Festspiele
Bayreuth: Promi-Auflauf in der Wagner-Stadt
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Angela Merkel (Mitte), ehemalige Bundeskanzlerin, und ihr Ehemann Joachim Sauer, Markus Söder (l), Ministerpräsident Bayerns, und seine Frau Karin, Thomas Ebersberger (r), Oberbürgermeister Bayreuths
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuth – Söder, Merkel, Gottschalk – bei der Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth werden viele prominente Gäste erwartet. Wir sind vor Ort.

In Bayreuth beginnen am Montag (16.00 Uhr) die Richard-Wagner-Festspiele. Zuvor werden prominente Gäste über den roten Teppich zum Festspielhaus schreiten – Angela Merkel bleibt auch nach ihrer Kanzlerschaft eine treue Bayreuth-Besucherin, außerdem wird Moderator Thomas Gottschalk erwartet. Wir berichten live.

 

Update von 17.02 Uhr:

Die besten Bilder des Promi-Schaulaufens am Eröffnungstag.

Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Edmund Stoiber, ehemaliger Ministerpräsident Bayerns, und seine Frau Karin
Foto: Daniel Karmann (dpa)
Bayreuther Festspieöe
Melanie Huml
Foto: Ronald Rinklef
Bayreuther Festspiele
Barbara Stamm (2.v.l.)
Foto: Ronald Rinklef
Bayreuther Festspiele
Emmi Zeulner (2.v.r.)
Foto: Ronald Rinklef
Bayreuther Festspiele
Bambergs Erzbischof Ludwig Schick (r.) und der Bamberger Domkapellmeister Vincent Heitzer
Foto: Ronald Rinklef
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister Bayerns, und Eva Brockmann, Fränkische Weinkönigin
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Gloria von Thurn und Taxis
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Angela Merkel (Mitte), ehemalige Bundeskanzlerin, und ihr Ehemann Joachim Sauer, Markus Söder (l), Ministerpräsident Bayerns, und seine Frau Karin, Thomas Ebersberger (r), Oberbürgermeister Bayreuths
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Angela Merkel (2.vl), ehemalige Bundeskanzlerin, und Ehemann Joachim Sauer (l) stehen mit Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns, und seiner Frau Karin zusammen vor der Eröffnung der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel.
Foto: Daniel Karmann (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns, und seine Frau Karin
Foto: Daniel Karmann (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns, und Katharina Wagner
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Michael "Michl" Müller
Foto: Daniel Karmann (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Udo Wachtveitl kommt in Begleitung zu der Eröffnung der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele
Foto: Daniel Karmann (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Markus Rinderspacher (SPD) und seine Frau Christine
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Francis Fulton-Smith
Foto: Daniel Karmann (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Thomas Gottschalk (l), Karina Mroß und Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Dagmar Wöhrl
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Kulturstaatsministerin
Foto: Daniel Karmann (dpa)

 

Update von 16.24 Uhr:

Jetzt geht es los mit "Tristan und Isolde":

 

Update von 16.19 Uhr:

Das war's. Alles, was prominent ist, sitzt im Saal. Jetzt reklamiert Richard Wagner und seine Musik alle Aufmerksamkeit für sich.  Der Vorhang im Festspielhaus hebt sich. Der Star-Kult hat Sendepause.

 

Update von 16.16 Uhr:

Auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident  Edmund Stoiber gibt sich die Ehre.  

 

Update von 16.12 Uhr:

Mit ihrer zur lustvollen Exzentrik neigenden Gewandung könnten Thomas Gottschalk und seine Freundin Karina Mroß später ohne Weiteres auch auf der Bühne stehen.

Thomas Gottschalk mit Freundin Karina Mroß bei den Bayreuther Festspielen
Thomas Gottschalk mit Freundin Karina Mroß bei den Bayreuther Festspielen
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update von 16.11 Uhr:

Auch  der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick besucht die Eröffnung der Festspiele. 

