0
Jupps Gartentipps
Freiluftsaison für Gemüse beginnt
Pflanzen aus Supermarkt-Gemüse ziehen - geht das?
Sie möchten Tomaten aus Tomaten ziehen? Dann können Sie samenfestes Saatgut kaufen und aus den ersten Früchten der Ernte Kerne für neue Pflanzen gewinnen. // Christoph Reichwein/dpa
Bamberg – Nach den Eisheiligen können viele Gemüsepflanzen nach draußen gesetzt werden, aber bei weitem nicht alle. Was Sie beachten sollten.

Ab Mitte Mai ist es Zeit, Sommer- und Balkonblumen einzupflanzen sowie Bohnen und Gurken auszusäen. Für empfindliches Gemüse wie Auberginen hat es  sich jedoch bewährt, noch zwei Wochen länger zu warten. 

Um die Keimung von hartschaligen Kürbis- oder Bohnensamen zu beschleunigen, kann man sie vorher einweichen lassen. Das tut man am besten in einem Leinenbeutel, in dem man die Samen mehrmals für einige Stunden in Wasser taucht.

Wetter im Mai entscheidet

Ein feuchter Mai kann den Pflanzen einen Vorsprung verschaffen und sie später besser mit Trockenheit umgehen lassen.

Tomaten, Paprika und Auberginen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und stammen aus südlichen Ländern. Daher gedeihen sie am besten in Gewächshäusern anstatt im Freiland.

Gewächshaus- versus Freilufttomate

Tomaten kommen mit unserem Klima am besten zurecht, leiden aber im Freiland stärker unter Krankheiten als im geschützten Anbau. Der Geschmack einer Freilandtomate ist jedoch unersetzlich. Jungpflanzen sollten kompakt und gedrungen sein, zu lange kultivierte Pflanzen gedeihen nicht gut. Es wird empfohlen, die Pflanzen nicht zu tief zu setzen, sondern den Ballen nur leicht mit Erde zu bedecken.

Veredelte Tomatenpflanzen sind teuer und lohnen sich für den Freilandanbau nur bedingt, da sie nicht gegen Blattkrankheiten resistent sind. Im Gewächshaus hingegen können die Vorteile der Veredelung besser genutzt werden.

Achtung bei Schlangengurken

Schlangengurken sollten erst ab Mitte Mai in ein ungeheiztes Gewächshaus umziehen, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist und die Wurzeln bei mindestens 18°C wachsen können. Veredelte Jungpflanzen sind weniger empfindlich.

Es ist wichtig, dass die feinen Wurzeln nicht im Wasser stehen, um ein Ersticken zu verhindern. Daher ist es vorteilhaft, Gurken auf einem kleinen Erdwall zu pflanzen, der sich schnell erwärmt und vor stehender Nässe schützt.

Lesen Sie auch

Unsere Leseempfehlungen

Inhalt teilen
  • kopiert!