Der Herbst zieht ins Land, und viele Gartenbesitzer fragen sich, wie sie ihr Gemüse möglichst lange frisch halten können. Moderne Häuser bieten oft nicht mehr die klassischen Vorratsräume für Lagergemüse, die früher selbstverständlich waren.
Doch keine Sorge: Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich das Gemüse direkt draußen im Garten gut aufbewahren. Vliesauflagen und Laub sind dabei wahre Schutzschilder, die den Pflanzen helfen, auch kältere Tage gut zu überstehen.
Erntezeitpunkt und Frosthärte
Die Erntezeit hängt stark von der Frosthärte der jeweiligen Pflanzen ab.
Lauch, Grünkohl und andere robuste Herbst- und Wintergemüse sollten Sie am besten so lange wie möglich im Beet belassen.
Dank der milden Temperaturen in den letzten Wochen haben sich viele dieser Gemüsesorten noch prächtig entwickelt.
Sollten allerdings plötzlich starke Fröste einsetzen, ist Vorsicht geboten: Berühren Sie die Pflanzen dann lieber nicht, sondern warten Sie, bis sie wieder aufgetaut sind, bevor Sie sie ernten.
Frostempfindliche Pflanzen
Nicht alle Gemüsepflanzen sind gleichermaßen frosthart. Kopfsalat, Kohlrabi und Blumenkohl beispielsweise reagieren sehr empfindlich auf Kälte. Bevor der erste große Frost kommt, sollten Sie diese Pflanzen ernten, um sie vor Schäden zu bewahren.
Weißkohl, Rotkohl und Wirsing hingegen sind robuster und können problemlos leichten Frost vertragen. Sie dürfen ruhig noch etwas länger auf den Beeten bleiben.
Mangold im zweiten Sommer
Ein besonderes Highlight in vielen Gärten ist derzeit der Mangold. Er erlebt heuer quasi seinen "zweiten Sommer" und treibt neue, gesunde Blätter aus, die frei von Mehltau und Fraßstellen sind.
Das warme Wetter und die hohe Luftfeuchtigkeit der letzten Wochen scheinen ihm dabei besonders gut zu bekommen. Eine wahre Augenweide, die auch kulinarisch überzeugt!
Typische Wintergemüse
Wenn es um echtes Wintergemüse geht, stehen Grünkohl und Rosenkohl ganz vorne. Beide Sorten sind nicht nur frosthart, sondern können Temperaturen bis zu minus zehn Grad gut verkraften.
Grünkohl wird sogar besonders schmackhaft, wenn er einmal Frost abbekommen hat, da dies seinen Geschmack milder macht. Mit seinen gekrausten Blättern bringt er zudem eine attraktive Optik in den winterlichen Garten.
Robust, aber mit Einschränkungen
Auch Pastinaken und Schwarzwurzeln gelten als winterhart, da sie gut im Boden geschützt sind.
Rote Bete dagegen ist weniger frostresistent und sollte unbedingt vor dem ersten Frost geerntet werden.
Möhren und Knollensellerie vertragen zwar leichte Minusgrade, doch sobald der Boden durchgefroren ist, wird es schwierig, sie noch zu ernten. Planen Sie daher rechtzeitig, um böse Überraschungen zu vermeiden.
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