 

Update von 16.10 Uhr:

Kulturstaatsministerin Claudia Roth dürfte froh darüber sein, heute einmal nicht über die Documenta fifteen  und deren unverändert schwelenden Antisemitismus-Skandal sprechen zu müssen.

Zwar sind auch Richard Wagner und die Geschichte der Bayreuther Festspiele nicht frei von antisemitisch verirrtem Denken. 
Im Gegensatz zur Documenta ist diese schmachvolle Vergangenheit aber längst Gegenstand kritischer Aufarbeitung.

Bayreuther Festspiele 2022 - Eröffnung
Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Kulturstaatsministerin
Foto: Daniel Karmann (dpa)

 

Update von 16.06 Uhr: 

Die aus Bamberg stammende Staatsministerin Melanie Huml  hat sich für ein leuchtend rotes  Kleid entschieden. Ihre Ehemann Markus  begleitet sie. 

Staatsministerin Melanie Huml bei den Bayreuther Festspielen
Staatsministerin Melanie Huml bei den Bayreuther Festspielen
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.54 Uhr:

Frau Merkel ist da!

Ehemalige Kanzlerin Angela Merkel mit Mann Joachim Sauer
Ehemalige Kanzlerin Angela Merkel mit Mann Joachim Sauer
Foto: Ronald Rinklef

Man konnte im vergangenen Jahr des Öfteren den Eindruck gewinnen, als säße der größte Fan von Angela Merkel in der bayerischen Staatskanzlei. Entsprechend warmherzig und mit scherzhaft ausgebreiteten Armen empfängt  Markus Söder heute die Kanzlerin und ihren Ehemann Joachim Sauer.

Angela Merkel ist von Kopf bis Fuß in lichtes, Hoffnung spendendes Grün gekleidet.
Will sie allen, die schon vor der nächsten Gasrechnung zittern,  damit ein Zeichen der Zuversicht schicken?

Man hätte es von der Kanzlerin gerne gewusst. Allein, sie beantwortet keine Fragen.
Wagner wartet. 

 

Update von 15.45 Uhr:

Auch Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, fährt am Festspielhaus vor.  Dass seine Ankunft viele fragende Gesichter provoziert, sagt viel aus über den Zustand der bayerischen SPD. Oder über die politische Bildung von Journalisten. 

 

Update von 15.36 Uhr:

Dorothee Bär kommt in Begleitung ihres Ehemanns Oliver, dem Landrat von Hof. 
Beide müssen am bislang längsten vor den Fotografen posieren.
Ihr rosafarbenes  Kleid hat Dorothee Bär in ihrem Wahlkreis Bad Kissingen gekauft.
Ein Reporter der "Bunten" wollte es von ihr wissen.
Dorothee und Oliver Bär sind so etwas wie die fränkischen Kennedys.

Dorothee Bär in Begleitung ihres Ehemanns Oliver
Dorothee Bär in Begleitung ihres Ehemanns Oliver
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.33 Uhr:

Klaus Holetschek, der bayerische Gesundheitsminister, ist angekommen.
Die Corona-Inzidenz liegt in der Stadt Bayreuth heute im Übrigen bei 999,4. 

 

Update von 15.31 Uhr:

Markus Söder mit seiner Ehefrau Karin sind da. Der um seine politische Rolle und Zukunft kämpfende Ministerpräsident dürfte erleichtert darüber sein, dass heute nicht Wagners "Götterdämmerung" auf dem Programm steht.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit seiner Ehefrau Karin.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit seiner Ehefrau Karin.
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.28 Uhr: 

Grünen-Chefin Ricarda Lang  wagt sich mit männlicher Begleitung ins Epizentrum konservativer deutscher Kultur.

Grünen-Chefin Ricarda Lang bei den Bayreuther Festspielen
Grünen-Chefin Ricarda Lang bei den Bayreuther Festspielen
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.20 Uhr:

Gerade angekommen sind der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein und seine Frau Marga.
Beide werden begrüßt vom Bayreuther Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und seiner Frau. 

