehsteige, Bushaltestellen, Treppenanlagen, Fußgängerübergänge und öffentliche Flächen zu räumen und zu streuen.

Ingo Lehmann dankt Mitarbeiten für den Einsatz

Oberbürgermeister Ingo Lehmann dankt den Mitarbeitern für ihren Einsatz. „Ein Winterdienst in diesem Ausmaß ist rechtlich gesehen eine freiwillige Leistung einer Stadt, die wir aber gerne in Kauf nehmen, um für die Sicherheit der Menschen in Kulmbach aufzukommen.“,

Der Winterdienst stellt für die beteiligten Mitarbeiter eine besondere, körperliche wie auch psychische Belastung dar. So muss im Handstreudienst oft über Stunden nasser Schnee geräumt und geschaufelt werden. Der Wechsel zwischen den einzelnen Einsatzorten wird meist mit einem Kleintransporter durchgeführt, auch diese starken und ständigen Temperaturschwankungen sind sehr anstrengend und führen zu schneller Müdigkeit. Hinzu kommt der Einsatz bei Nacht oder am frühen Morgen.

Oberbürgermeister appelliert an Kulmbacher Bürger

„Wir möchten auch an die Eigenverantwortung der Bürger appellieren“, so Ingo Lehmann. „Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass die wechselseitige Winterdienstpflicht bei einem einseitigen Gehweg in der Winterdienstverordnung geändert wurde. Das heißt, derjenige Anwohner bei dem der Gehweg direkt anliegt, ist alleine für die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich“.

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