Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu, doch gerade im Herbst gibt es noch viel zu tun. Viele Gemüsesorten erreichen jetzt ihre volle Reife und warten auf die Ernte. Damit Sie Ihre Erträge möglichst lange genießen können, sollten Sie einige Tipps beachten.
Besonders Salate und Wurzelgemüse bedürfen spezieller Sorgfalt, um ihre Frische und Qualität über die kalte Jahreszeit hinweg zu bewahren.
Die Zeit ist reif
Zuckerhut, Endivien, Mangold und Chinakohl sind jetzt erntereif. Sie sollten in den nächsten Wochen geerntet werden, bevor die Temperaturen zu stark sinken.
Vor allem Mangold ist sehr empfindlich und sollte sorgsam behandelt werden: Stellen Sie ihn nach der Ernte direkt mit den Stielen in einen Eimer mit etwas Wasser, so bleiben die Blätter länger frisch.
Wichtig dabei: Lassen Sie weder Mangold noch andere empfindliche Erntegüter in der Sonne stehen, auch nicht für kurze Zeit. Dies gilt im Übrigen auch für Schnittblumen. Ein frischer Vorrat lässt sich leicht anlegen, indem Sie den Mangold portionsweise einfrieren.
Geduld zahlt sich aus
Die Ernte von Knollensellerie, Gelben Rüben, Roten Rüben, Winterrettich und verschiedenen Kohlarten sollten Sie idealerweise auf Ende Oktober bis Anfang November verschieben, wenn das Wetter es zulässt.
Vor allem Kohlgemüse wie Rosen- und Grünkohl profitieren davon, den ersten Frost mitzuerleben – dieser verbessert den Geschmack spürbar. Ein zu frühes Abernten und Einlagern kann die Haltbarkeit im Winterlager erheblich verkürzen.
Der Lauch hingegen ist frostbeständig und kann problemlos auf dem Beet verbleiben, bis Sie ihn benötigen.
Der richtige Umgang mit Mehltau
Besondere Vorsicht ist beim Mangold geboten, da sich jetzt schon die ersten Anzeichen von Mehltau auf den Blättern zeigen können. Um eine Verschlechterung der Qualität zu verhindern, sollten Sie die Ernte nicht zu lange hinauszögern.
Ein sinnvolles Vorgehen ist es, die Blätter einzufrieren, um so einen Vorrat für die kalten Monate anzulegen. Das schützt die Ernte und bewahrt ihre Frische.
Wurzelgemüse richtig ernten und lagern
Möhren, Pastinaken und andere Wurzelgemüse können Sie besonders lange lagern, wenn Sie einige Tricks beachten. Eine interessante Methode, um den Nitratgehalt in den Pflanzen nach der Ernte weiter zu senken, ist das Ernten mit Laub. Lassen Sie das Laub mindestens zwei Tage nach dem Ausgraben an den Wurzeln – so kann das in der Pflanze eingelagerte Nitrat weiter abgebaut werden.
Auch das Timing spielt eine Rolle: Am besten ernten Sie Wurzelgemüse am Nachmittag. Zusätzlich können Sie einige Tage vor der geplanten Ernte die Wurzeln mit einer Grabgabel lockern. Durch das Abreißen der feinen Wurzeln wird ebenfalls der Nitratgehalt reduziert und das Gemüse bleibt frischer.
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