Günther Beckstein
Günther Beckstein mit seiner Frau Marga Beckstein.
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.17 Uhr: 

Dagmar Wöhrl, Unternehmerin aus Nürnberg
Dagmar Wöhrl, Unternehmerin aus Nürnberg
Foto: Ronald Rinklef

Dagmar Wöhrl ist Unternehmerin aus Nürnberg und außerdem bekannt aus der TV-Sendung "Höhle der Löwen". 
Sie trägt das bislang schönste Kleid des Tages. Das sagen Menschen, die es wissen müssen.

 

Update von 15.12 Uhr: 

Wer nicht bekannt genug ist für den Roten Teppich, muss mit dem Rasen vorlieb nehmen.
Immer wieder machen die Gäste Halt und fotografieren sich vor dem Festspielhaus. Manche ergriffen, andere ungläubig.
Der Besuch in Bayreuth: ein Hochamt für alle Wagnerianer.

Einige warten auch auf dem Rasen.
Einige warten auch auf dem Rasen.
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.10 Uhr: 

Hubert Aiwanger mit der fränkischen Weinkönigin Eva Brockmann

Ob sie Aiwangers selbstbewusst unverstellten Dialekt denn überhaupt verstehe?
Ja, sie sei ja in München geboren, sagt die Weinkönigin Eva Brockmann.

Ob Aiwangers Ehefrau sich denn Sorgen machen müsse, weil er sich an der Seite einer jungen Frau eine Oper zu Gemüte führt, die ausgerechnet  um die  Liebe kreist? 
Nein, beschwichtigt der bayerische Wirtschaftsminister die  besorgt klingende Frage eines Reporters.

Seine Frau möge Wagner nicht.
Sie sei
deshalb  froh, ihn nicht nach Bayreuth begleiten zu müssen.  

Hubert Aiwanger
Hubert Aiwanger mit fränkischer Weinkönigin.
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 15.04 Uhr:

Der erste Promi: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. 

Die Dinge liegen wohl so:  Großbritannien hat Kate und William, Deutschland hat Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. Das Mitglied des deutschen Jet-Sets adelt die Bayreuther Festspiele als ein "zentrales gesellschaftliches Ereignis in Deutschland". 

Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (weißes Jackett).
Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (weißes Jackett).
Foto: Ronald Rinklef

 

Update von 14.55 Uhr:

Wir wollen Merkel sehen...

Wartende Gäste bei Festspielen
Johannes (10) und seine Mutter Silvia auf dem Gelände der Bayreuther Festspiele.
Foto: Ronald Rinklef

Der zehnjährige Johannes  und seine Mutter Silvia aus Bayreuth bewegen sich zum ersten Mal auf dem Gelände der Festspiele. Karten für die Premiere haben sie jedoch keine. Denn Richard Wagner und seine Musik spielen für die beiden nicht die geringste Rolle.  Johannes interessiert sich allein für Angela Merkel: "Ich bin ein Fan  und will sie einmal live sehen." 

Mutter Silvia kann sich immerhin noch für Thomas Gottschalk und Ministerpräsident Söder erwärmen: "Die sollte man beide einmal im Leben  gesehen haben."  Heute bekommen Mutter und Sohn Gelegenheit dazu. 

 

Update von 14.45 Uhr: 

Man dürfe "keine Sippenhaft" betreiben, sagt Katharina Wagner, Intendantin der Wagner-Festspiele in Bayreuth, zur Debatte um russische Künstler. 

 

Update von 14.39 Uhr: 

Ministerpräsident Söder bereitet sich auf den Abend vor. Was nicht fehlen darf? Schwarze Fliege und Wasser. 

 

Update von 14.25 Uhr: 

Unsere Wagner-Kritikerin Monika Beer im Abschiedsinterview

 

Update von 14.16 Uhr: 

Aufbau Wagner
Aufbau auf dem Gelände der Festspiele.
Foto: Ronald Rinklef

Vor dem Festspielhaus bauen Kameraleute und Fotografen ihre Aufrüstung  auf. Inzwischen bewegen sich auch die ersten Männer in dunklen Anzügen und Frauen in meist ebenso dunkeln Abendkleidern über das Gelände. Bekannt aus Funk, Fernsehen oder Politik ist nach dem ersten Augenschein keiner von ihnen.

