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Jupps Gartentipps
Gartentipps für die regnerische Jahreszeit
Gurken
Grüner Daumen ist Talent für Gartenarbeit - das mag nicht jeder haben. Man kann aber mit viel Beobachten auch lernen, seine Pflanzen besser zu versorgen. Die Belohnung: Eine prächtige Ernte. // Christin Klose/dpa-tmn
Bamberg – Der viele Regen war gut für die Natur? Nicht immer!

Die jüngsten, dringend benötigten Regenschauer haben uns nicht nur Segen gebracht, sondern auch einige Herausforderungen. Der Boden in den Gemüse- und Ackerflächen ist derzeit stark verschlammt und wurde von der Sonne festgebrannt. 

Ein rechtzeitiges Aufrauen des Bodens mit einer Hacke im Übergang von nass zu trocken kann den Boden wieder atmungsaktiv machen. Vergessen Sie dabei nicht das Anhäufeln, besonders bei Pflanzen wie Lauch, Grünkohl und Blumenkohl. Wenn diese Arbeit jedoch bereits erledigt war, kann es sein, dass der Starkregen die stabilisierende Erde in vielen Gärten weggespült hat. 

Schutzmaßnahmen für empfindliche Pflanzen 

Während einige Pflanzen von solch feuchten Bedingungen profitieren, haben andere darunter zu leiden. Tropische Gewächse wie Tomaten und Kürbisse reagieren empfindlich auf nasses und kühles Wetter. 

Die Blätter der Freilandgurken sind bereits von Mehltau befallen, und ungeschützte Tomaten leiden zunehmend unter Kraut- und Braunfäule. Um eine weitere Infektion zu vermeiden, sollten Sie die kranken unteren Blätter sofort entfernen. Biologische Pflanzenstärkungsmittel wie Algensaft oder Schachtelhalmtee können – frühzeitig angewendet – helfen.

Vorsorge bei Obstbaumwachstum

Viele junge Obstbäume zeigen nach den kräftigen Regenfällen ein beträchtliches Dickenwachstum. Es besteht die Gefahr, dass die Bänder zur Befestigung an den Stützpfählen den Stamm einschnüren. Dies geschieht oft schneller als man denkt. 

Eine Einschnürung hemmt den Saftstrom und die Entwicklung des Bäumchens erheblich. Wenn das Band erst einmal eingewachsen ist, kann dies zum Abknicken der Kronen führen. Deshalb sollten Sie Ihre Obstbäume während der Wachstumszeit unbedingt regelmäßig kontrollieren. Rinde auf Rinde kann nämlich später nicht mehr zusammenwachsen, was den Baum dauerhaft schwächt. 

Auch bei Hochstämmchen von Kübelpflanzen sollten Sie die Halterungen regelmäßig dem Dickenwachstum anpassen. Die dafür notwendigen verstellbaren Schlaufen finden Sie in jedem Fachgeschäft.

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