 

Update von 14.12 Uhr:

Mit Porträt geschmückter Geldautomat?

Geldautomat
Geldautomat bei Wagner Festspielen.
Foto: Ronald Rinklef

Wie es sich anfühlt kein Geld zu haben?
Das wusste Richard Wagner nur zu gut.

Wagner war lange Jahre seines Lebens vollkommen abgebrannt.
Aus diesem Grund ist es nicht ohne Hintersinn, 
dass der Geldautomat auf dem Festivalgelände Wagners Konterfei trägt.

Update von 14.00 Uhr:

Ohne Frauen und Männer wie Gerhard Lorenz wären  die Bayreuther Festspiele gar nicht möglich.

Parkwächter Gerhard Lorenz bei den Bayreuther Festspielen.
Parkwächter Gerhard Lorenz bei den Bayreuther Festspielen.
Foto: Ronald Rinklef

Gerhard Lorenz ist 70 Jahre alt und Rentner. An diesem brütend heißen Montag ist es seine Aufgabe, den Besuchern ihre Parkplätze  zuzuweisen.  Er findet Gefallen daran, sagt er. Es bereite ihm Freude, sich mit Menschen aus ganz Europa zu unterhalten. Die vielen unterschiedlichen Sprachen und Dialekte sind für ihn kein Problem:  "Mit Fränkisch kommt man immer weiter." 

Lorenz  war vor sechs oder sieben Jahren das letzte Mal in einer Wagner- Oper. Gefallen habe es ihm damals ganz gut, aber jedes Jahr müsse er das nicht wiederholen.  

Update von 13.52 Uhr: 

Erzbischof Ludwig Schick zu den Wagner-Festspielen:

 

Update von 13.49 Uhr: 

Auch Rechte sind vor Ort

"Merkel Jugend"
"Merkel Jugend" bei den Bayreuther Festspielen.
Foto: Ronald Rinklef

Die rechte  Propagandatruppe "Merkel-Jugend" hat Station vor dem Festivalgelände bezogen. Hinter der "Merkel-Jugend" steht der Rechtsextremist Sven Liebich aus Halle. 

Ihren Wagen haben die rechten Aktivisten mit  Fahnen und Bannern  linker Organisationen  und Parteien geschmückt.  Die "Merkel-Jugend" kapert linke Symbolik und instrumentalisiert diese für ihre eigene, der Linken diametral entgegengesetzte Agenda. 

Update von 13.15 Uhr: 

Melanie Huml kommt zur Premiere 

"Sie überwältigt, bewegt, hypnotisiert und verführt", so beschreibt Melanie Huml (CSU) Wagners Musik. Auch sie wird heute Abend zur Premiere erwartet. Wir haben ihr vorab einige Fragen gestellt: 

 

Update von 13.05 Uhr: 

Dorothee Bär
Dorothee Bär (CSU), Digital-Staatsministerin, lächelt in die Kamera.
Foto: Daniel Karmann/dpa

Auch Dorothee Bär (CSU/CDU) wird zu den Festspielen erwartet. Was die Festspiele für sie bedeuten: 

"Die Premiere der Bayreuther Festspiele ist für mich jedes Jahr ein herausragendes Ereignis und dieses Jahr besonders, da ich nun auch Mitglied im Vorstand des Kuratoriums der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth bin. Dies ist mir eine große Ehre, wie es auch eine große Freude und Ehre ist, bei der Premiere dabei sein zu können. Mein Mann und ich sind jedes Jahr aufs Neue gefesselt von der ganz besonderen Atmosphäre und der wunderbaren Musik.

Die Hitze ist sicherlich eine Herausforderung, wir alle müssen besonders die älteren Besucherinnen und Besucher im Blick behalten. Ein kleiner Fächer kann eine große Erleichterung sein. Eine weitere Premiere ist dieses Jahr zudem, das Festspiel auch Open Air und bei freiem Eintritt erleben zu können, eine hervorragende Alternative, vielleicht auch gerade bei den Temperaturen und dazu ohne Sorge um eine Karte. Ich höre und sehe die Inszenierungen von Wagners Opern sehr gerne, ohne mich dabei auf eine Lieblings-Oper festzulegen."

 

Update von 12.52 Uhr: 

Ein Fan seit über 60 Jahren

Veronika Bosse
Veronika Bosse (82) hat ihre Hunde nach bekannten Charakteren aus Opern benannt.
Foto:

Seit über 60 Jahren ist Veronika Bosse  aus Hamburg eine leidenschaftliche Anhängerin Richard Wagners.  Seitdem hat die 82-Jährige keine einzige Festspielsaison in Bayreuth verpasst: "Die Atmosphäre  ist einfach einmalig. Wer Wagner liebt, musss nach Bayreuth."

 

Veronika Bosse
Veronika Bosse (82) ist seit über 60 Jahren leidenschaftlicher Wagner-Fan.
Foto: Ronald Rinklef

In diesem Jahr begleitet  sie ihr Hund "Stewa" nach Bayreuth. Seinen Namen verdankt das Tier einem Charakter aus der Oper "Jenůfa". Auch sein Vorgänger, Schäferhund "Hans", wurde nach einer Opernfigur benannt.

Die Leidenschaft für Wagner hat die 82-Jährige von ihren Eltern geerbt. Veronika Bosse ist gespannt auf den heutigen Abend, denn sie ist keine ausgewiesene Freundin  moderner Inszenierungen: "Vielleicht mache ich auch einfach die Augen zu und genieße die Musik."  

 

Update von 12.36 Uhr:

Am Montagabend wird in Bayreuth eine weitere Demo mit Festspielbezug stattfinden: Der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband (SDS) an der Universität Bayreuth will dabei auf Richard Wagners Verhältnis zum Antisemitismus aufmerksam machen.

 

Update von 12.34 Uhr:

"Die Erde brennt, das Publikum klatscht"

Klimaaktivisten bei Bayreuther Festspielen
Charlie (20, links im Bild) und Samuel (15, rechts daneben) demonstrieren bei den Bayreuther Festspielen für mehr Klimaschutz.
Foto: Ronald Rinklef

Mehrere jugendliche Aktivisten  besetzten  am Montag  Bäume   am Fuß des  Festspielhauses. Am frühen Morgen kletterten vier Mitglieder des „Klimabaumhauses Bayreuth“ in die Bäume und spannten  dort Banner.  Das teilten die beiden Sprecher, die 20-jährige Charlie und der  ein Jahr jüngere Samuel,  mit. 
 

In sieben Meter Höhe spannten  die Aktivisten  Plakate. Auf  diesen stand etwa: „Die Erde brennt, das Publikum klatscht“.   Mit ihrer Aktion   verbanden  die  Jugendlichen  aus Bayreuth  das Ziel,   das Bewusstsein der  Premierengäste  für die globale  Klimakrise zu  schärfen. Illusionen darüber, dass Ministerpräsident Markus Söder oder Ex-Kanzlerin  Angela Merkel später aus ihren Limousinen  steigen und den Jugendlichen  zuhören werden, machten sich  diese   nicht.  „Das wird leider  nicht passieren. Aber vielleicht nehmen sie zumindest unsere Plakate wahr“, sagte  Charlie.   

Die Bayreuther Polizei nahm die  Protestaktion der    Klimaschützer mit großer Gelassenheit hin.   
Die Jugendlichen  hatten versichert, von weiteren Protestformen Abstand zu  nehmen.
„Wir werden uns nicht auf die Straße kleben“, sagte Charlie. 

 

Update von 12.23 Uhr: 

Corona: Katharina Wagner kritisierte den Staatsempfang

Katharina Wagner
Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele, im Festspielhaus.
Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Vorsicht ist bei den Festspielen auch weiterhin in Sachen Corona angesagt. Einschränkungen fürs Publikum gibt es zwar nicht, Wagner und der kaufmännische Geschäftsführer Ulrich Jagels appellierten trotzdem an die Zuschauerinnen und Zuschauer, eine FFP2-Maske zu tragen.

Katharina Wagner kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Pläne der bayerischen Staatsregierung für den traditionellen Staatsempfang nach der Premiere.

Sie rate allen Mitwirkenden dringend, den Empfang im Neuen Schloss in der Bayreuther Innenstadt nicht zu besuchen. Sie selbst werde kurz hingehen und sich beim Freistaat, der zu den Festspiel-Gesellschaftern gehört, bedanken – aber mit einer FFP3-Maske. 

 

Update von 11.43 Uhr: 

Die Fahne ist gehisst – Bayreuth ist bereit:

 

Update von 11.35 Uhr: 

Bei so viel geladener Prominenz ist natürlich auch die Polizei vor Ort:

 

Update von 11.25 Uhr: 

„Tristan und Isolde“ läuten die Festspiele ein

Mit „Tristan und Isolde“ läuten Festspiele der Superlative ein, denn insgesamt wird es in diesem Jahr fünf neu inszenierte Werke geben, so viele wie noch nie in der Geschichte des Festivals. Premiere feiern nämlich auch die vier Teile des „Ring des Nibelungen“.

Die Neuinterpretation des Mammutwerks von Regisseur Valentin Schwarz hätte schon 2020 auf dem Spielplan stehen sollen, wurde wegen der Corona-Pandemie aber zweimal verschoben. „Es ist eine wunderbare Arbeit geworden“, sagte Wagner.

Wagner-Regisseur Roland Schwab
Der Regisseur Roland Schwab steht vor dem Festspielhaus. Er eröffnet mit einer Neuproduktion von «Tristan und Isolde» die Bayreuther Festspiele.
Foto: Daniel Karmann/dpa

Ebenso hatte sie am Wochenende das Team von „Tristan und Isolde“, Regisseur Roland Schwab und Dirigent Markus Poschner gelobt: „Man kann sich freuen auf Montag.“ Corona hatte den Probenbetrieb gehörig durcheinander gewirbelt.

„Ring“-Dirigent Pietari Inkinen musste wegen einer Corona-Erkrankung die Proben abbrechen, für ihn übernahm Cornelius Meister, der eigentlich für den „Tristan“ in Bayreuth war. Für ihn stieg nun kurzfristig Poschner ein.

 

Update von 10.45 Uhr:

Aktivisten des "Klimabaumhauses Bayreuth" haben vorab Bäume besetzt:

 

Update von 10.03 Uhr:

Sexismusvorwürfe und Debatte um #Metoo

In den vergangenen Tagen waren die Debatten rund um das weltbekannte Festival weniger von der Kunst, sondern vielmehr von Sexismusvorwürfen geprägt. #Metoo war das große Thema auf dem Grünen Hügel. „Schockiert“ sei sie von Berichten über Übergriffe, Beleidigungen und Anzüglichkeiten, sagte Intendantin Katharina Wagner.

Die Festspiele kündigten Konsequenzen an. „Das sind ungeheure Vorwürfe“, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Georg von Waldenfels. Es gebe „gar kein Vertun, dass wir mit allem Ernst und aller Unnachgiebigkeit dem nachgehen werden“.

Im „Nordbayerischen Kurier“ hatten Frauen anonym berichtet, dass sie auf dem Grünen Hügel angefasst wurden oder sich sexuelle Anzüglichkeiten anhören mussten. Festspiel-Chefin Wagner bestätigte, dass auch sie selbst betroffen war: „Sexuelle Anzüglichkeiten und teilweise Übergriffe in gewisser Weise ja“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Ich habe mich aber zu wehren gewusst.“